ROSTOCK SEAWOLVES BASKETBALL

SEAWOLVES vor brisantem Ost-Derby beim RSV Eintracht

Jovonni Shuler

Vier Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde 2016/2017 in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord kämpfen die ROSTOCK SEAWOLVES weiter um die Qualifikation für die Playoffs. Als Achter der Rangliste treten sie am Sonntag, den 12. Februar, um 17:30 Uhr beim Tabellenvorletzten Regionalen Sportverein Eintracht Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf 1949 e.V., kurz RSV Eintracht, an.

Für die Gastgeber ist die Partie von enormer Bedeutung, denn nach zuletzt vier Niederlagen in Serie hilft nur ein Sieg, um die Chancen auf eine Playoff-Teilnahme zu wahren. Die SEAWOLVES hingegen wollen mit einem Sieg ihren Playoff-Platz verteidigen, den sie sich am vergangenen Wochenende beim erfolgreichen Nord-Derby (73:68) gegen Wedel erobert hatten.

„Das Spiel hat für beide Teams größte Bedeutung. Für Stahnsdorf geht es darum, eine der wenigen verbleibenden Chancen zu nutzen, die Playdowns noch vermeiden zu können. Mit einer Niederlage gegen uns wäre dies praktisch unmöglich. Für uns geht es mit einem Sieg darum, den aktuellen 8. Tabellenplatz und die damit verbundene Playoff-Teilnahme zu verteidigen“, erklärt SEAWOLVES-Coach Ralf Rehberger.

Der RSV Eintracht erzielte in dieser Saison nur in drei von 18 Begegnungen mindestens 80 Punkte. Im Hinspiel in Rostock feierten die Brandenburger ihren höchsten Saisonsieg mit 108:90. Es war zugleich die höchste Heimniederlage der SEAWOLVES in dieser Spielzeit. Aus den letzten fünf Heimspielen ging das Team von Coach Thomas Roijakkers jedoch nur einmal als Sieger hervor, wenngleich die verlorenen Partien mit höchstens neun Zählern Abstand abgegeben wurden.

„Stahnsdorf ist ein zu jeder Zeit brandgefährliches Team, das immer hart spielt und niemals aufgibt. Sie sind gegen jeden Gegner im Spiel und haben immer eine Siegchance. Zudem sind sie das mit Abstand beste Offensiv-Rebounding Team der Liga“, beschreibt Rehberger die Qualitäten des Gegners.

Angeführt wird das Stahnsdorfer Spiel vom US-Trio Joshua Adeyeye, Antoine Myers und Joshua Smith, das zusammen 46,8 Punkte und 18,5 Rebounds pro Spiel erzielt. Hinzu kommen mit Joey Ney und Kapitän Niko Schumann zwei gestandene deutsche ProB-Spieler, die gemeinsam 13 Punkte und knapp neun Rebounds pro Spiel beitragen, sowie die Youngster Dennis Teucher (7,9 PpS) und Colin Craven (8,4 PpS).

Nach dem verletzungsbedingten Saisonende von André Murillo und ohne Sven Hellmann, der weiterhin wegen Knieproblemen aussetzen muss, sind alle SEAWOLVES-Spieler gefordert, im neunten Auswärtsspiel der Saison den zweiten Sieg einzufahren. Bislang waren die Wölfe nur bei den Artland Dragons erfolgreich. Die letzten beiden Partien in fremder Halle gegen Wolfenbüttel (80:81) und Bernau (52:65) gingen verloren. Diese Negativserie soll nun enden. Rehberger verrät, wie das gelingen soll: „Wir müssen über 40 Minuten hochkonzentriert bleiben und sehr gut rebounden.“

Das Fanradio „Wolfsgeheul“ wird am Sonntag ab 17:00 Uhr live aus Stahnsdorf auf fanradio.seawolves.de übertragen. Einige Rostocker Fans werden die Reise in den Südwesten Berlins antreten, um ihr Team auf der Jagd nach dem zweiten Auswärtserfolg der Saison zu unterstützen.