SEAWOLVES lösen Playoff-Ticket nach Sieg in Nürnberg

Die ROSTOCK SEAWOLVES haben das erste Saisonziel erreicht: Mit einem schwer erkämpften 82:76-Auswärtssieg in Nürnberg haben sich die Wölfe für die Playoffs in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA qualifiziert. Die Partie beim Tabellenletzten war schwere Kost. Erst im Schlussviertel konnten die Norddeutschen das Spiel durch einen 13:0-Lauf drehen und den fünften Sieg in Serie einfahren. Till Gloger war Rostocks Topscorer mit 21 Punkten. Trevor Lacey kam auf 17 Zähler, acht Rebounds und sechs Assists. Drei weitere SEAWOLVES punkteten zweistellig.

Nürnberg Falcons BC gegen ROSTOCK SEAWOLVES 76:82 (38:39)

Lange Zeit standen sich in der Halle am Airport Nürnberg zwei Teams auf Augenhöhe gegenüber. Dass die Gastgeber auf dem letzten Tabellenplatz stehen, war ihnen nicht anzumerken. Seitens der Rostocker trat Head Coach Dirk Bauermann aus gesundheitlichen Gründen in den Hintergrund und überließ Co-Trainer Christian Held über weite Phasen das Coaching.

Die SEAWOLVES erwischten den besseren Start und führten in der zweiten Minute mit 6:0, doch sieben Nürnberger Zähler in Serie gestalteten die Partie wieder völlig offen. Rostock hatte Probleme in der defensiven Zuordnung; die Falcons spielten mutig und nutzten die Lücken, die ihnen die SEAWOLVES-Verteidigung bot. Nach zehn Minuten führten die Gäste von der Ostsee mit 24:21.

Im zweiten Durchgang fehlte es beiden Teams an Wurfglück. Die Rostocker erzielten fast vier Minuten lang keinen Korb. Die Hausherren konnten daraus jedoch kein Kapital schlagen. Dank Till Gloger konnten sich die Wölfe kurz vor der Pause auf sechs Punkte absetzen (37:31, 18. Min). Ein Buzzerbeater mit der Halbzeitsirene des Nürnberger Spielgestalters Tra Holder sorgte erneut für eine offene Partie (39:38).

Das dritte Viertel gehörte den Nürnberg Falcons. Sie nutzten die Schwächephase der SEAWOLVES aus, um sich etwas abzusetzen. Der ehemaliger Rostocker Martin Bogdanov traf einen Dreier und brachte seinen Ex-Club mit acht Punkten in Rückstand (50:58, 26. Min). Wenig später gerieten die Wölfe sogar noch weiter in Rückstand (53:62, 28. Min). In der 29. Minute blockte Jarelle Reischel einen Korbleger des Nürnberger Kapitäns Sebastian Schröder. Es war ein erstes Aufbäumen für eine Rostocker Aufholjagd nach einem verkorksten dritten Abschnitt. Vor dem Start in die letzten zehn Minuten lag Rostock mit 58:62 zurück.

Im Schlussviertel kamen die Rostocker nach einem Dreier von Falcons-Flügelspieler Mario Kegler mit 62:70 (34. Min) noch weiter ins Hintertreffen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die SEAWOLVES lediglich zwei von 16 Dreiern versenkt. Trevor Lacey und Jarelle Reischel versenkten dann innerhalb eines 13:0-Laufs der Rostocker gleich drei Dreier in Serie. Das Spiel war gedreht. Am Ende bewiesen Chris Carter und Reischel Nervenstärke an der Freiwurflinie und brachten den fünften Sieg in Folge ins Ziel.

Durch den 82:76-Auswärtssieg qualifizieren sich die ROSTOCK SEAWOLVES für die ProA Playoffs 2021. Mit 17 Siegen aus 23 Spielen bleiben die Wölfe zwar Tabellendritter, sind jedoch punktgleich mit Jena (1.) und Heidelberg (2.) im Kampf um die Spitzenposition.

SEAWOLVES-Coach Dirk Bauermann nach dem Spiel: „Es war ein Spiel zum Vergessen. Wir haben schlecht gespielt, aber solche Spiele sind immer schwer. Am Ende haben wir es gut gemacht; wir haben den Willen und die Qualität gezeigt, um einen Gegner zu schlagen, den wir zum Teil auch selbst stark gemacht haben.”

Am nächsten Mittwoch und Sonntag gehen die SEAWOLVES wieder im eigenen Revier auf Beutezug. Am Mittwoch empfangen sie um 19:30 Uhr im Nachholspiel die Mannschaft von Phoenix Hagen. Am Sonntag um 16:00 Uhr sind die wiha Panthers Schwenningen zu Gast. Nach aktuellem Stand finden beide Partien ohne Zuschauer statt. Die Hinrundenspiele gegen diese Teams konnten die SEAWOLVES jeweils für sich entscheiden. Beide Begegnungen werden kostenfrei im Livestream auf sportdeutschland.tv übertragen.

Viertelstände (NÜR-HRO): 21:24, 17:15, 24:19, 14:24

Ausführliche Statistik

Punkteverteilung

Rostock: Carter (10), Gloger (21), Ilzhöfer (3), Jost (nicht eingesetzt), Lacey (17), Loesing (6), Nelson (0), Reischel (10), Theis (3), Wright (2), Zakis (10).

Nürnberg: Bogdanov (10), Daubner (8), Feneberg (0), Fischer (0), Holder (23), Kegler (8), Maier (13), Pongo (6), Sanders (5), Schröder (3).