ROSTOCK SEAWOLVES BASKETBALL

Bittere Niederlage in Oldenburg im Playoff-Kampf

Luka Buntic Oldenburg

Die ROSTOCK SEAWOLVES mussten im Kampf um die Playoffs eine 70:80-Niederlage bei der Baskets Akademie Weser-Ems / Oldenburger TB verschmerzen. Nach drei umkämpften Vierteln schenkten die Hausherren den Wölfen 15 Punkte in Folge ein und setzten sich entscheidend ab. Aufgrund des Siegs des Konkurrenten Rist Wedel gegen Iserlohn bleiben den SEAWOLVES im letzten Saisonspiel in Recklinghausen nur mit einem Sieg Chancen auf das Erreichen der Playoffs. Dazu muss entweder Itzehoe gegen Wedel gewinnen oder Wolfenbüttel in Bernau verlieren.

Baskets Akademie Weser-Ems / Oldenburger TB gegen ROSTOCK SEAWOLVES 80:70 (39:32)

Die Gastgeber aus Oldenburg gingen mit der Motivation ins Spiel, sich das Heimrecht in der ersten Runde der Playoffs zu sichern. Die SEAWOLVES waren zum Siegen gezwungen, da Konkurrent Wedel durch einen 81:73-Sieg gegen Iserlohn in der Tabelle mit den Wölfen gleichzog.

Nachdem Luka Buntić, der in der Sasion 2014/2015 für die Oldenburger auf Korbjagd ging, bei der Vorstellung mit Applaus von den rund 300 Zuschauern begrüßt wurde, schickte Coach Ralf Rehberger zu Spielbeginn Jarvis Davis, Tim Vogt, Franz Winkler, Ivo Slavchev und Daniel Lopez aufs Parkett.

Die ersten Minuten waren ausgeglichen (6:6, 4. Min), vor allem in der Defensive beschäftigte Slavchev die Innenspieler des Gegners. In der Offensive erzielte Lopez sechs Punkte in ersten Durchgang, doch die Oldenburger standen bei den Rebounds besser und erarbeiteten sich zahlreiche zweite Wurfchancen. Besonders Lucien Schmikale tat den Rostockern in der ersten Halbzeit weh. Der 19-jährige Guard erzielte insgesamt 16 Punkte in der ersten Hälfte, darunter drei Dreier, und sammelte sechs Rebounds. Die Rostocker wechselten häufig die Verteidigung, konnten jedoch den Rückstand dank der Oldenburger Nadelstiche von außen (6 von 13 erfolgreiche Dreier in der ersten Hälfte) nicht verringern. Zur Pause stand es 32:39 aus Sicht der SEAWOLVES.

Mit einem 9:2-Lauf innerhalb von nur 91 Sekunden starteten die Wölfe ins dritte Viertel. Nachdem Winkler einen Dreier zum 41:41-Ausgleich traf, hatten die etwa 20 mitgereisten Rostocker Fans die akustische Hohheit in der Sporthalle am Haarenufer. Nach einer Oldenburger Auszeit war der Zwischenspurt der Wölfe gestoppt. Die BAWE-Spieler Zwiener und Schmikale hielten die Wölfe auf Abstand. Doch die Gäste von der Ostsee blieben hungrig und krallten sich sogar kurzzeitig die Führung nach einem Buntić-Dreier (56:54, 28. Min.).

Im letzten Viertel schenkten sich beide Teams keinen Millimeter. Nach einem Korbleger von Tobias Lange gingen die SEAWOLVES mit 61:58 (33. Min) in Führung. Schmikale antwortete wenige Angriffe später mit einem Dreier zum erneuten Führungswechsel inmitten eines 11:0-Laufs der Hausherren. Coach Rehberger nahm beim Stand von 61:69 (36. Min) aus SEAWOLVES-Sicht eine Auszeit. Der Lauf der Gastgeber setzte sich darauf jedoch fort und die SEAWOLVES konnten bis Spielende den Rückstand nicht weiter verkürzen. 

Die SEAWOLVES sind trotz dieser Niederlage weiter im Playoff-Rennen. Allerdings hilft nun nur ein Sieg gegen Recklinghausen sowie entweder ein Sieg gegen Itzehoe oder eine Niederlage Wolfenbüttels in Bernau, um noch unter die ersten Acht zu kommen.

SEAWOLVES-Coach Ralf Rehberger sagte nach dem Spiel: „Wir haben zu Beginn defensiv viel richtig gemacht, dann aber nicht ausgeblockt und nicht gereboundet. Oldenburg bekam immer wieder zweite Chancen und hat dadurch Selbstvertrauen getankt. Dann fielen auch die schweren Dreier. In der entscheidenden Phase haben wir nicht als Team gespielt und zu wechselhaft agiert.“

Das letzte Spiel der Hauptrunde 2016/2017 bestreiten die ROSTOCK SEAWOLVES am kommenden Samstag (4. März) um 19:30 Uhr beim Tabellenletzten Citybasket Recklinghausen.

Viertelstände (OLD-HRO): 20:14, 19:17, 19:24, 22:14

Ausführliche Statistik

Punkteverteilung der ROSTOCK SEAWOLVES

Buntić (12), Davis (8), Lange (2), Lopez (10), Markert (4), Owczarek (0), Rivers (0), Shuler (18), Slavchev (6), Vogt (4), Winkler (6).