SEAWOLVES verlieren in Oldenburg

Die ROSTOCK SEAWOLVES haben trotz einer aufopferungsvollen Leistung ihr fünftes Spiel in Folge verloren. Die Wölfe unterlagen den EWE Baskets Oldenburg mit 90:99 (48:61). JeQuan Lewis sammelte 21 Zähler und verteilte elf Assists für die Rostocker, Derrick Alston Jr. kam auf 20 Zähler. Neuzugang Elias Valtonen beendete die Partie mit 14 Punkten für die SEAWOLVES, die nach neun Spieltagen auf den zwölften Tabellenplatz in der easyCredit Basketball Bundesliga gefallen sind.

EWE Baskets Oldenburg gegen ROSTOCK SEAWOLVES 99:90 (61:48)

Beide Teams starteten treffsicher in die Partie. Auf beiden Seiten fielen die Dreipunktewürfe, keine Mannschaft konnte sich im ersten Viertel absetzen. Tyler Nelson erzielte allein im ersten Durchgang neun Punkte, auch Jordan Roland versenkte teils schwere Distanzwürfe, sodass die Rostocker – unterstützt von etwa 50 mitgereisten Fans – nach zehn Minuten mit 29:31 in Rückstand lagen.

Im zweiten Abschnitt kam ein Bruch ins Rostocker Spiel. Die Oldenburger nutzten Lücken in der Verteidigung der SEAWOLVES für einfache Punkte, die hohe Trefferquote des ersten Abschnitts fiel herab, so dass sich die Hausherren vor der Pause mit bis zu 14 Zähler absetzen konnten (41:55, 18. Min).

Im dritten Viertel wuchs der Vorsprung der Oldenburg sogar bis auf 19 Punkte (51:70, 24. Min) an, so dass Coach Christian Held in einer Auszeit an den Charakter seiner Mannschaft appellierte. Die Ansage zeigte Wirkung. Defensiv lief es nun besser. Selom Mawugbe blockte einen Wurf von Owen Klassen, leitete dadurch den Schnellangriff ein, den Neuzugang Elias Valtonen per Dreier vollendete. Rostock kämpfte sich zurück in die Partie und war nach einem 14:2-Lauf wieder voll im Rennen (65:72, 27. Min).

Im Schlussviertel aber verteidigten die Oldenburger weiter ihre Führung und hielten die Gäste von der Ostsee nach einem 9:2-Lauf weiter auf Abstand. Die Rostocker hatten neunzig Sekunden vor dem Ende die Chance, durch einen Dreier von Tyler Nelson auf sechs Zähler zu verkürzen, doch der Wurf verfehlte sein Ziel. Am Ende mussten die Wölfe die fünfte Niederlage in Serie hinnehmen.

Punkteverteilung

Viertelstände (OLD-HRO): 31:29, 30:19, 16:21, 22:21

Rostock: Alston Jr. (20), Carter (0), De Oliveira (nicht eingesetzt), Gloger (4), Ilzhöfer (0), Lewis (21), Mawugbe (5), Nawrocki (0), Nelson (12), Roland (14), Theis (0), Valtonen (14).

Oldenburg: DiLeo (8), Drechsel (18), Holyfield (13), Hundt (4), Klassen (12), Leissner (8), Lomazs (13), Ogbe (2), Pjanic (7), Russell (14).

Stimmen zum Spiel

Christian Held (Head Coach Rostock): “Glückwunsch an Pedro und seine Mannschaft. Sie waren extrem gut vorbereitet und haben uns in der ersten Halbzeit sehr wehgetan – besonders im Pick and Roll. Im dritten Viertel haben wir dann ein Mittel dagegen gefunden, um es besser zu kontrollieren. Leider haben wir das im letzten Viertel nicht mehr durchgezogen. Eine Top-Mannschaft wie Oldenburg sieht das sofort und nutzt es direkt aus. Gerade dann ist es sehr schwierig, hier zu gewinnen – besonders, wenn man 61 Punkte in der ersten Halbzeit zulässt, was zu viel ist. Wir lagen mit 19 Punkten hinten, was es für eine Mannschaft wie uns gegen eine Top-Mannschaft wie Oldenburg fast unmöglich macht, wieder ins Spiel zurückzufinden. Wir waren allerdings immer am Kämpfen, haben uns zurück gekämpft und nicht aufgegeben. Alles in allem aber ein verdienter Sieg für Oldenburg.“

Pedro Calles (Head Coach Oldenburg): „Ich möchte meinen Spielern gratulieren. Wir haben gegen ein talentiertes Offensiv-Team gespielt und wir wussten, dass sie immer dazu in der Lage sind, zurückzukommen und uns in kurzer Zeit zu gefährden – egal, wie der Spielverlauf ist. Als wir mit 19 Punkten geführt haben, hätten wir das Spiel anders spielen müssen und das haben wir nicht richtig verstanden. Dennoch haben wir einen Weg gefunden, das Spiel schlussendlich zu gewinnen. Ich möchte Christian Held alles Gute für seine zukünftige BBL-Karriere wünschen. Es ist sehr wichtig, dass sich junge deutsche Coaches in der BBL etablieren. Besonders da er aus Oldenburg kommt und sich auch hier entwickelt hat, wünsche ich ihm nur das Beste.“  

Das nächste Spiel

Am nächsten Sonntag, 18.12., um 20:30 Uhr empfangen die ROSTOCK SEAWOLVES die Veolia Towers Hamburg zum Nordderby in der StadtHalle Rostock. Die Partie wird präsentiert von AIDA Cruises. Über 3.700 Tickets sind bereits verkauft. Karten gibt es online auf tickets.seawolves.de oder im Seawolves Fanshop (Lange Str. 35).