SEAWOLVES starten mit Rekordsieg in die Playoffs

Die ROSTOCK SEAWOLVES sind erfolgreich in die Playoffs der 2. Basketball-Bundesliga ProB gestartet. 3.364 Zuschauer in der StadtHalle Rostock feierten einen 93:68-Heimsieg am OSPA-Spieltag über die EN BASKETS Schwelm. Damit gehen die SEAWOLVES in der „Best-of-Three“-Achtelfinalserie mit 1-0 in Führung. Nach einer offenen ersten Halbzeit steigerten sich die Wölfe nach dem Seitenwechsel in Angriff und Verteidigung und gewannen mit dem größten Vorsprung in ihrer Playoff-Geschichte. Fünf Spieler der Gastgeber punkteten zweistellig, darunter Topscorer Brandon Lockhart (20). Auf Seiten der Schwelmer sammelte der Litauer Andrius Mikutis 28 Punkte, darunter waren sechs erfolgreiche Dreipunktewürfe.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen EN BASKETS Schwelm 93:68 (40:38)

In der ersten Halbzeit war es ein über weite Strecken intensiv geführtes Spiel auf Augenhöhe. Zwar konnten sich die Hausherren zur Mitte des ersten Durchgang bereits zweistellig absetzen (14:4, 5. Min), doch die Gäste aus Nordrhein-Westfalen zeigten sich treffsicher aus der Distanz und gestalteten das Spiel binnen kürzester Zeit wieder offen. Nach dem ersten Durchgang führten die Wölfe mit 22:19. Kurz vor der Halbzeit holten sich die Schwelmer nach einem 8:0-Lauf die kurzzeitige 37:38-Führung, ehe der stark aufspielende Rostocker Brandon Lockhart mit einem sogenannten And1-Spiel – Korb plus Foul und erfolgreicher Freiwurf – den 40:38-Pausenstand herstellte. Nach 20 Minuten hatten die beiden wurfstarken Schwelmer Andrius Mukitus und Thomas Reuter zusammen 24 Punkten auf ihrem Konto. Bei den SEAWOLVES lag nur Lockhart mit 13 Zählern im zweistelligen Punktebereich.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Wölfe das Tempo in der Offensive und packten in der Verteidigung ordentlich zu. Mit 29:16 ging dieser Abschnitt an die hungrigen Hausherren, die mit schnellem Spiel einfache Punkte herausspielten und nun auch wesentlich besser im Rebound arbeiteten, um den Ball zu kontrollieren. Ballkontrolle war ohnehin der Schlüssel im Spiel, denn nie zuvor in der 2. Basketball-Bundesliga ProB leisteten sich die Wölfe nur vier Ballverluste in einer Partie.

Im Schlussviertel bauten die SEAWOLVES ihren Vorsprung auf bis zu 25 Zähler aus, wenngleich das Ergebnis letztlich deutlicher ausfiel, als das Spiel tatsächlich war. Schwelm blieb immer brandgefährlich von außen und dadurch in Schlagdistanz. Im Schlussviertel markierten Lockhart, Jordan Talbert, Bill Borekambi, Chris Frazier und Co. mit ihren Offensiv- und Defensivqualitäten den Unterschied, um den höchsten Playoff-Sieg der SEAWOLVES-Geschichte herauszuspielen.

SEAWOLVES-Coach Ralf Rehberger nach dem Spiel: „Wir sind froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Letztlich war es ein deutlicher Sieg, den man aber nicht überbewerten sollte. Es war über die gesamte Spielzeit eine enge Partie; es waren maximal meist um die zehn Punkte Unterschied. Schwelm war immer gefährlich mit den Dreierwürfen, hat uns beim Offensiv-Rebound wehgetan und blieb so immer im Spiel. Letztlich haben wir uns defensiv in der zweiten Halbzeit gesteigert, haben ein paar Sachen besser gemacht und das Spiel auch souverän nach Hause gebracht.“

Das zweite Achtelfinalspiel der „Best-of-Three“-Serie wird am Samstag, den 17. März um 19:30 Uhr in Schwelm ausgetragen. Sollte die Serie danach 1-1 stehen, fällt die Entscheidung am Montag, den 19. März um 19:30 Uhr in der StadtHalle Rostock.

Viertelstände (HRO-SCH): 22:19, 18:19, 29:16, 24:14


Ausführliche Statistik

Punkteverteilung

Rostock: Borekambi (16), Butorac (6), Cardenas (12), Diestelhorst (0), Frazier (16), Kamdem (0), Lockhart (20), Lopez (nicht eingesetzt), Talbert (12), Teucher (9), Thompson (0), Vogt (2).

Schwelm: Boyce (2), Bredt (0), Cuic (8), Jean-Louis (4), Krieger (0), Meyer-Tonndorf (3), Mikutis (28), Perl (7), Reuter (14), Schröter (2).