
Die ROSTOCK SEAWOLVES haben das Nordduell mit 86:91 (36:43, 80:80) nach Verlängerung gegen die Veolia Towers Hamburg verloren. In einem umkämpften Spiel mit insgesamt 19 Führungswechseln verpassten die Rostocker in der regulären Spielzeit und der Overtime die Chance auf einen wichtigen Auswärtssieg im Kampf um die Play-In-Plätze. Eine Trefferquote von 34 Prozent aus dem Feld fiel den Wölfen zum Verhängnis. TJ Crockett Jr. kam auf 25 Zähler für die SEAWOLVES, Devon Daniels IV markierte 22 Punkte für die Towers.
Veolia Towers Hamburg gegen ROSTOCK SEAWOLVES 91:86 OT (43:36, 80:80)
Begleitet von über 150 SEAWOLVES-Fans fanden die Rostocker gut in die Partie und mussten sich früh dem Offensivdrang der Hamburger erwehren. Towers-Forward Zsombor Maronka setzte zu Beginn mit einem Dunk ein erstes Ausrufezeichen, die SEAWOLVES nahmen ebenfalls Fahrt auf (6:6, 3. Min) und gingen nach zwei Dreiern von TJ Crockett Jr. kurzzeitig in Führung (12:11, 5. Min). Daraufhin stockte auf beiden Seiten der Offensivmotor, da auch die Intensität in den Verteidigungsreihen zunahm. Ein weiter Dreipunktewurf von D’Shawn Schwartz bescherte den Ostseestädtern den 18:18-Ausgleich (10. Min).
Mit einem Punkt Rückstand (18:19) starteten die Wölfe ins zweite Viertel. Das Spiel blieb weiterhin offen. Nach einem Zuspiel von Elias Baggette auf Bent Leuchten wie auch einem Grundliniensprungwurf von Crockett Jr. wechselte die Führung kurzzeitig (24:23, 13. Min), doch die Hamburger konterten unmittelbar in Person von Leonard Thorpe Jr. Es ging weiterhin hin und her, die Führung wechselte mit fast jedem air jordan 13 retro black flint Ballbesitz. Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit krönte Towers-Guard Ross Williams einen 9:0-Lauf der Hausherren mit einem Dreier – die SEAWOLVES lagen in der 18. Minute mit acht Zählern zurück (32:40) und gingen sodann mit sieben Punkten Rückstand in die Pause (36:43). Zehn Ballverluste in den ersten 20 Minuten und eine Feldwurfquote von lediglich 33 Prozent trotz 15 Offensiv-Rebounds sind Gründe für das Halbzeitdefizit. Auf der Gegenseite landeten 78 Prozent der Zweipunktewürfe (14/18 FG) im Rostocker Korb.
Die zweite Halbzeit startete aus Rostocker Sicht mit zwei Ballverlusten, wenngleich die Wölfe am defensiven Ende zupackten. Ein Tip-Dunk von Owen Klassen und ein Dreier von Phillip Greene IV brachten die SEAWOLVES wieder in Schlagdistanz (41:43, 22. Min). Die Towers behaupteten weiter eine knappe Führung in einem zerfahrenen Spiel. Crockett Jr. knüpfte an seine starke erste Halbzeit (13 Punkte) an und brachte seine Farben mit drei erfolgreichen Dreiern in Folge wieder nach vorn (54:52, 29. Min).
Unentschieden (56:56) startete das Schlussviertel – und blieb über lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach zwei Korblegern von Baggette und einem Dreier von Greene IV führten die Wölfe wie aus dem Nichts mit sechs Zählern (68:62, 34. Min). Der Hamburger Coach Benka Barloschky nahm eine Auszeit, sein Team verkürzte daraufhin auf zwei Punkte (68:66, 35. Min). Eine spannende Schlussphase deutete sich an. Die Towers glichen erneut aus (70:70, 36. Min). Auf der Gegenseite trat Crockett Jr. nach einem Foul beim Dreier an die Linie – und blieb in drei Versuchen makellos (73:70, 36. Min). Nach dem Ausgleich der Hausherren besorgte Schwartz die erneute Rostocker Führung, doch Devon Daniels IV glich erneut aus (76:76, 37. Min). Es blieb ein Tanz auf der Rasierklinge; kein Team konnte sich absetzen (78:78, 38. Min). 111 Sekunden vor Schluss brachte ein Floater Daniels IV den erneuten Führungswechsel (78:80) und Coach Przemyslaw Frasunkiewicz reagierte mit einer Auszeit. Crockett Jrs Dreierversuch 90 Sekunden vor Schluss rollte aus dem Korb; nach einer Defensivaktion zog Dominic Lockhart zum Korb, wurde gefoult und versenkte 75 Sekunden vor Schluss nur einen Freiwurf (79:80). 30,4 Sekunden vor dem Ende ging er erneut an die Linie. Wieder traf der Rostocker Flügelspieler nur einen Freiwurf, diesmal zum Ausgleich (80:80). Hamburg konnte den darauffolgenden Angriff nicht innerhalb von 24 Sekunden abschließen. Der Ballbesitz wechselte zu den SEAWOLVES bei 6,3 Sekunden Restzeit. Nach einer Rostocker Auszeit vergab Crockett Jr. einen Dreier im Zurückfallen – Verlängerung.
In der Extraschicht kassierte Owen Klassen in der 42. Minute bei einem Punkt Rückstand (81:82) sein fünftes Foul. Zuvor verpassten die Rostocker mehrere Chancen auf einen erneuten Führungswechsel. Thorpe Jr. brachte die Towers an der Freiwurflinie nach vorn. Nach einem Alley-Oop-Dunk von Zacharie Perrin führten die Towers mit fünf Punkten (81:86, 43. Min). Bent Leuchten, der nach dem fünften Foul von Andy van Vliet auf der großen Position eingewechselt wurde, traf 58 Sekunden vor dem Ende zum 83:86. Im zehnten Dreierversuch in der Verlängerung traf Greene erstmals von jenseits der 6,75-Meter-Linie in der Overtime (86:88). Die Entscheidung folgte postwendend, als Kenneth Ogbe sieben Sekunden vor Schluss einen Dreier aus der Ecke zum Endstand traf.
Statistik des Spiels
29 Offensiv-Rebounds holten die SEAWOLVES, konnten daraus jedoch nur 22 Punkte generieren. Insgesamt nahmen die SEAWOLVES 49 Mal Maß von jenseits der Dreipunktelinie und trafen nur 12 Mal (25 Prozent). In Summe nahmen die Rostocker 28 Würfe mehr als die Hamburger. Aufgrund der schwachen Trefferausbeute blieb der Sieg in der Elbmetropole.
Stimmen zum Spiel
Przemyslaw Frasunkiewicz (Head Coach Rostock): „Es war ein sehr intensives und enges Spiel. Aber wir hatten in der Offensive große Probleme. Auf der anderen Seite ist es uns jedoch auch gelungen, uns 29 offensive Rebounds zu sichern. Das ist ein starkes Zeichen dafür, wie hart wir gekämpft haben. Und deswegen hatten wir am Ende der regulären Spielzeit auch die Möglichkeit auf den Sieg, haben den Wurf aber nicht getroffen. Manchmal ist es so, das müssen wir akzeptieren. Wir dürfen uns nicht zu lange daran aufhängen, müssen schnell einen Haken hinter machen und uns auf die nächste Aufgabe fokussieren.“
Benka Barloschky (Head Coach Hamburg): „Ich habe erst nach dem Spiel realisiert, was der Sieg bedeutet. Wir haben es heute über 45 Minuten extrem gut gemacht und es mal wieder geschafft, über die komplette Dauer an unsere Leistungsgrenze zu kommen. Ich bin froh, dass wir im vierten Viertel und in der Overtime, als es am meisten gezählt hat, dann auch das Rebounding unter Kontrolle bekommen haben. Es war klar, dass das Rebounding eine große Stärke der Rostocker ist. Ihnen alles wegzunehmen, das geht sicher nicht. Aber wir waren lange auch oft nicht in den Areas, um die vielen langen Rebounds nach den zahlreichen Fehlwürfen aus der Distanz einzusammeln.“
So geht’s weiter
Die SEAWOLVES sind auf Reisen. Von Hamburg aus geht es direkt weiter in den Süden der Bundesrepublik. Am Samstag (25.04.) um 18:30 Uhr treffen sie auswärts auf die MHP Riesen Ludwigsburg, zwei Tage später (Mo, 27.04., 20:00 Uhr) sind die Wölfe beim FC Bayern München im BMW Park zu Gast. Das nächste Heimspiel wird am Samstag, 2. Mai, um 18:30 Uhr gegen Science City Jena in der StadtHalle Rostock ausgetragen. Tickets gibt es online auf tickets.seawolves.de oder an den bekannten Vorverkaufsstellen.
Viertelstände (HH-HRO): 19:18, 24:18, 24:24, 11:6
Punkteverteilung:
Rostock: Baggette (4), Crockett Jr. (25), Greene IV (16), Klassen (7), Lansdowne (4), Leuchten (4), Lockhart (5), Nicholson (4), Schwartz (13), Theis (nicht eingesetzt), van Vliet (4).
Hamburg: Breunig (14), Daniels IV (22), Gamble II (2), Grey (0), Maronka (6), Müller (nicht eingesetzt), Ogbe (7), Perrin (12), Rich (2), Thorpe Jr. (15), Williams (11), Wimberg (0).