ROSTOCK SEAWOLVES BASKETBALL

SEAWOLVES unterliegen abgezockten Chemnitzern

Die ROSTOCK SEAWOLVES haben das Ostderby gegen die NINERS Chemnitz mit 76:87 (29:38) vor 3.159 Zuschauern in der StadtHalle Rostock verloren. In einem spannenden Schlagabtausch konnten die Rostocker einen 14-Punkte-Rückstand im Schlussviertel ausgleichen, mussten sich dann aber der Erfahrung der Sachsen und deren Treffsicherheit geschlagen geben. Terrell Harris erzielte 20 Punkte für die Rostocker, bei den Gästen kam Malte Ziegenhagen auf 26 Zähler. Die SEAWOLVES belegen nach dieser Niederlage den siebten Tabellenplatz in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen NINERS Chemnitz 76:87 (29:38)

Es dauerte drei Minuten, bis die SEAWOLVES im Ostderby ankamen. Bis dahin hatten die Gäste aus Chemnitz sechs Punkte vorgelegt. Oliver Clay leitete mit einem Korbleger einen 10:0-Lauf ein, Terrell Harris steuerte sechs Punkte bei und Tony Hicks traf einen Korbleger – nach fünf Minuten führten die Wölfe mit 10:6. Die Halle kochte – auch dank der etwa 80 mitgereisten Chemnitzer Fans – und den Zuschauern wurde temporeicher und attraktiver Basketball geboten. Auch defensiv waren die Wölfe hellwach. So blockte Yannick Anzuluni einen Wurf, Tom Alte wenig später einen zweiten, ehe der Matchwinner aus Kirchheim einen spektakulären Alley-Oop nach Anspiel von Martin Bogdanov zum 18:15 (9. Min) vollendete. Nach zehn Minuten führten die SEAWOLVES mit 20:18.

Chemnitz startete mit einem 15:2-Lauf in den zweiten Abschnitt. Rostock musste sich nach zweistelligem Rückstand (22:33, 15. Min) in einer Auszeit neu sortieren. Fast viereinhalb Minuten lang gelang den SEAWOLVES kein Korberfolg. Harris beendete die Durststrecke mit einem Sprungwurf aus der Mitteldistanz. Anzuluni ließ es einen Angriff später krachen und einen Dreier folgen – die Halle war urplötzlich zurück (29:35, 19. Min). Mit neun Punkten Rückstand gingen beide Teams in die Kabine.

Im dritten Viertel zogen die Sachsen auf 14 Punkte davon (36:50, 26. Min), ehe die Wölfe wieder ins Rollen kamen. Durch einen 14:2-Endspurt im dritten Viertel, bei dem Bogdanov zehn Zähler auflegte, hatten sie wieder Witterung aufgenommen (50:52). Im Schlussabschnitt dauerte es 90 Sekunden, ehe die SEAWOLVES dank Harris zum Ausgleich kamen (54:54). Alles war offen in diesem spannenden Ostduell.

Chemnitz legte nun mit zwei erfolgreichen Dreipunktewürfen vor und behauptete 6:25 Minuten vor Schluss eine knappe Führung (56:62). Prompt folgte eine Rostocker Auszeit, um den Spielfluss der Chemnitzer zu brechen. Doch die NINERS blieben heiß. Malte Ziegenhagen hielt den Abstand bei sechs Zählern. Dann betrat Michael Jost die Bühne und erzielte acht Rostocker Punkte in Folge (66:69, 35. Min). 3:52 Minuten verwandelte Ziegenhagen ein seltenes Vier-Punkte-Spiel – er wurde beim Dreier gefoult, traf und netzte den Bonusfreiwurf ein. Kavin Gilder-Tilbury war drei Minuten vor Schluss offen und verwandelte erneut aus der Distanz. Rostock hatte Probleme im Angriff, während Chemnitz entscheidend davonzog. 2:38 Minuten vor Schluss betrug der Rückstand elf Zähler (68:79). Nach Treffern von Bogdanov und Anzuluni leuchtete ein 73:81 auf der Anzeigetafel – noch waren 70 Sekunden zu spielen. Doch der Rückstand war zu groß geworden, um das Spiel noch zu drehen. So bleiben die NINERS Chemnitzer in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA weiterhin ungeschlagen, während die SEAWOLVES die dritte Niederlage im vierten Heimspiel verschmerzen mussten.

SEAWOLVES-Coach Milan Škobalj nach dem Spiel: „Glückwunsch an Chemnitz zu diesem Sieg. Im zweiten Viertel haben wir unsere offenen Würfe nicht getroffen. Man muss solche Würfe gegen ein solch erfahrenes Team wie Chemnitz treffen. Dennoch waren im Schlussviertel wieder dran, ehe Malte (Ziegenhagen) drei sehr schwere Würfe traf und letztlich den Unterschied ausmachte.“

Als nächstes treten die ROSTOCK SEAWOLVES zwei Mal auswärts an (4.11. beim FC Schalke 04, 9.11. in Hanau).  Danach folgen zwei Heimspiele in der StadtHalle Rostock. Am 11. November um 16:00 Uhr sind die Falcons Nürnberg zu Gast, am 18. November um 16:00 Uhr empfangen die Wölfe Phoenix Hagen. Karten gibt es auf tickets.seawolves.de oder an den bekannten Vorverkaufsstellen.

Viertelstände (HRO-CHE): 20:18, 9:20, 21:14, 26:35

Ausführliche Statistik

Punkteverteilung

Rostock: Alte (6), Anzuluni (16), Bogdanov (15), Cardenas (0), Clay (4), Frazier (nicht eingesetzt), Harris (20), Hicks (5), Jost (8), Škobalj (nicht eingesetzt), Talbert (2), Teucher (nicht eingesetzt).

Chemnitz: Elliott (6), Gilder-Tilbury (16), Hoppe (nicht eingesetzt), Lodders (13), Matthews (5), Richter (6), Scott (2), Vest (11), Voigtmann (2), Ziegenhagen (26).