SEAWOLVES geben Spiel gegen Chemnitz aus der Hand

In einem intensiven Duell haben die ROSTOCK SEAWOLVES am Sonntag einen Dämpfer im Kampf um die direkten Playoff-Plätze hinnehmen müssen. Vor 4.313 Zuschauern unterlagen die Wölfe den NINERS Chemnitz mit 73:78 (37:33). Nach 13 Unentschieden und sechs Führungswechsel hatten die Gäste aus Sachsen am Ende die besseren Nerven. Drei Ballverluste in der Schlussminute kosteten den Rostockern den Sieg und damit den Anschluss an die Top6 in der Tabelle. Die SEAWOLVES stehen aktuell auf dem achten Rang. TJ Crockett Jr (19) und D’Shawn Schwartz (20) waren die Rostocker Topscorer. Bei den NINERS kam Corey Davis auf 23 Zähler.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen NINERS Chemnitz 73:78 (37:33)

Die SEAWOLVES gingen hellwach ins Spiel, zeigten sich bissig in der Verteidigung, erzwangen Ballverluste und gaben direkt den Ton vor. D’Shawn Schwartz traf im ersten Durchgang drei Dreier und verhalf den Rostockern zu einer 20:14-Führung nach zehn Minuten.

Chemnitz verringerte den Rückstand im zweiten Viertel (22:21, 13. Min), da die Treffsicherheit der SEAWOLVES aus den Anfangsminuten nachließ. Auch nach einer Rostocker Auszeit konnten die Wölfe den Offensivdrang der Chemnitzer, bei denen Corey Davis bis dato 13 Zähler markiert hatte, nicht bremsen. Das Spiel glich kurzzeitig einem offenen Schlagabtausch (27:27, 16. Min), ehe die Wölfe wieder das Kommando übernahmen: Van Vliet streute einen Dreier ein, in der Abwehr rührten die Rostocker unterm Korb Beton an und ließen die NINERS nicht zum Zug kommen – die Führung wuchs wieder auf acht Zähler an, nachdem Schwartz den nächsten Dreier versenkte (35:27, 19. Min). Zur Halbzeit trennten beide Teams vier Punkte (37:33).

Nach dem Seitenwechsel plätscherte das Spiel zunächst dahin, ehe der Rostocker Angriff wieder etwas flüssiger lief. Van Vliets nächster Dreier sorgte für die 48:41-Führung (25. Min) der Wölfe. Die NINERS ließen sich dennoch nicht abschütteln und setzten immer wieder Nadelstiche wie beispielsweise einen Dreier von Eric Washington zum Ausgleich (53:53, 30. Min).

Mit einem knappen 55:52-Vorsprung für die SEAWOLVES ging es ins Schlussviertel. Die Gastgeber legten weiterhin vor, Chemnitz blieb dran (63:62, 35. Min). Es schien, als hätten beide Teams das Hinspiel (92:97-Niederlage für Rostock) im Hinterkopf, um den direkten Vergleich für sich zu entscheiden. Eine spannende Schlussphase bahnte sich an, kein Team wollte verlieren (67:67, 37. Min). Zwei Minuten vor dem Ende kassierte Owen Klassen sein fünftes Foul. Van Vliet brachte die Halle und die Führung mit einem weiteren Dreier zurück (70:68, 39. Min), doch die NINERS glichen direkt im nächsten Angriff aus. Eine Minute vor Schluss stand es 70:70. John Newman III schloss nach einem Rostocker Ballverlust den Fastbreak per Korbleger ab (70:72, 40. Min). Nach einer Rostocker Auszeit endete der darauffolgende Angriff der Wölfe mit einem erneuten Ballverlust von Elias Baggette, den der NINERS-Forward Yordan Minchev mit einem weiteren Layup bestrafte (70:74, 40. Min). Die SEAWOLVES waren besiegt, ein letzter Dreier van Vliets reichte nicht aus, um das Spiel noch zugunsten der Rostocker zu drehen.

Statistik des Spiels

Rostock kann in eigener Halle nicht gegen Chemnitz gewinnen. Auch im sechsten Anlauf klappte es nicht mit einem Heimsieg der SEAWOLVES. Gründe für die Niederlage sind zehn verpasste Freiwürfe; nur sechs von 16 Versuchen fanden ihr Ziel (Chemnitz: 14/21 FT) oder 26 verworfene Dreier (13/39 3FG; Chemnitz: 6/20 3FG) oder 13 Ballverluste (Chemnitz: 8 TO).

Stimmen zum Spiel

Przemyslaw Frasunkiewicz (Head Coach Rostock): „Wir haben ein sehr solides Spiel gezeigt, haben gute Abschlüsse gefunden und gut getroffen. Die 27 Treffer aus dem Feld, die durch 25 Assists entstanden sind, zeigen, dass wir den Ball gut geteilt haben. Um am Ende ein Team wie Chemnitz zu besiegen, muss man die entscheidenden Würfe treffen. Wir hatten offene Würfe, Korbleger und Freiwürfe. Wenn man Korbleger verlegt und unter 50 Prozent seiner Freiwürfe verwandelt, ist es sehr schwer zu gewinnen. Auf der Gegenseite haben die Chemnitzer schwere Würfe getroffen. Das war heute der Unterschied.“

Rodrigo Pastore (Head Coach Chemnitz): „In diesem Spiel gab es viele Parallelen zu unserem Spiel im Eurocup gegen Ljubljana. In beiden Fällen haben wir uns über die Verteidigung die Chance air jordan 11 cherry holiday 2022 zum Sieg erarbeitet. Rostock hatte heute eine bessere Wurfquote als Cedevita [Ljubljana]. Sie haben viele Würfe genommen. Wir haben es gut verteidigt trotz der physischen Präsenz von Owen Klassen. Der Schlüssel zum Spiel neben der defensiven Intensität, um den Rhythmus der Rostocker zu brechen, war es, wie wir mit dem Ball umgegangen sind. Wir hatten nur acht Ballverluste und haben heute viel über unsere Guards Washington, Davis und Newman gespielt. Am Ende hat es Newman gut gelöst. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft.“

So geht’s weiter

Am Freitag treten die SEAWOLVES um 20:00 Uhr in Berlin. Am 29. April reisen sie nach Frankfurt zu den SKYLINERS. Das nächste Heimspiel steigt am Mittwoch, 1, April, gegen die Basketball Löwen Braunschweig. Tickets gibt es online auf tickets.seawolves.de oder an den bekannten Vorverkaufsstellen.

Statistiken zum Spiel

Viertelstände (HRO-CHE): 20:14, 17:19, 18:19, 18:26

Punkteverteilung:

Rostock: Baggette (3), Crockett Jr. (19), Klassen (6), Kolenda (3), Leuchten (0), Lockhart (2), Nicholson (6), Page (2), Schwartz (20), Theis (nicht eingesetzt), van Vliet (12), Zilinskas (nicht eingesetzt).

Chemnitz: Bedime (2), Davis (23), Kellig (nicht eingesetzt), Minchev (6), Newman III. (15), Schakel (2), Sibande (), Sow (7), Uguak (0), Washington (18), Yebo (5).