ROSTOCK SEAWOLVES BASKETBALL

Offensivfeuerwerk zündet zu spät

Trotz 39 Punkten im Schlussviertel reicht es für die ROSTOCK SEAWOLVES nicht zum Sieg gegen Phoenix Hagen. Die Rostocker müssen sich mit 97:98 (35:50) geschlagen geben und die vierte Heimniederlage in Folge hinnehmen. Vor 2.750 Zuschauern in der StadtHalle Rostock kontrollierten die Gäste aus Hagen das Spiel über drei Viertel und führten phasenweise mit 22 Punkten. Yannick Anzuluni erzielte 23 seiner 29 Zähler nach dem Seitenwechsel für die Rostocker, die nach einem Drittel der Saison auf dem sechsten Tabellenplatz der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA stehen.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen Phoenix Hagen 97:98 (35:50)

Die Wölfe verpassten den Start und lagen früh mit 0:7 (3. Min) zurück. Die Gäste aus Hagen zeigten sich gegen die dezimierten SEAWOLVES, die ohne Dennis Teucher (Knieverletzung) und Darian Cardenas (Knöchelverletzung) antraten, hellwach und treffsicher. Im ersten Durchgang netzten die Hagener 58 Prozent ihrer Würfe ein, Rostock verwandelte lediglich jeden dritten Wurf. Zum Viertelende lagen die Hausherren bereits zweistellig (14:27) zurück. 

Im zweiten Viertel konnten die Wölfe nach Treffern von Tom Alte, Martin Bogdanov und Michael Jost den Rückstand zunächst auf sechs Zähler verkürzen (23:29, 12. Min), ließen dann aber in der Defensive erneut die Zügel schleifen. Phoenix-Forward Dominik Spohr traf nach Belieben und kam bis zur Pause auf 17 Punkte. Mit 15 Punkten Unterschied (35:50) gingen beide Teams in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel erzielte Yannick Anzuluni acht Punkte in Folge, doch der Abstand gegen die clever spielenden Hagener wurde nicht weniger. Im Gegenteil: In der 26. Minute waren es 22 Punkte Differenz (50:72). Beim Stand von 58:75 starteten beide Teams ins Schlussviertel – und die Wölfe erwachten urplötzlich aus ihrer Lethargie. Auf einmal fielen die Dreipunktewürfe, die Halle kam zurück ins Spiel. Sollte sich das Blatt doch noch wenden? Nach einem Dreipunktespiel von Tom Alte zum 85:88 (36. Min) war noch ausreichend Zeit auf der Uhr, um die Aufholjagd erfolgreich fortzusetzen und die Führung zu erobern. Doch Hagen setzte geschickt Nadelstiche durch Jonas Grof und Kris Fullwood-Davis, um das Momentum der SEAWOLVES zu brechen. Die Gäste setzten sich daraufhin mit einem Minilauf entscheidend ab (85:94, 39. Min) und bescherten den SEAWOLVES eine schmerzhafte, weil vermeidbare Heimniederlage. Zwar konnten die Wölfe in den Schlusssekunden nach einem weiteren Anzuluni-Dreier noch auf einen Punkt verkürzen, doch Hagen passte den Ball schnell innerhalb der eigenen Reihen und die Uhr lief ab.

Neben Anzulunis 29 Punkten lieferte Bogdanov ein Double-Double (17 Punkte, 12 Assists) ab. Drei weitere SEAWOLVES-Spieler punkteten zweistellig. Bei Phoenix Hagen kam Dominik Spohr auf 25 Zähler, Alex Herrera beendete seinen Arbeitstag mit 20 Punkte und acht Rebounds, Jonas Grof kam auf 17 Zähler und zehn Korbvorlagen.

SEAWOLVES-Coach Milan Škobalj nach dem Spiel: „Es reicht nicht, nur ein Viertel gut zu spielen. Wir lagen mit 20 Punkten zurück und haben uns zurückgekämpft. Dem Ergebnis nach zu urteilen, war es ein knappes Spiel, doch das war es nicht. Ich bin unzufrieden mit unserer Verteidigungsleistung. Es gibt mal schlechte Tage im Angriff, aber defensiv muss das Niveau immer hoch sein. In den ersten drei Vierteln waren wir defensiv nicht gut, deshalb haben wir das Spiel verloren.“

Am kommenden Samstag reisen die SEAWOLVES nach Quakenbrück. Dann kommt es zum Duell der Aufsteiger gegen die Artland Dragons. Am 2. Dezember steht dann das nächste Heimspiel auf dem Programm. Zu Gast sind die PS Karlsruhe Lions. Spielbeginn ist um 16:00 Uhr in der StadtHalle Rostock. Karten gibt es auf tickets.seawolves.de oder an den bekannten Vorverkaufsstellen. Alle Satower sind dann herausgefordert bei der OSPA-Städtewette.

Viertelstände (HRO-HAG): 16:29, 19:21, 23:25, 39:23

Ausführliche Statistik

Punkteverteilung

Rostock: Alte (12), Anzuluni (29), Bogdanov (17), Brackmann (nicht eingesetzt), Buchholz (nicht eingesetzt), Clay (5), Frazier (2), Harris (8), Hicks (11), Jost (11), Škobalj (nicht eingesetzt), Talbert (2).

Hagen: Aminu (7), Baumann (2), Fullwood-Davis (12), Dunbar (7), Grof (17), Günther (3), Herrera (20), Hollersbacher (0), Lodders (5), Spohr (25).