SEAWOLVES feiern souveränen Sieg über Nürnberg

Die ROSTOCK SEAWOLVES haben sich mit 90:79 (46:40) gegen die Nürnberg Falcons durchgesetzt. Vor 1.500 Zuschauern in der StadtHalle Rostock erspielten sich die Wölfe mehrfach zweistellige Führungen, doch die Mittelfranken wussten immer wieder zu verkürzen. Kurz vor dem Ende versenkte Behnam Yakhchali zwei Dreier zur Entscheidung. Die SEAWOLVES belegen derzeit den zweiten Tabellenplatz in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen Nürnberg Falcons BC 90:79 (46:40)

Sid-Marlon Theis und Ronalds Zakis zeigten gegen Nürnberg besonders treffsicher. Während Theis vor allem aus der Distanz (4/6 Dreier) und von der Freiwurflinie (9/9 FT) erfolgreich war, ackerte Zakis in der Zone (7/9 aus dem Zweipunktebereich). Am Ende hatten die beiden 21 bzw. 22 Zähler auf ihrem Konto, freuten sich über den Sieg und das Privileg, zum vorerst letzten Mal vor Zuschauer gespielt zu haben: „Es ist derzeit ein einzigartiges Erlebnis, vor so vielen Zuschauern spielen zu dürfen. Dafür bin ich sehr dankbar. Es ist auch schön, dass wir bei dieser Atmosphäre einen Sieg für die Fans holen konnten“, freute sich Theis nach dem Spiel.

Von Beginn an bestimmten die Gastgeber das Spielgeschehen. Theis und Zakis verwandelten Dreipunktewürfe, Chris Carter bediente Stefan Ilzhöfer hinterrücks im Fastbreak – Rostock setzte sich früh ab (15:7, 4. Min). Doch nach der Anfangsoffensive der Hausherren kamen auch die Gäste ins Rollen und kämpften sich durch clever herausgespielte Aktionen Punkt um Punkt heran. Kurz vor dem Ende des ersten Durchgangs hatten die Falcons sogar kurzzeitig die Führung erobert (22:23, 10. Min).

Rostock legte im zweiten Abschnitt nach. Erneut netzte Theis aus der Ecke per Dreier ein, ehe Zakis in der Zone arbeitete. Nach sechs Zählern des lettischen Centers waren die Wölfe auf elf Punkte enteilt (36:25, 13. Min). Es folgten Dreier der Nürnberger Moritz Sanders und Jackson Kent, die die SEAWOLVES zu einer Auszeit zwangen. Kurz darauf lag Rostock erneut zweistellig vorn (44:34, 17. Min).

Auch nach dem Seitenwechsel hielten die SEAWOLVES die Falcons auf Abstand, konnten sich jedoch nicht auf mehr als 13 Zähler (56:43, 23. Min) absetzen. Das Team von Coach Ralph Junge ließ sich auch im Schlussviertel nicht abschütteln. Kapitän Sebastian Schröder sorgte mit fünf Zählern in Folge dafür, dass die Nürnberg wieder in Schlagdistanz kamen (68:63, 32. Min). Zusammen mit dem ehemaligen Rostocker Martin Bogdanov versuchte sie alles, um den Wölfen den Zahn zu ziehen. Doch die SEAWOLVES spielten souverän den Sieg über die Zeit.

Carter lenkte die Offensive mit insgesamt zehn Assists, Behnam Yakhchali und Rain Veideman zeigten im Schlussviertel keine Nerven – zusammen erzielten sie 14 der 24 Rostocker Punkte im letzten Abschnitt. Am Ende hatten vier SEAWOLVES-Spieler zweistellig gepunktet. Bei den Nürnbergern Falcons ragte der Ungar Marcell Pongo mit 21 Zählern und sechs Assists hervor.

SEAWOLVES-Coach Dirk Bauermann nach dem Spiel: „Wir waren defensiv nicht gut, obwohl wir viel daran gearbeitet haben. Offenbar brauchen diese Dinge viel mehr Zeit. Offensiv haben wir 90 Punkte erzielt. Aber immer dann, als wir zehn, zwölf Punkte vorn lagen, hätten wir auch Killerinstinkt beweisen müssen. Das ist überhaupt nicht respektlos gegenüber Nürnberg gemeint, aber dann muss man auch auf 20 Punkte wegziehen und darf sich nicht mit zwei, drei unüberlegten, undisziplinierten oder unklugen Aktionen selbst wieder in Probleme bringen und Nürnberg zurück ins Spiel kommen lassen. Unsere Entwicklung braucht einfach noch mehr Zeit.“

Bereits am nächsten Sonntag, den 8. November 2020, spielen die SEAWOLVES erneut im eigenen Revier. Dann empfangen die Wölfe um 16:00 Uhr das TEAM EHINGEN URSPRING in der StadtHalle Rostock, leider ohne Zuschauer, dafür aber im Livestream auf sportdeutschland.tv. Zuvor, am 6. November, sind sie bei den Artland Dragons im Einsatz.

Viertelstände (HRO-NUR): 23:23, 23:17, 20:18, 24:21

Ausführliche Statistik

Punkteverteilung

Rostock: Carter (4), Gloger (6), Ilzhöfer (4), Jost (0), Loesing (4), Nickel (nicht eingesetzt), Skobalj (nicht eingesetzt), Theis (21), Veideman (13), Yakhchali (16), Zakis (22).

Nürnberg: Bogdanov (10), Daubner (13), Faatz (nicht eingesetzt), Feneberg (0), Feuerpfeil (1), Fischer (4), Kent (4), Maier (5), Pongo (21), Sanders (11), Schröder (10).