
Das letzte Spiel der Saison 2024/2025 in der 2. Regionalliga Nord stand unter einem ganz besonderen Stern. In einer Nachholpartie des 4. Spieltags kam es zum Aufeinandertreffen des Spitzenreiters SC Alstertal-Langenhorn gegen den Tabellenzweiten aus Rostock. Doch damit nicht genug: Mit einem Sieg von mehr als drei Punkten Vorsprung hätten sich die Seawolves Frauen mit dem Meistertitel und dem sportlichen Aufstiegsrecht in die 1. Regionalliga belohnen können. Das Hinspiel im Norden Hamburgs hatten die Rostockerinnen Ende Januar mit 82:85 verloren.
Auch die Bühne dieses Duells sollte dem Anlass entsprechen: Erstmals überhaupt haben die Frauen des Rostock Seawolves e.V. ein Spiel in der StadtHalle Rostock ausgetragen. Vor 650 begeisterten Zuschauern lieferten sich beide Teams einen harten Kampf, bei dem am Ende sowohl die Erfahrung der Alstertalerinnen als auch die Wurfquote und Zahl der Ballverluste den Unterschied markierten. Zur Halbzeit lagen die Gastgeberinnen mit zehn Punkten zurück (32:42), konnten sich im dritten Viertel wieder herankämpfen, mussten sich letztlich deutlich mit 58:80 geschlagen geben.
Damit schlossen die Seawolves Frauen die Saison 2024/2025 in der 2. Regionalliga Nord als Tabellenzweiter mit einer Bilanz von 17 Siegen und drei Niederlagen ab.
“Ich bin nicht enttäuscht über die Niederlage. Mir war bewusst, dass Alstertal nur dann zu schlagen ist, wenn bei uns alles optimal zusammenläuft. Das war an diesem Tag nicht der Fall, während Alstertal mit seinen erfahrenen Leistungsträgerinnen souverän bis zum Ende blieb. Bis zum dritten Viertel konnten wir dran bleiben, obwohl wir unter dem Korb gegen die körperlich überlegenen Hamburgerinnen sehr zu kämpfen hatten. Unterm Strich haben wir nicht so an unserem Teamplay festgehalten, wie es eigentlich der Plan war. Außerdem waren einige Spielerinnen aufgrund der Kulisse und der Bedeutung des Spiels so beeindruckt, dass sie ihr Potenzial nicht voll ausschöpfen konnten. Das kann passieren; viele im Team sind noch sehr jung”, resümierte Trainerin Andrea Hoferichter. “Dieses Spiel kann nicht den Blick auf eine großartige Saison trüben. Wir haben viel gelernt. Ich hoffe, wir können den Weg als Team nächste Saison fortsetzen. Ich bin überzeugt davon, dass wir die 17 Siege dann noch toppen werden. Gratulation an die Alstertalerinnen zum Meistertitel. Im Namen des Teams bedanke ich mich für die riesige Unterstützung im letzten Spiel, dieses Erlebnis wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.”
Punkteverteilung Seawolves Frauen
Brodmeier (3), C. Broschwitz (6), D. Broschwitz (5), Graßl (4), Hoeftmann (0), Koller (0), Naß (0), Orthen (7), Ruwoldt (0), Sperlich (0), Pochstein (13), Vasylenko (16).