SEAWOLVES gelingt Befreiungsschlag in Tübingen

Nach 13 Niederlagen in Folge beenden die ROSTOCK SEAWOLVES ihren Negativlauf mit einem beeindruckenden 92:75-Auswärtssieg bei den Tigers Tübingen. Vor 3.000 Zuschauern in der Paul Horn-Arena setzten die Rostocker bereits in der ersten Hälfte die Weichen auf Sieg. Nach dem Seitenwechsel brachten sie den ersten Erfolg in diesem Kalenderjahr mit der besten Defensivleitung der Saison über die Zielgerade. Tyler Nelson ragte mit 21 Punkten aus dem Rostocker Kollektiv hervor. Die SEAWOLVES belegen nach diesem Sieg den 15. Tabellenplatz in der easyCredit Basketball Bundesliga.

Tigers Tübingen gegen ROSTOCK SEAWOLVES 75:92 (35:55)

Die Rostocker gingen ohne Chevez Goodwin und den nachverpflichteten Augustine Rubit in die Partie. Dennoch erwischte das Team von Christian Held den besseren Start. Tyler Nelson lief in der Anfangsphase heiß und führte seine Mannschaft an, die sehr konzentriert zu Werke ging. Tübingen hingegen hatte Probleme, ins Spiel zu finden und wirkte nervös. Die SEAWOLVES legten einen 10:0-Lauf hin für die erste komfortable Führung des Abends (13:5, 5. Min). Nelson hatte bis dato acht Zähler auf seinem Konto. Auch die zweite Garde der Gäste knüpfte an die fokussierte Gangart der Startformation an; Chris Carter erzielte fünf Zähler, und Rostock lag erstmals zweistellig vorn (26:13, 9. Min).

Während die Tübinger Anhänger “Wir wollen euch kämpfen sehen!” skandierten, ließen sich die SEAWOLVES nicht aus der Ruhe bringen. Unterstützt von etwa 15 mitgereisten Fans löschten sie das kurze Strohfeuer, das die Tübinger entfachten, als sie nach einem Zwischenspurt auf sieben Zähler herankamen (31:24, 14. Min). Eric Lockett, Sid-Marlon Theis und Lester Medford übernahmen Verantwortung und brachten die Wölfe weiter nach vorn (40:26, 16. Min). Zur Halbzeit führten die Gäste von der Ostsee souverän mit 55:35. Nelson hatte bis dahin 19 Punkte gesammelt.

Auch in der zweiten Halbzeit setzten die Rostocker ihr Spiel um. Die Tübinger hingegen fanden gegen die gute Verteidigung der Wölfe kaum ein Mittel und hatten weiter Schwierigkeiten, ins Spiel und in die eigenen Angriffe zu finden. Erst im Schlussviertel, als die Partie längst entschieden war, drehte Tigers-Topscorer Jhivvan Jackson (13 Pkt insgesamt) auf. Die Rostocker führten kurz vor Schluss mit 31 Zählern (92:61). Trotz einer Schlussoffensive der Gastgeber endete es nichts mehr am Ausgang der Begegnung und dem ersten Sieg der ROSTOCK SEAWOLVES nach 13 Niederlagen in Folge.

So geht’s weiter

Am Sonntag (14.4.) um 17:00 Uhr ist der Deutsche Meister ratiopharm ulm zu Gast in der StadtHalle, präsentiert vom Volkswagen Autohaus Rostock. Das Hinspiel konnte Rostock mit 107:89 eindrucksvoll gewinnen. Gelingt erneut ein Sieg? Tickets gibt es online auf tickets.seawolves.de oder an den bekannten Vorverkaufsstellen.

Stimmen zum Spiel

Christian Held (Coach Rostock): “Es war vor dem Spiel eine schwierige Situation für beide Mannschaften. Deswegen bin ich froh, wie mein Team über dreieinhalb Viertel einen hervorragenden Job gemacht hat und äußerst diszipliniert aufgetreten ist. Wir haben als Mannschaft zudem gut zusammen gespielt. Für uns ist noch nichts entschieden, aber der erste Sieg in diesem Jahr fühlt sich auf jeden Fall gut an.”

Danny Jansson (Coach Tübingen): “Für mich war es zum ersten Mal, dass das Heimpublikum gepfiffen hat. Und es war gerechtfertigt. Ich möchte mich für die fehlende Energie und den Zusammenhalt entschuldigen, wie wir heute aufgetreten sind. Energie und Zusammenhalt waren einfach nicht da. Es sieht so aus, dass wir Drucksituationen wie in den Spielen gegen Heidelberg, Crailsheim, Göttingen oder den MBC aus Weißenfels einfach nicht standhalten können. Das gleiche Bild war es auch heute gegen Rostock. Wir haben offensichtlich Angst vor solchen Spielen. Noch sind sieben Partien zu spielen. Es bleibt die Hoffnung, dass wir es im nächsten Spiel besser machen und den Tübinger Basketball sehen, den wir eigentlich kennen. Heute habe ich meine Mannschaft, so wie ich sie in den letzten drei Jahren erlebt habe, nicht wiedererkannt.”

Statistiken zum Spiel

Viertelstände (TUB-HRO): 13:27, 22:28, 15:21, 25:16

Punkteverteilung:

Rostock: Alston Jr. (9), Amaize (4), Bradley (7), Carter (5), Clark (5), Drews (nicht eingesetzt), Gloger (2), Lockett (15), Medford (11), Nelson (23), Theis (11).

Tübingen: Ersek (8), Gaines (8), Helmanis (4), Jackson (13), Jönke (1), Kalaitzakis (14), Keppeler (9), Kivimäki (3), Maxwell (4), Otto (5), Philipps (0), Seric (6).