ROSTOCK SEAWOLVES BASKETBALL

SEAWOLVES rutschen aus den Playoff-Rängen

Luka Buntic RSV

Im Ost-Derby zwischen dem RSV Eintracht Stahnsdorf und den ROSTOCK SEAWOLVES unterlagen die Gäste von der Ostsee vor 300 Zuschauern mit 83:91 (41:40). Nach einer umkämpften ersten Halbzeit kamen die Gastgeber besser aus der Kabine und setzten sich durch mehrere Zwischenspurts zweistellig ab. Die Rostocker fanden in der Offensive nicht mehr zu ihrem Spiel. Im Schlussabschnitt konnten sie einen 17-Punkte-Rückstand noch auf vier Zähler verkürzen, doch am Ende reichte es nicht für eine erfolgreiche Aufholjagd. Jarvis Davis war mit 28 Punkten Topscorer der Wölfe, die nach dieser Niederlage auf den neunten Tabellenplatz abrutschten.

RSV Eintracht gegen ROSTOCKS SEAWOLVES 91:83 (40:41)

Beide Teams starteten nervös in diese richtungsweisende Partie. Nachdem die Gastgeber die ersten vier Zähler erzielt hatten, waren die SEAWOLVES durch Jarvis Davis erstmals nach über vier Spielminuten erfolgreich. Der US-Guard der Rostocker traf einen Korbleger und fand im weiteren Spielverlauf den frei stehenden Daniel Lopez für offene Punkte am Brett. Die SEAWOLVES waren nun im Spiel und gingen in der siebten Minute erstmals in Führung (9:8). Davis erhöhte wenig später durch ein Dreipunktespiel auf 12:8. Tim Vogt traf zum Ende des ersten Abschnitts einen akrobatischen Unterhandkorbleger zur 18:13-Führung.

Im zweiten Durchgang wuchs der Vorsprung der SEAWOLVES nach erfolgreichen Dreiern von Jovonni Shuler und Franz Winkler auf 29:22 (14.). Waren die ersten Minuten eher von hartnäckiger Defensive auf beiden Seiten geprägt, tauschten beide Teams nun Körbe. Der RSV Eintracht kämpfte sich durch aggressive Abwehrarbeit zurück ins Spiel und wurde mit der erneuten Führung belohnt; 1:28 Minute vor der Halbzeitpause führten die Hausherren nach einem 7:0-Lauf mit 39:35. Doch die Gäste steckten nicht auf und holten sich kurz vor der Sirene nach zwei Davis-Freiwürfen die Führung zurück (41:40).

Die Hausherren starteten mit einem 9:0-Lauf in das dritte Viertel und konnten einen knappen Vorsprung behaupten. Die SEAWOLVES-Offensive lief nicht mehr so rund wie noch im zweiten Durchgang, so dass sich die Wölfe ihre Punkte hart erarbeiten mussten und öfter von der Freiwurflinie Maß nehmen mussten. Auf der Gegenseite hielt der RSV Eintracht nun die Fäden fest in der Hand, zumal Shuler und Davis in der Schlussphase jeweils ihr viertes Foul kassierten.

Im letzten Viertel schraubte der RSV Eintracht seinen Vorsprung in den zweistelligen Bereich und führte mit bis zu 17 Zählern. Die Rostocker hatten komplett den Faden verloren und brachten bis zur Mitte des Schlussviertels nur fünf Punkte im Gäste-Korb unter. Danach starteten die Wölfe zur Aufholjagd und verkürzten einen 61:78-Rückstand auf 83:87 bis 21 Sekunden vor Schluss. Am Ende reichte es leider nicht für eine erfolgreiche Aufholjagd und die SEAWOLVES rutschen nach der 83:91-Niederlage und aufgrund des Wedeler Sieges gegen Oldenburg zurück auf den 9. Platz in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord.

Neben Davis‘ 28 Punkten punktete Daniel Lopez (15) zweistellig. Antoine Myers (18), Joshua Smith (21 Pkt, 10 Reb) und Colin Craven (22 Pkt) waren die auffälligsten Akteure der Gastgeber, die das Rebound-Duell mit 40:20 für sich entscheiden konnten.

SEAWOLVES-Coach Ralf Rehberger sagte nach dem Spiel: „Das Rebounding war heute unser großes Problem. In der ersten Halbzeit war es noch in Ordnung, aber in der zweiten Hälfte hatten wir klare Nachteile. Des Weiteren hatten wir im dritten Viertel immense Probleme im Eins-gegen-Eins. Wir konnten Antoine Myers nie stoppen; er konnte jedes Mal zum Ring ziehen. Das hat uns extreme Probleme bereitet. So ist uns das Spiel im dritten Viertel entglitten, obwohl wir in der ersten Halbzeit im Spiel waren. In den letzten fünf Minuten kämpfen wir uns nach 14 Punkten Rückstand noch einmal heran, aber letztlich war es zu spät. Wenn ich sehe, dass wir 91 Punkte abgeben, dann muss ich mich schon fragen, ob der ein oder andere das defensive Denken heute zu Hause gelassen hat.“

Das nächste und zugleich letzte Heimspiel der Hauptrunde 2016/2017 in der StadtHalle Rostock steht am Samstag, den 18. Februar 2017, um 19:30 Uhr gegen die VfL AstroStars Bochum auf dem Programm. Karten für den WIRO-Spieltag gibt es auf tickets.seawolves.de und an den bekannten Vorverkaufsstellen.

Viertelstände (RSV-HRO): 13:18, 27:23, 24:15, 27:27

Ausführliche Statistik

Punkteverteilung der ROSTOCK SEAWOLVES

Buntić (6), Davis (28), Lange (nicht eingesetzt), Lopez (15), Markert (2), Owczarek (4), Rivers (9), Shuler (5), Slavchev (6), Vogt (2), Winkler (6).