ROSTOCK SEAWOLVES BASKETBALL

Erfolgloser Kraftakt gegen den Ligaprimus

Die ROSTOCK SEAWOLVES haben ihr letztes Spiel des Jahres 2019 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit 91:101 (43:49) gegen den Tabellenführer NINERS Chemnitz vor 4.002 Zuschauern in der StadtHalle Rostock verloren. Dabei holten die Wölfe im dritten Viertel einen 18-Punkte-Rückstand auf, hatten am Ende jedoch das Nachsehen, weil Chemnitz insgesamt 24 mal mehr auf den Korb warf, resultierend aus Offensiv-Rebounds und Rostocker Ballverlusten. Grant Sitton war mit 23 Punkten bester Werfer der Wölfe, die weiterhin auf dem zwölften Tabellenplatz stehen.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen NINERS Chemnitz 91:101 (43:49)

22 Minuten waren gespielt, als auf der Anzeigetafel ein 43:61 aus Rostocker Sicht aufleuchtete. Ein Großteil der 4.002 Zuschauer in der StadtHalle rieb sich verwundert die Augen und war verstummt. 18 Punkte Rückstand! Die knapp 150 mitgereisten Fans aus Chemnitz hingegen waren in bester Feierlaune. Nach einer Rostocker Auszeit und einem technischen Foul gegen den Chemnitzer Coach Rodrigo Pastore antworteten die Wölfe postwendend mit einem 8:0-Lauf und die Halle fasste langsam wieder den Glauben, dass es vielleicht doch etwas mit der Überraschung werden könnte.

Immerhin hatten die SEAWOLVES im ersten Viertel den Ton angegeben, dank guter Wurfquoten von außen leicht geführt und nach Treffern des NINERS-Veteranen Ivan Elliott Jr. den 22:22-Ausgleich zum Viertelende kassiert. Vor der Halbzeit ließen die Hausherren dann etwas die Zügel schleifen und verabschiedeten sich mit sechs Punkten Rückstand (43:49) in die Kabine.

Als Kalidou Diouf per Korbleger den Rückstand auf acht Zähler herstellte (61:69, 27. Min), stieg die Lautstärke in der Arena wieder an. Der Lärmpegel war auf dem Höhepunkt, als Grant Sitton heißlief und zwei Dreier in Serie durch die Chemnitzer Reuse rauschten: Der deutliche Rückstand war auf zwei Zähler (67:69, 29. Min) geschrumpft, dank Sittons 17 Zähler im dritten Durchgang!

Ein spannendes Schlussviertel schien bevorzustehen. Zunächst ging es auch hin und her. Rostock schaffte den erneuten Ausgleich in diesem rassigen Ostderby. Nach dem 76:76 (33. Min) jedoch enteilte Chemnitz mit einem 8:0-Lauf, auf den die Gastgeber vergebens eine Antwort suchten. Die Ballverluste und die Entschlossenheit beim Rebound bescherten den NINERS immer wieder weitere Wurfchancen, die sie im Stile einer Spitzenmannschaft eiskalt bestraften. Nach Dreipunktewürfen von Dominique Johnson zum 81:91 (38. Min) und Jan-Niklas Wimberg zum 85:96 (39. Min) verflogen die letzten Hoffnungen auf eine erneute Rostocker Aufholjagd.

Die SEAWOLVES mussten sich nach einer kämpferisch starken Leistung zum dritten Mal in Folge geschlagen geben. 19 Ballverluste und 14 zugelassene Offensiv-Rebounds ermöglichten Chemnitz insgesamt 24 Wurfversuche mehr. Da reichten auch fünf SEAWOLVES-Spieler mit zweifacher Punkteausbeute nicht, angeführt von Grant Sitton, der alle fünf seiner Dreierversuche versenkte und das Spiel mit 23 Zählern beendete.

Bereits am nächsten Sonntag (5.1.2020) steht das nächste Heimspiel an. Dann empfangen die SEAWOLVES die wiha Panthers Schwenningen um 16:00 Uhr in der StadtHalle Rostock. Die Partie wird von Lotto Mecklenburg-Vorpommern präsentiert. Karten sind erhältlich online auf tickets.seawolves.de, im neuen Fanshop in der Langen Straße 35 (18055 Rostock) oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

SEAWOLVES-Coach Milan Škobalj nach dem Spiel: „Gratulation an Chemnitz und ein großes Dankeschön an unsere Fans für die großartige Unterstützung. Spielentscheidend waren unsere 19 Ballverluste und die 14 Chemnitzer Offensiv-Rebounds. Wenn man sich solche Zahlen leistet, kann man nicht gewinnen; schon gar nicht gegen Chemnitz, die das sofort bestrafen. Wir haben uns zwar zurückgekämpft, uns dann aber erneut Turnover geleistet. Dadurch mussten wir mehr in der Verteidigung arbeiten und es war sehr frustrierend für uns. Ich denke, es war ein großartiges Spiel mit einer tollen Atmosphäre. Die Energie müssen wir in die kommenden Spiele mitnehmen.“

Viertelstände (HRO-CHE): 22:22, 21:27, 26:22, 22:30

Ausführliche Statistik

Punkteverteilung:

Rostock: Alte (1), Bogdanov (9), Buchholz (nicht eingesetzt), Diouf (14), Hicks (17), Hujic (13), Jost (2), Marin (nicht eingesetzt), Nicholas (12), Sitton (23).

Chemnitz: Carter (12), Elliot Jr. (8), Figge (0), Harris (13), Hoppe (nicht eingesetzt), Johnson (6), Lodders (4), Matthews (17), Richter (23), Wimberg (16), Ziegenhagen (2).