Sonntag, 16:30 Uhr: Endspiel um die Play-Ins

Am Sonntag um 16:30 Uhr wollen die ROSTOCK SEAWOLVES die Hauptrunde 2025/2026 in der easyCredit Basketball Bundesliga (BBL) mit einem Heimspiel gegen die Veolia Towers Hamburg beenden und ihre Hausaufgaben machen, um dank Schützenhilfe die Play-Ins noch zu erreichen. Premiumsponsor Volkswagen Autohaus Rostock präsentiert den Spieltag, bei dem man u.a. ein Auto gewinnen kann. Über 4.500 Zuschauer werden erneut in der StadtHalle Rostock erwartet. Streaming-Dienst DYN überträgt die Partie live ab 16:15 Uhr, Heiko Schaffartzik kommentiert.

Das Hinspiel in Hamburg zwischen beiden Teams fand vor weniger als drei Wochen statt. Die SEAWOLVES mussten sich trotz Rebound- und Feldwurfüberlegenheit mit 86:91 nach Verlängerung geschlagen geben. Die Wölfe krallten sich 29 Offensiv-Rebounds, konnten daraus jedoch nur 22 Punkte generieren. Insgesamt nahmen die SEAWOLVES 49 Mal Maß von jenseits der Dreipunktelinie und trafen nur 12 Mal (25 Prozent). In Summe nahmen die Rostocker 28 Würfe mehr als die Hamburger. Aufgrund der schwachen Trefferausbeute blieb der Sieg in der Elbmetropole.

Am Sonntag sollen die Punkte an der Ostsee bleiben und der Sieg von den SEAWOLVES errungen werden. Im siebten Vergleich auf BBL-Niveau wollen die Rostocker die Bilanz zum 4:4 ausgleichen. Beide Fanlager – die Towers haben für ihren Saisonausklang einen Fanbus organisiert – dürften angesichts der Tradition dieses Nordduells für ordentlich Stimmung auf den Rängen sorgen.

Nach dem wichtigen 90:78-Auswärtssieg in Vechta sagte SEAWOLVES-Coach Przemyslaw Frasunkiewicz: „Bei einer Niederlage wären wir aus dem Rennen gewesen. Jetzt sind wahrscheinlich alle sehr erschöpft. Es ist nun einmal so, dass wir mit dem Rücken zur Wand stehen. Wenn jetzt einer sagt, dass er zu müde ist, braucht er nicht zum Spiel kommen. Denn in dieser Phase hat jeder die ein oder andere kleine Verletzung, jeder ist müde.“ Will heißen: Die letzten Energiereserven aktivieren und alles aufs Parkett bringen, um die eigenen Voraussetzungen für einen Platz in den Top10 zu erfüllen. Wäre da nicht die Konkurrenz, die gleichauf ist.

Play-Ins oder Saisonende?

Vor dem 34. Spieltag kämpfen sechs Teams um die Plätze 7 bis 10, die für die Play-Ins berechtigen. Ludwigsburg (aktuell 7., Bilanz: 17 Siege, 16 Niederlagen) spielt am Sonntag in Würzburg, Vechta (8., 16-17) spielt in Heidelberg, Oldenburg (9., 16-17) ist in München zu Gast, Chemnitz (10., 16-17), spielt in Braunschweig und Trier (12., 16-17) empfängt zu Hause den SYNTAINICS MBC. Die SEAWOLVES sind als Elfter (16-17) mittendrin. Alle Spiele finden am Sonntag zeitgleich um 16:30 Uhr statt.

Insgesamt 64 mögliche Konstellationen gibt es für den Ausgang der Spiele, an denen diese sechs Teams beteiligt sind. Bis auf das Duell der Ludwigsburger in Würzburg haben die Partien für die jeweiligen Kontrahenten keine sportliche Relevanz mehr; Braunschweig und Heidelberg stehen bereits als Absteiger fest, München ist sicher Tabellenerster, für Weißenfels und Hamburg (13. bzw. 14. Platz) ist die Saison nach dem 34. Spieltag beendet.

Wie steht es um die Rostocker Postseason-Chancen? Die SEAWOLVES stehen mit einem Sieg in den Play-Ins, sofern entweder zwei der drei direkten Konkurrenten (Oldenburg, Trier, Vechta) nicht gewinnen oder Chemnitz in Braunschweig verliert. Bei einem Sechservergleich (mit Ludwigsburg) würden die SEAWOLVES letztlich auf dem 10. Platz landen, der für die Postseason qualifiziert. 

Trotz Siegs kann es allerdings auch nicht zum Weiterkommen für die SEAWOLVES reichen, wenn es zu einer dieser Tabellensituationen kommt:

  • Fünfervergleich mit VEC, OLD, CHE und TRI
  • Fünfervergleich mit VEC, OLD, CHE und LUD
  • Vierervergleich mit VEC, OLD und CHE

Bei einer Niederlage gegen Hamburg ist ein Erreichen der Play-Ins für Rostock sehr unwahrscheinlich (12%).

Fest steht in jedem Fall, dass die Wolfshöhle am Sonntag Austragungsort eines echten Endspiels sein wird. Die Arena öffnet um 15:00 Uhr, Restkarten gibt es an der Tageskasse.