Nächster Härtetest gegen Jena

Nach sieben Siegen in Serie bleibt den ROSTOCK SEAWOLVES keine Verschnaufpause. Bereits am kommenden Sonntag geht es für die Wölfe weiter in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Am 3. Advent sind sie um 16:30 Uhr beim Tabellenvierten Science City Jena gefordert. Das Spiel wird live und kostenfrei auf sportdeutschland.tv übertragen.

„In Jena wird es mindestens genauso schwer wie gegen Heidelberg, wenn nicht sogar schwerer“, meint SEAWOLVES-Coach Dirk Bauermann. Er weiß aber auch: „Alles ist möglich, wenn man an sich glaubt und viel investiert, um sich am Ende zu belohnen.“ Mit diesen Worten bezieht sich der 63-Jährige auf die Charakterleistung, die sein Team am Mittwoch gegen Heidelberg gezeigt hat. Fünf Minuten vor Schluss lagen seine Wölfe mit neun Zählern zurück und drehten das Spiel noch in einen 91:88-Sieg. Ein gleiches Bild zeigte sich vergangenen Samstag in Tübingen, als die Wölfe kurz vor Schluss mit sieben Zählern zurücklagen und ein 13:0-Lauf den Sieg (96:90) brachte.

Dass die SEAWOLVES mit Leidenschaft und Herz spielen und in kritischen Situationen Moral zeigen, haben sie schon mehrfach in dieser Saison gezeigt. Gerade im Dezember, in dem viele Spiele im Kalender stehen und zuletzt vier Stammkräfte (Ronalds Zakis, Stefan Ilzhöfer, Nicolas Buchholz und Rain Veideman) verletzungsbedingt fehlten, ist der Zusammenhalt noch wichtiger. Hier fügen sich die Neuzugänge Jarelle Reischel und Keith Wright nahtlos ins Mannschaftsgefügte ein. Dieser Teamgeist wird auch entscheidend sein, um in Jena zu bestehen.

Science City Jena konnte seine vier bisherigen Saisonsiege mit durchschnittlich 22 Punkten Vorsprung gewinnen. Niederlagen gab es für das Team des früheren Bundestrainers Frank Menz in Paderborn (86:94) und am Nikolaustag gegen Trier (70:75). Zuletzt wurden die Thüringer jedoch vom Verletzungspech heimgesucht: Point Guard Zamal Nixon fällt mit einer Schulterverletzung aus, Demarcus Holland muss mehrere Monate aufgrund eines Schienbeinbruchs pausieren. Kurzfristig haben die Saalestädter mit Kasey Hill einen der korbgefährlichsten Akteure der vergangenen ProA-Saison (17,1 Punkte und 7,1 Assists pro Spiel für Bremerhaven) nach Jena geholt. Laut Pressemitteilung von Science City ist sein Einsatz am Sonntag gegen Sonntag noch ungewiss.

Unabhängig von Hills möglichem Debüt warten die kommenden Gegner mit starken deutschen Spielern auf: Robin Lodders kam vom Aufsteiger Chemnitz und legt bislang 12,5 Punkte und 5,5 Rebounds pro Spiel auf. Julius Wolf zählt mit durchschnittlich 12,0 Zählern und 6,0 Rebounds ebenfalls zu den Leistungsträgern. Auch Dennis Nawrocki (9,7 PpS) und Stephan Haukohl (7,3 PpS) können Spielen ihren Stempel aufdrücken.

Auf die SEAWOLVES wartet am Sonntag die nächste Bewährungsprobe. Wenn sie erneut als Einheit funktionieren, können sie mit Teamgeist, Herz und Willensstärke weiterhin erfolgreich sein.

Die Partie gegen Science City Jena wird am Sonntag live ab 16:15 Uhr auf sportdeutschland.tv übertragen.