SEAWOLVES reisen zum Spitzenspiel nach Heidelberg

Am Valentinstag werden auf dem Basketballparkett keine Geschenke verteilt. Die ROSTOCK SEAWOLVES sind am Sonntag, 14. Februar, um 17:00 Uhr bei den MLP Academics Heidelberg zu Gast. Bereits das Hinspiel war an Spannung kaum zu überbieten: In einer dramatischen Schlussphase setzten sich die Rostocker Anfang Dezember mit 91:88 durch.

Die Begegnung zwischen dem Tabellenführer aus Rostock (Bilanz: 12 Siege, 5 Niederlagen) und dem Dritten der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA (10 / 4) ist das Topduell des 21. Spieltags. Beide Teams gehen mit dem Selbstvertrauen, das letzte Ligaspiel gewonnen zu haben, in die Partie. Die SEAWOLVES konnten sich am vergangenen Sonntag mit 92:82 gegen Kirchheim durchsetzen. Heidelberg überzeugte – vor allem offensiv – beim 115:100-Auswärtssieg in Tübingen. Bei den Academics punkteten sechs Spieler zweistellig.

Besondere Aufmerksamkeit richtet SEAWOLVES-Coach Dirk Bauermann auf den Heidelberger Topscorer Jordan Geist. „Heidelberg ist eine sehr offensiv starke Mannschaft. Mit Geist verfügen sie über den gefährlichsten Offensivspieler der Liga. Ihn müssen wir kontrollieren“, sagt der Cheftrainer und fügt hinzu: „Heidelberg versucht, sehr schnell zu spielen. Insofern ist für uns wichtig, das Tempo des Spiels und den Rhythmus der Heidelberger zu kontrollieren und sie zum Verteidigen zu zwingen.“

Neben Geist strahlen auch die anderen US-Amerikaner im Team – Shy Ely, Sa’eed Nelson, Shaun Willet und Evan McGaughey – Korbgefahr auf; jeder Spieler in diesem Quintett punktet im Schnitt zweistellig für die Neckarstädter. Zu Vergleich: Auf Rostocker Seite sammeln im Schnitt sieben Akteure zehn oder mehr Punkte pro Spiel.

Coach Bauermann setzt vor allem auf Konzentration über die gesamte Spielzeit: „Kontinuität macht gute Mannschaften aus. Somit ist gegen Heidelberg eine hohe Beständigkeit in der Leistung über 40 Minuten gefragt. Das ist eine mentale Sache, die wir kontrollieren und im Griff haben müssen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das hinbekommen.“ Zugleich betont er: „Die Jungs machen einen hervorragenden Eindruck. Tyler Nelson integriert sich immer besser und findet langsam seinen Rhythmus. Und Chris Carter ist sehr nahe an seiner alten Leistungsfähigkeit.“

Dennoch fahren die Rostocker am Sonnabend personell geschwächt nach Heidelberg. Behnam Yakhchali steht aufgrund seiner Knöchelverletzung nicht zur Verfügung, auch Ronalds Zakis ist nicht dabei. Ob Jarelle Reischel einsatzfähig ist, entscheidet sich kurzfristig.

Fans dürfen sich trotzdem auf eine intensive Partie mit vielen Punkten freuen, denn mit Rostock und Heidelberg treffen die besten Offensiv-Teams der Liga aufeinander. Im Offensiv-Rating liegen die Rostocker auf dem 1. Platz; sie erzielen durchschnittlich 122,9 Punkte auf 100 Ballbesitzen. Heidelberg ist Zweiter in dieser Statistik mit 119,7 Punkten auf 100 Ballbesitzen.

Die Partie wird am Sonntag ab 16:45 Uhr live und kostenfrei auf sportdeutschland.tv übertragen.