ROSTOCK SEAWOLVES BASKETBALL

Am Ende geht gegen Paderborn die Puste aus

Die ROSTOCK SEAWOLVES haben erstmals ein Heimspiel unter Dirk Bauermann verloren. Gegen die Uni Baskets Paderborn hieß es nach 45 Minuten 95:101 (41:30, 85:85); erst nach Verlängerung stand ein Sieger vor 3.677 Zuschauern in der StadtHalle Rostock fest. Die SEAWOLVES verspielten dabei einen 16-Punkte-Vorsprung aus dem dritten Viertel und stehen nun auf dem 13. Tabellenplatz in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Zach Lofton kam auf 24 Zähler, bei den Gästem schrammte Kendale Mc Cullum knapp an einem Triple Double (27 Pkt, 13 Ast, 9 Reb) vorbei.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen Uni Baskets Paderborn 95:101 OT (41:30, 85:85)

Dirk Bauermann fand nach dem Spiel klare Worte auf der Pressekonferenz. Er sprach von einer absoluten Enttäuschung und einer inakzeptablen Leistung seines Teams in der zweiten Halbzeit.

Bis zur 22. Minuten hatten die Hausherren die Partie im Griff, auch wenn es anfangs etwas dauerte, bis sie richtig zupacken konnten. Die ersten acht Minuten glichen einem offenen Schlagabtausch; Paderborn traf Dreier und Alley Oops, auch die Wölfe ließen den Ball laufen, um den freien Wurf zu finden. 13:14 stand es nach knapp acht Minuten, ehe sich die Rostocker durch Martin Bogdanov erstmals leicht absetzen konnten (20:14, 10. Min).

Ein erfolgreicher Dreipunktewurf von Grant Sitton brachte die SEAWOLVES erstmals zweistellig in Führung (25:14, 11. Min). Auch defensiv lief es gut für die Wölfe im zweiten Viertel. Paderborn tat sich schwer, Körbe aus dem Spiel heraus zu erzielen. Zur Halbzeit führten die Gastgeber mit 41:30 – und bauten ihren Vorsprung dann auf 16 Zähler aus.

Doch nach der 22. Minute holten die Gäste aus Ostwestfalen Punkt um Punkt auf. Fanden bei ihnen in der ersten Halbzeit nur zwei Dreier (bei 13 Versuchen) die Mitte des Rings, so versenkten die Paderborner nach dem Seitenwechsel inklusive Verlängerung insgesamt zwölf von 21 Dreier. Vor allem Chris Trapp war mit 16 seiner insgesamt 18 Punkte in der zweiten Hälfte nicht zu stoppen und hielt seine Farben zusammen mit Spielgestalter Kendale Mc Cullum (insgesamt 27 Punkte, 13 Assists, neun Rebounds, vier Steals) im Rennen.

Die Rostocker wehrten sich gegen den Paderborner Dreierregen und starteten mit einer zweistelligen Führung (62:51) ins Schlussviertel. Doch dann nahm das Unheil seinen Lauf, als Paderborn ins Rollen kam. Der Rostocker Vorsprung schmolz zusehends dahin. Die letzten zwei Minuten waren nichts für schwache Nerven. Niemand hielt es mehr auf den Sitzen. Zach Lofton hatte Sekunden vor Schluss die Chance auf den Sieg, auch Paderborn verfehlte den letzten Wurf. So mussten die Verlängerung beim Stand von 85:85 über den Gewinner entscheiden.

In der Overtime verspielten die Rostocker zu oft und leichtfertig den Ball. Paderborn wiederum brachte den Ball geschickt unter den Korb für einfache Punkte. Demetrius Ward sorgte 36 Sekunden vor Schluss für die Entscheidung mit einem Dreier aus der Ecke nach Pass von Mc Cullum. Die SEAWOLVES mussten somit die erste Heimniederlage unter Dirk Bauermann hinnehmen.

Das nächste Heimspiel der ROSTOCK SEAWOLVES steht am Freitag, den 13. März auf dem Programm. Dann sind die RÖMERSTROM GLADIATORS Trier zu Gast. Der Spieltag wird dann präsentiert von BDO. Karten sind erhältlich online auf tickets.seawolves.de, im neuen Fanshop in der Langen Straße 35 (18055 Rostock) oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Zuvor sind die Wölfe noch einmal auswärts gefordert. Am 6. März um 19:30 Uhr sind die beim Tabellenletzten Team Ehingen Urspring zu Gast.

SEAWOLVES-Coach Dirk Bauermann nach dem Spiel: „Glückwunsch an Coach Esterkamp und Paderborn. Unsere Leistung ist unentschuldbar, auch Entschuldigung an die Fans für diese aus meiner Sicht viel zu wenig inspirierte Verteidigungsleistung in der zweiten Halbzeit. Es ist nicht akzeptabel, wenn man ein Spiel relativ klar im Griff hat; wenn man aufhört, das zu tun, was einen zu diesem Punkt gebracht hat, nämlich auf hohem Niveau zu verteidigen, Mc Cullum aus der Zone zu halten, ihn vor sich zu halten und die Werfer zu stören. In der zweiten Halbzeit haben die Jungs immer wieder instinktiv reagiert und die Konzentration verloren. Paderborn hat sehr gute Werfer und in der zweiten Halbzeit immer den freien Mann gefunden. Wir waren nicht aufmerksam und intensiv genug. Man darf zuhause nie 55 Punkte in der zweiten Halbzeit abgeben und mehr als 50% Dreierquote, gerade wenn man gezeigt hat, wie es eigentlich geht. Insofern können wir uns nicht ersparen, uns einen großen Vorwurf zu machen, ein solches Spiel zu verlieren, wenn man eine 16-Punkte-Führung hat – das ist eine absolute Enttäuschung und nicht zu akzeptieren.“

Viertelstände (HRO-PAD): 20:14, 21:16, 21:21, 23:34, 10:16

Ausführliche Statistik

Punkteverteilung:

Rostock: Alte (8), Bogdanov (6), Diouf (10), Hicks (15), Hujic (nicht eingesetzt), Jost (6), Lofton (24), Marin (5), Nicholas (9), Pwono (3), Sitton (9), Skobalj (nicht eingesetzt).

Paderborn: Ballhausen (2), Benzinger (11), Buntic (5), Logan (0), Mc Cullum (27), Reuter (10), Seiferth (15), Trapp (18), Ward (13).