Nickel und Schmundt feiern ihr ProA-Debüt

Es war die Geschichte im ersten Spiel des neuen Jahres: Die beiden Nachwuchstalente und gebürtigen Rostocker Toni Nickel und Svante Schmundt betraten zum ersten Mal ein ProA-Parkett.

In der Schlussphase des souveränen 93:68-Siegs der ROSTOCK SEAWOLVES über die PS Karlsruhe LIONS schickte Coach Dirk Bauermann beim Stand von 81:54 (36. Min) zunächst Nickel aufs Feld, 109 Sekunden vor dem Ende durfte nach einer Auszeit auch Schmundt erstmals ProA-Luft schnuppern.

„Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn die Leistungsträger draußen sitzen, die Jungs anfeuern und sich mit ihnen freuen. Toni und Svante haben es gut gemacht“, lobte Bauermann die beiden Rostocker Eigengewächse. Seit knapp zehn Jahren sind sie im Verein aktiv, haben es von der Grundschulliga über die Leistungsteams des EBC Rostock e.V. (U16- bzw. U19-Bundesliga) bis in den Profikader geschafft – und durften nun erstmals als Profi auflaufen.

„Ich habe mich sehr gefreut, dass ich heute zum Einsatz kommen durfte. Ein bisschen aufgeregt war ich schon“, freute sich Nickel, der an Weihnachten seinen 19. Geburtstag feierte. Bei seiner Zweitligapremiere belohnte er sich an der Freiwurflinie mit zwei Punkten.

Svante Schmundt meinte nach dem Spiel: „Ich hätte wirklich erwartet, dass ich noch viel aufgeregter bin und mein Herz stehen bleibt, wenn der Coach meinen Namen zur Einwechslung ruft. Aber so ist es gar nicht gewesen. Sobald man aufs Feld geht, ist es ein ganz normales Spiel.“ Mit guter Pressverteidigung und einem +/- Wert von +5 (während seiner Einsatzzeit hat Rostock fünf Punkte mehr als der Gegner erzielt) beendete Schmundt die Partie.

Svante Schmundt kurz vor seiner ersten Einwechslung als Profi. (Foto: Sylvia Funk)

Als Schmundt darauf angesprochen wird, warum er einen offenen Wurf aus der Ecke nicht genommen hat, sagte er lässig: „Man ist etwas angespannt. Noch fehlt der Blick dafür, aber ich hoffe, dass der Pass zu Mitch (Jost) nicht unbedingt die falsche Entscheidung war.“

Es ist schade, dass angesichts der aktuellen Lage keine Zuschauer in der Halle sein durften, um die Premieren der beiden Rostocker Basketball zu bejubeln. „Ein Neujahrsspiel vor 3.000 Zuschauern wäre natürlich genial gewesen“, meinte Schmundt. Die Begegnung wurde per Livestream ins Internet übertragen. Vor den Geräten haben sich viele SEAWOLVES-Fans vermutlich genauso gefreut, dass die Jugendspieler zum Einsatz gekommen sind. Zusammen mit Filip Skobalj (8 Punkte, 3 Rebounds in knapp 15 Minuten), Rekonvaleszent Stefan Ilzhöfer und Kapitän Michael Jost beendeten die Wölfe den sechsten Heimsieg in Serie.

Toni Nickel und Svante Schmundt haben ihr Ziel erreicht, als Profi für ihr Heimteam ROSTOCK SEAWOLVES aufzulaufen, und sich ihren Platz in den Geschichtsbüchern des Vereins gesichert.