ROSTOCK SEAWOLVES BASKETBALL

Saisonauftakt: Niederlage im Basketball-Krimi gegen Trier

Die ROSTOCK SEAWOLVES zeigten bei ihrem Debüt in der BARMER Basketball Bundesliga ProA gegen die RÖMERSTROM Gladiators Trier eine kämpferische Leistung vor 3.311 Zuschauern in der StadtHalle Rostock. Am Ende reichte es nicht für einen Auftakterfolg; die Wölfe unterlagen den Moselstädtern mit 79:85. Nach der feierlichen Saisoneröffnung durch die Liga legten beide Teams am OSPA-Spieltag einen unterhaltsamen Basketballkrimi, der landesweit auf Sport1 live übertragen wurde, aufs Parkett. Letztlich markierten die Dreipunktewürfe der Trierer in der Schlussphase den Unterschied. Tony Hicks kam für die Wölfe auf 22 Punkte und acht Assists, Michael Jost erzielte 19 Zähler und neun Rebounds. Bei den Gästen sammelte Kevin Smit 22 Punkte, darunter fünf erfolgreiche Dreipunktewürfe. Johannes Joos hatte am Ende 21 Punkte und 14 Rebounds auf seinem Konto.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen RÖMERSTROM Gladiators Trier 79:85 (33:37)

Die SEAWOLVES starteten mit Verletzungssorgen in die Partie. Nach dem Ausfall von Oliver Clay konnte auch Center Tom Alte nicht mitwirken, eine Oberschenkelverletzung zwang ihn zum Aussetzen. So schickte Coach Milan Škobalj mit Tony Hicks, Terrell Harris, Yannick Anzuluni, Michael Jost und Dennis Teucher die erste Startformation der neuen Saison aufs Spielfeld. 

Es dauerte lediglich vier Sekunden, ehe Jost per Korbleger die ersten Punkte der ROSTOCK SEAWOLVES in der ProA erzielte. Postwendend zeigten die Gäste die Messlatte der neuen Liga. Ein 8:0-Lauf brachte das Team von Coach Christian Held in Front bis zum Ende des ersten Abschnitts. Die Wölfe konnten dank ihrer tiefen Bank den Rhytmus der Trierer brechen und zum 13:13 (9. Min) ausgleichen. Vor allem Hicks war im ersten Viertel ein entscheidender Faktor für die Hausherren; der US-Guard schenkte den Trierern acht Punkte ein.

Mit dem Start ins zweite Viertel und einem weiteren 9:0-Zwischenspurt der Gäste liefen die SEAWOLVES über weite Strecken der Partie einem geringen Rückstand hinterher. Nach einem Dreier von Jost zum 20:22 (13. Min) klinkte sich auf das Publikum wieder lautstarker ein und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, wenngleich die Trierer sich treffsicherer zeigten und sich zweistellig (26:36, 19. Min) absetzten. Hicks und Martin Bogdanov sorgten daraufhin mit sieben Punkte für den 33:37-Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel enteilten die Trierer erneut zweistellig. Erst in der Schlussphase war der Jagdinstinkt der Wölfe vollends geweckt und sie kämpften sich zurück in die Partie. Bogdanov und Jost sorgten mit zwei erfolgreichen Dreiern für das 60:62 (34. Min) und Jubel auf den Rängen. Im Schlussviertel lief der Offensivmotor bei beiden Teams wie geschmiert – zusammen sammelten beide Mannschaften 62 Zähler (30:32)! Zwar gaben die Trierer weiterhin leicht den Ton an, doch die SEAWOLVES auch nicht auf. Als Yannick Anzuluni zwei Minuten vor Schluss mit einem Dreier zum 74:75 verkürzte, sprangen die Zuschauer von ihren Sitzen. Sollte es doch noch mit dem Sieg klappen? Die Gladiatoren zeigten sich davon unbeeindruckt und sorgten dank Dreiern von Simon Schmitz und Lucien Schmikale für die Entscheidung.

SEAWOLVES-Coach Milan Škobalj nach dem Spiel: „Gratulation an Trier und Coach Christian. Das Eröffnungsspiel für die Basketballsaison in Deutschland war sehr gut, vor allem für die Fans und das Fernsehen. Wir liefen die meiste Zeit einem Rückstand hinterher und versuchten, den Anschluss zu halten. In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme, Johannes Joos zu stoppen. In der zweiten Hälfte lief es etwas besser. Als das Spiel am Ende offen war, haben die Trierer Dreipunktewürfe den Unterschied gemacht. Wir haben ein paar Korbleger und Freiwürfe nicht getroffen. Das war letztlich ausschlaggebend. Für die ROSTOCK SEAWOLVES war es das erste Spiel auf diesem Niveau, das erste in der ProA. Wir müssen daraus lernen, wie man das Spiel am Ende liest und wie man gewinnt, wenn ein Ballbesitz entscheidend ist. “

Bereits am Sonntag, 30. September, um 16:00 Uhr tragen die ROSTOCK SEAWOLVES ihr zweites Heimspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA aus. Dann werden die Baunach Young Pikes, das Nachwuchs-Team von Brose Bamberg, zu Gast in der StadtHalle Rostock sein. Karten sind erhältlich online auf tickets.seawolves.de oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Viertelstände (HRO-TRI): 17:13, 16:24, 14:18, 32:30

Ausführliche Statistik

Airtango: Das gesamte Spiel im ReLive | Pressekonferenz

Punkteverteilung

Rostock: Anzuluni (7), Bogdanov (11), Brackmann (nicht eingesetzt), Buchholz (nicht eingesetzt), Cardenas (9), Frazier (0), Harris (8), Hicks (22), Jost (19), Škobalj (nicht eingesetzt), Talbert (3), Teucher (0).

Trier: Boumann (2), Bucknor (9), Buntic (0), Dietz (3), Dranginis (0), Hennen (4), Ilzhöfer (2), Joos (21), Schmikale (12), Schmitz (10), Smit (22).