Eisbären zu Gast in der Wolfshöhle

Die ROSTOCK SEAWOLVES empfangen am Sonntag, den 31. Januar 2021, um 16:00 Uhr die Eisbären Bremerhaven zum Spitzenspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA in der StadtHalle Rostock. Die Partie wird live ab 15:35 Uhr auf sportdeutschland.tv übertragen.

Der Tabellenführer aus Rostock sinnt nach der 69:78-Niederlage bei den Seestädtern zum Saisonauftakt auf Revanche und will sein Revier zum achten Mal in Serie verteidigen. Am 17. Oktober 2020 erzielten die SEAWOLVES nur 26 Punkte nach dem Seitenwechsel und trafen im gesamten Spiel lediglich 16 Prozent (4/25) ihrer Dreipunktewürfe. Mittlerweile zählen die Wölfe mit über 41 Prozent Trefferquote zu den besten Teams der Liga von jenseits der 6,75-Meter-Linie.

Bremerhaven steht als Sechster der Tabelle vor der Herausforderung, das neunte Auswärtsspiel in Folge zu bestreiten. Grund dafür ist der Umbau der Heimstätte zum Impfzentrum. Seit Oktober sind die Eisbären auf Deutschland-Tour und haben in dieser Zeit vier von acht Begegnungen in fremder Halle für sich entscheiden können. Dabei verlor das Team von Coach Michael Mai drei der letzten vier Partien; gegen Karlsruhe (88:89), Hagen (91:93) und Tübingen (93:104).

Personell hat sich, wie auch bei den SEAWOLVES, seit dem ersten Aufeinandertreffen beider Teams ein wenig getan. Die Rostocker verpflichteten im Saisonverlauf Jarelle Reischel, Keith Wright und Tyler Nelson nach; Bremerhaven verstärkte sich mit dem BBL-erfahrenen Flügelspieler Armani Moore, für ihn musste Noah Allen gehen. Zuletzt wechselte auch der deutsche Bigman Marcel Keßen innerhalb der Liga nach Hagen.

„Bremerhaven ist eine der Topmannschaften in der ProA“, bescheinigt SEAWOLVES-Coach Dirk Bauermann. „Mit Armani Moore haben sie sich auf der Forward-Position verstärkt. Zwar haben sie Marcel Keßen nach Hagen abgegeben, aber insgesamt sind sie sicher noch mal stärker geworden. Sie haben mit Trey Davis einen extrem korbgefährlichen Aufbauspieler, den wir kontrollieren müssen.“ Im Hinspiel schenkte Davis den Wölfen 19 Zähler ein. Damals punkteten vier weitere Bremerhavener (Joshua Braun, Max Ugrai, Leon Friederici und Marvin Heckel) ebenfalls zweistellig. Das unterstreicht die Tiefe und Unberechenbarkeit des Eisbären-Kaders. Laut Statistik kommen insgesamt sieben Bremerhavener auf mindestens neun Punkte pro Spiel.

„Wir treffen auf eine hochtalentierte Truppe, gegen die wir über 40 Minuten auf hohem Niveau verteidigen und offensiv den Ball laufen lassen, kluge Entscheidungen treffen und selbstlos spielen müssen“, erklärt Bauermann. „Ziel ist es, nicht nur zu gewinnen, sondern auch mit mehr als neun Punkten zu gewinnen, um den direkten Vergleich zu haben.“

Nach den vielen Verletzungen der vergangenen Wochen können sich die SEAWOLVES-Fans am Sonntag auf eine Rückkehr freuen: Chris Carter ist seit Dienstag wieder komplett im Mannschaftstraining, auch Rain Veideman ist beschwerdefrei. Behnam Yakhchali, der sich im Auswärtsspiel in Kirchheim am Fuß verletzte und gegen Tübingen aussetzen musste, trainiert seit Dienstag wieder mit dem Ball. „Unser Physio Tom Fischer und Athletiktrainer Janis Kalnins leisten einen hervorragenden Job mit der Reha“, betont Bauermann und ergänzt: „Wahrscheinlich entscheidet es sich erst beim Wurftraining am Sonntag, ob Behnam spielen kann.“ Jarelle Reischel fällt verletzungsbedingt (wie auch Ronalds Zakis) aus. Der nachverpflichtete US-Flügelspieler Tyler Nelson könnte hingegen sein Debüt für die SEAWOLVES feiern.

Die Partie wird live ab 15:35 Uhr auf sportdeutschland.tv übertragen.