Playoffs: SEAWOLVES verlieren in Leverkusen

Im dritten Playoff-Spiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mussten die ROSTOCK SEAWOLVES die zweite Niederlage verschmerzen. Bei den Bayer Giants Leverkusen unterlagen die Norddeutschen mit 77:85 (37:47). Im dritten Viertel drehten sie das Spiel, doch in der Schlussphase waren es die heimstarken Rheinländer, die den Sieg davontrugen. Trevor Lacey (23 Pkt) und Chris Carter (16) punkteten als einzige Rostocker zweistellig. Grant Dressler verbuchte für die Giants 20 Zähler, Dennis Heinzmann kam auf 18 Punkte und 13 Rebounds und der ehemaliger Rostocker Haris Hujic beendete die Partie mit elf Punkten und 13 Assists.

Bayer Giants Leverkusen gegen ROSTOCK SEAWOLVES 85:77 (47:37)

Die SEAWOLVES starteten konzentriert in die Partie. Nach einem Pick-and-Roll fand Brad Loesing den zum Korb schneidenden Keith Wright, der per Dunk die ersten Zähler des Abends erzielte. Nach zwei Dreiern von Sid-Marlon Theis und Chris Carter führten die Wölfe mit 8:2 (4. Min). Auch defensiv arbeiteten die Rostocker als Kollektiv zusammen, sammelten Rebounds ein und hinderten die Bayer Giants daran, nicht in ihre Spielsysteme zu finden. Zur Mitte des ersten Abschnitts hatten die Hausherren mehr Zugriff auf die Partie und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Leverkusener beendeten das Viertel mit sieben Punkten in Folge und lagen nach zehn Minuten mit vier Zählern vorn (20:24).

Loesing brachte die Rostocker mit einem Dreier erneut in Führung (25:24, 12. Min), doch der zweite Durchgang gehörte den Giants. Neben dem US-Duo Grant Dressler und JJ Mann, das bis zur Halbzeit den Wölfen mit 23 Punkten wehtat, zeigte sich auch der frühere Rostocker Haris Hujic in Spiellaune mit sieben Korbvorlagen bis zur Pause. Rostock geriet zweistellig in Rückstand (30:40, 17. Min), ehe Trevor Lacey wieder Punkte für die SEAWOLVES erzielte. Zur Halbzeit lagen die Ostseestädter dennoch deutlich zurück (37:47).

Mit neuem Fokus und engagierter Abwehrleistung kämpften sich die SEAWOLVES im dritten Viertel zurück. Vor allem Chris Carter und Lacey übernahmen Verantwortung. Nach zwei Freiwürfen von Jarelle Reischel gingen die Rostocker erstmals seit dem ersten Viertel wieder in Führung (54:53, 27. Min). Bis zur 34. Minute war es ein Duell auf Augenhöhe, ehe Leverkusen zur Schlussoffensive ansetzte: Zweimal war es der 2,16 Meter große Gigant Dennis Heinzmann, der per Alley-Oop-Dunk punktete (66:72, 36. Min). Die Rostocker versuchten in der verbleibenden Zeit alles, um den Rückstand zu verkürzen. Doch weder ein krachender Dunk von Chris Carter, der Heinzmann das fünfte Foul anhängte, noch Fouls am Leverkusener Wyatt Lohaus brachten die Wende. Lohaus erzielte in den letzten 81 Sekunden sieben Punkte, fünf davon von der Freiwurflinie, und ließ dadurch den Rostocker Traum vom Auswärtssieg und zweiten Playoff-Erfolg platzen.

SEAWOLVES-Coach Dirk Bauermann nach dem Spiel: „Die Jungs haben sich deutlich gesteigert und es wirklich gut gemacht. Natürlich hätten wir uns einen Sieg sehr gewünscht, aber Leverkusen ist schwer zu spielen. Wir waren ganz nah dran und durchaus in der Lage, die zwei Punkte aus Leverkusen mitzunehmen. Wir lagen in der zweiten Halbzeit auch immer wieder in Führung. Das dritte Viertel haben wir dominiert. Es war eines der besten, wenn nicht sogar das beste Viertel in diesem Jahr. Am Ende hatte Leverkusen einfach das glücklichere Händchen. Für uns ist noch nichts verloren. Jetzt müssen wir die nächsten drei Spiele gewinnen. Wir denken, dass es dann auf einen Dreiervergleich mit Leverkusen und Jena hinausläuft. Nun werden wir zwei Tage regenerieren. Dann wollen wir den Leverkusenern zeigen, wer zurecht Erster und wer zurecht Fünfter in der Hauptrunde war.“

Bereits am nächsten Montag (26.4.) treffen die ROSTOCK SEAWOLVES erneut auf Leverkusen. Um 19:30 Uhr ist Spielbeginn in der StadtHalle Rostock. Die Partie wird präsentiert vom Premiumsponsor ScanHaus Marlow. Die Live-Übertragung auf sportdeutschland.tv beginnt um 19:00 Uhr.

Viertelstände (LEV-HRO): 24:20, 23:17, 10:24, 28:16

Ausführliche Statistik

Punkteverteilung

Rostock: Buchholz (nicht eingesetzt), Carter (16), Gloger (2), Jost (2), Lacey (23), Loesing (7), Nelson (0), Reischel (9), Theis (4), Wright (6), Yakhchali (8), Zakis (0).

Leverkusen: Bacak (8), Blass (0), Dressler (20), Eberhardt (7), Edigin Jr. (2), Fankhauser (nicht eingesetzt), Heinzmann (18), Hujic (11), Kahl (2), Kuczmann (nicht eingesetzt), Lohaus (7), Mann (10).


Playoff-Stand nach dem 3. Spieltagen

Bayer Giants Leverkusen gegen ROSTOCK SEAWOLVES 85:77
Science City Jena gegen Artland Dragons 84:81

Tabelle

  1. Leverkusen (3 Siege, 0 Niederlagen, 6 Punkte)
  2. Jena (2-1, 4)
  3. Rostock (1-2, 2)
  4. Quakenbrück (0-3, 0)