ROSTOCK SEAWOLVES BASKETBALL

SEAWOLVES ringen Recklinghausen nieder

Die ROSTOCK SEAWOLVES feierten am Samstag vor 1.837 Zuschauern den dritten Saisonsieg in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord und stehen nun auf dem neunten Tabellenplatz. In einer umkämpften Partie gegen Citybasket Recklinghausen setzten sich die Wölfe dank einer geschlossenen Teamleistung mit 83:71 (39:34) durch. Drei Rostocker Spieler erzielten 18 Punkte. André Murillo sammelte mit 18 Punkten und 15 Rebounds sein erstes Double-Double der Saison. Bei den Gästen aus Recklinghausen punkteten drei Spieler zweistellig.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen Citybasket Recklinghausen 83:71 (39:34)

Coach Andreas Barthel hatte mit seinem Team unter der Woche viel aufzuarbeiten. Zur bitteren Auswärtsniederlage auf Schalke kamen die Verletzungen von Luka Buntić (Sprunggelenk) und Daniel Lopez (Fuß) hinzu. „Um Wunden zu verarzten, helfen nur Siege“, meinte der Coach und bezog damit sowohl darauf, den Negativtrend zu stoppen, als auch auf die Personalprobleme.

So rückte gegen Citybasket Recklinghausen Zbigniew Owczarek, einer der Aufstiegshelden 2013/2014, in die Rotation, um auf den deutschen Positionen tiefer besetzt zu sein. Als der gebürtige Pole mit deutschem Pass bei der Spielervorstellung aufgerufen wurde, brandete der Applaus noch lauter als gewohnt von den Rängen. Nach dem Sprungball war die Stimmung in der StadtHalle Rostock dann anders als sonst: Trommeln und Anfeuerungsrufe aus dem Orange Block blieben aus – ein stiller Protest ob der zuletzt gezeigten Ein- und Vorstellung ihres Teams auf Schalke.

Dennoch feierten die über 1.800 Zuschauer einen 5:0-Start ihres Teams. Als nach zwei gespielten Minuten auch der Fanblock einsetzte, war alles angerichtet für einen unterhaltsamen Basketballabend. Die SEAWOLVES diktierten die ersten Minuten, wenngleich die Recklinghäuser gut mitspielten. Gäste-Kapitän Christoph Bruns und US-Import Chris Iles hielen ihre Farben im Rennen. Das erste Viertel war offen, auch wenn die Wölfe hungrig in Angriff und Abwehr agierten. So dunkte Ivo Slavchev einmal spektakulär in den Korb der Gäste, in der Abwehr nagelte David Rivers einen Wurf seines Gegenspielers ans Brett und leitete so die Gegenoffensive ein. 

Nach insgesamt 43 Punkten (22:21) von beiden Teams in den ersten zehn Minuten gestaltete sich der zweite Durchgang als zähe Kost. Beide Teams hatten kein Glück im Abschluss, so dass es in der 17. Minute lediglich 27:26 stand. Als Franz Winkler in der 18. Minute einen seiner insgesamt vier Dreier des Abends zum 30:26 traf, glich dies einem Befreiungsschlag, der zusätzliche Energie von den Rängen freisetzte. Nun schien sich der Knoten langsam zu lösen, in der Offensive lief es nun wieder besser. Daniel Lopez verwandelte einen Korbleger nach Anspiel von Jarvis Davis zum 32:26 – der höchsten Führung der ersten Hälfte. Kurz vor der Pause wurde auch Owczarek eingewechselt, um sein kurzes Debüt in der StadtHalle zu feiern. Zur Halbzeit hatten sich die Wölfe einen 39:34-Vorsprung erspielt. 

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Hausherren weiter fokussiert und gewillt, den dritten Saisonsieg einzufahren. Maßgeblichen Anteil daran hatten in dieser Phase Winkler und André Murillo, die im dritten Viertel zusammen zwölf Punkte sammelten. Auch Kaptiän Tim Vogt ging mit unbändigem Einsatz und Siegeswillen voran. Sein Dreier zum 58:47 (28.) und ein Korbleger nach Offensiv-Rebounds wenige Angriffe später sorgten dafür, dass sich der Abstand zwischen Rostock und Recklinghausen zweistellig hielt.

Im letzten Durchgang warfen die Gäste noch einmal alles in die Waagschale, um den Rückstand einzuschmelzen. Kapitän Bruns traf allein drei Dreier im vierten Viertel und Citybasket gelang es, 2:31 Minuten vor Schluss auf fünf Punkte heranzukommen (72:67). Daraufhin nahm Winkler Maß von jenseits der Dreierlinie und sorgte für die Entscheidung (75:67, 39.). Die Schlussphase war von Freiwürfen und stehenden Ovationen geprägt. Die ROSTOCK SEAWOLVES gewannen mit 83:71 und verbesserten sich in der Tabelle auf den neunten Platz.

„Es war heute kein Leckerbissen, sondern sehr viel Kampf. Uns war es wichtig, dass wir das auf dem Spielfeld umsetzen können, was wir zuletzt haben vermissen lassen: Energie von der ersten bis zur letzten Minute, und wir haben uns auch in den Situationen, in denen wir unter Druck geraten, an beiden Enden des Spielfelds geschlossen präsentiert. Ich glaube, das ist uns heute über weite Phasen auch gelungen“, urteilte Coach Andreas Barthel nach dem Spiel.

In der nächsten Woche reisen die SEAWOLVES zum Nord-Derby nach Itzehoe. Seit dem Aufstieg beider Teams in die 2. Basketball-Bundesliga ProB zur Saison 2014/2015 gingen stets die Wölfe als Sieger vom Parkett. Für dieses Auswärtsspiel am 19. November um 19:30 Uhr ist ein Fanbus geplant. Hin- und Rückfahrt kosten 25 Euro inkl. Eintrittskarte. Auf http://seawolves.de/fans-on-tour geht es zur Anmeldung.

Viertelstände (HRO-REC): 22:21, 17:13, 23:18, 21:19

Ausführliche Statistiken zum Spiel

Punkteverteilung der ROSTOCK SEAWOLVES:

Davis (18), Hellmann (0), Lange (0), Lopez (2), Murillo (18), Owczarek (0), Rivers (11), Shuler (4), Slavchev (5), Vogt (7), Winkler (18).