SEAWOLVES zeigen Moral in München

Nach einem aufopferungsvollen Kampf mussten sich ersatzgeschwächte ROSTOCK SEAWOLVES beim FC Bayern München mit 86:64 (27:44) geschlagen geben. Es war die fünfte Niederlage in Folge. Nach einem zwischenzeitlichen 18-Punkte-Rückstand kämpften sich die SEAWOLVES im dritten Viertel bis auf fünf Zähler heran. Am Ende zeigten die Münchner, dass sie zu den besten Teams Europas gehören. Lukasz Kolenda kam auf 17 Zähler für Rostock, bei den Münchnern punkteten vier Spieler zweistellig.

FC Bayern München Basketball gegen ROSTOCK SEAWOLVES 86:64 (44:27)

Die ROSTOCK SEAWOLVES gingen in die Partie gegen den Deutschen Meister ohne drei Stammspieler: DeAndre Lansdowne pausierte aufgrund einer leichten Knöchelverletzung; Andy van Vliet fällt mit einem Jochbeinbruch, den er sich im Spiel gegen Ludwigsburg zuzog, bis Saisonende aus; auch Owen Klassen fehlte – der Kanadier erwartet die Geburt seines zweiten Kindes. Dadurch rückten die Doppellizenzspieler Jonas Zilinskas, Jalen Page und Luis Wulff in die Rotation.

Coach Frasunkiewicz schickte wegen dieser Veränderungen Bent Leuchten, Lukasz Kolenda, Kassim Nicholson, D’Shawn Schwartz und TJ Crockett Jr. zu Beginn aufs Parkett. Nach sechs schnellen Bayern-Punkten verkürzte Kolenda per Dreier aus der Ecke (3:6, 2. Min). Die Rostocker Verteidigung griff in den Anfangsminuten und erschwerte den Gastgebern die Würfe. Zu Beginn der sechsten Spielminute verkürzte Kapitän Sid-Marlon Theis auf 7:10. Nach einer Rostocker Auszeit bauten Nike , Nike Ispa Air Max 720 Metallic Silver Black Tan Men 8-13 , CHEAP SOPHIACLUBENTREPRISES JORDAN OUTLET die Bayern ihren Vorsprung durch einen 6:0-Lauf aus (7:16, 7. Min). Die Wölfe antworteten mit einem Schwartz-Dunk und einem Korbleger von Bent Leuchten, wenngleich sich die Hausherren davon nicht beeindrucken ließen. Nationalspieler Johannes Voigtmann traf per Dreier (13:20, 9. Min). Die SEAWOLVES rotierten viel, so dass auch Jalen Page einen Korberfolg in einem munteren Schlagabtausch verbuchte. Nach zehn Minuten lagen die Rostocker – nach einem erneuten Voigtmann-Dreier – vor 4.065 Zuschauern im BMW Park mit 16:25 zurück.

Schwartz und Nicholson verpassten zu Beginn zu verkürzen, auf der Gegenseite sorgten Dunks der Bayern-Spieler Niels Giffey und Oscar da Silva nach schnellem Umschaltspiel für den ersten zweistelligen Rostocker Rückstand des Abends (16:29, 12. Min). Die SEAWOLVES hatten gegen die körperlich überlegenen Münchner ihre Probleme. Symptomatisch ging Dominic Lockhart nach einer Offensivaktion von Oscar da Silva zu Boden, musste behandelt werden und kehrte nicht mehr zurück. Der Rückstand wuchs bis zur Pause auf 17 Zähler an, auch weil sich die offensive Durststrecke der letzten Spiele fortsetzte: Die Rostocker konnten lediglich 31 Prozent ihrer Feldwürfe verwandeln.

Nach Wiederbeginn brachte ein 9:2-Lauf, initiiert durch einen Distanztreffer Kolendas, die Wölfe zurück ins Spiel. TJ Crockett Jr. vollendete ein Vierpunktespiel zum 36:46 (24. Min). Die Rostocker blieben aggressiv und erschwerten den Gastgebern ihre Würfe. Auch im Rebound arbeiteten sie konzentrierter als in der ersten Halbzeit. Ein Grundlinientreffer von Crockett Jr. drückte den Rostocker Rückstand zwischenzeitlich zurück in den einstelligen Bereich (43:52, 26. Min). Die Wölfe nutzten das Momentum, Crockett Jr. ließ zwei weitere Dreier folgen – Rostock lag in der 28. Minute nur noch mit fünf Zählern (51:56) zurück. Allerdings kassierte der US-Amerikaner kurz darauf sein viertes Foul und musste das Ende des dritten Viertels von der Bank aus zuschauen. Der Glaube, den großen FC Bayern zu ärgern, wuchs von Minute zu Minute. Nach einem verpassten Dreier von Theis, versenkte Andreas Obst einen Dreier auf der Gegenseite (52:61, 29. Min). Der SEAWOLVES-Kapitän traf aus der Distanz zum 55:61-Pausenstand nach drei Vierteln. Nationalspieler Obst war mit elf Zählern im dritten Durchgang der auffälligste Akteur der Münchner.

Bayern-Guard Xavier Rathan-Mayes kam zu Beginn des letzten Durchgangs zu seinen ersten Zählern; zwei Dreier sorgten dafür, dass Rostock wieder zweistellig zurücklag (57:67, 32. Min). Die Trefferquote der Wölfe sank in den Folgeminuten, während die Münchner auf 14 Zähler davonzogen. Kolenda traf aus der Distanz zum 60:71 (36. Min) und zwang Bayern-Coach Svetislav Pesic zu einer Auszeit. Näher sollten die Rostocker in den letzten Minuten nicht mehr herankommen. In der Schlussphase spielten die Münchner ihre Klasse aus, die SEAWOLVES hingegen bewiesen Moral trotz der fünften Niederlage in Folge.

Statistik des Spiels

In der ersten Halbzeit erzielten die SEAWOLVES lediglich 27 Punkte. Im dritten Viertel hingegen gelangen den Wölfen 28 Zähler.

Stimmen zum Spiel

Przemyslaw Frasunkiewicz (Head Coach Rostock): „Erstmal Glückwunsch zum Sieg an die Bayern. Für uns war es sehr schwer in der ersten Halbzeit mit der Münchner Physis zurecht zu kommen. Das haben wir, trotz unseres jungen Kaders, sehr sehr gut gemacht. Wir haben uns dem Spiel der Bayern besser angepasst und offensiv wie defensiv unseren Gameplan besser umgesetzt, deswegen war es – trotz der 20-Punkte-Niederlage am Ende – ein gutes Spiel mit dem richtigen Schritt nach vorne.“

Svetislav Pesic (Head Coach München): „Es war ein typisches Bundesligaspiel. Dieses Mal war unsere erste Halbzeit die bessere, aber wir brauchen mehr Kontinuität. Denn langsam kommen die entscheidenden Spiele der regulären Saison und in den Playoffs. Das Schlechteste im Spitzensport ist, wenn man selbstzufrieden ist mit dem bereits Erreichten.“

So geht’s weiter

Am Samstag, 2. Mai, um 18:30 Uhr empfangen die ROSTOCK SEAWOLVES den Aufsteiger Science City Jena in der StadtHalle Rostock. Hauptsponsor KARLS präsentiert diesen Spieltag. Tickets gibt es online auf tickets.seawolves.de oder an den bekannten Vorverkaufsstellen.

Statistiken zum Spiel

Viertelstände (MUC-HRO): 16:25, 19:11, 17:28, 25:9

Punkteverteilung:

Rostock: Baggette (4), Crockett Jr. (14), Greene IV (3), Kolenda (17), Leuchten (7), Lockhart (0), Nicholson (2), Page (3), Schwartz (6), Theis (8), Wulff (0), Zilinskas (0).

München: Gabriel (0), Giffey (4), Hollatz (6), Jessup (15), Kratzer (nicht eingesetzt), Lucic air jordan 6 toro (4), McCormack (8), Mike (2), Obst (15), Rathan-Mayes (13), da Silva (6), Voigtmann (13).