
Nur 48 Stunden nach der Galavorstellung der ROSTOCK SEAWOLVES gegen die Veolia Towers Hamburg im letzten Spiel der Hauptrunde 2025/2026 in der easyCredit Basketball Bundesliga (BBL) geht es für die Ostseestädter weiter. Der 103:71-Heimerfolg war sowohl der höchste BBL-Sieg der Vereinsgeschichte als auch das Ticket für die Saisonverlängerung: Es geht, wie schon in der vorherigen Saison, in die Play-Ins für die SEAWOLVES. Mussten sie letzte Saison als Zehnter nach Oldenburg reisen und trotz 45 Punkten von Bryce Hamilton eine Niederlage hinnehmen, so sind die Vorzeichen in diesem Spieljahr andere: Erstmals tragen die Rostocker ein Play-In-Spiel in eigener Halle aus.
Über 3.000 Fans werden am Dienstagabend um 18:30 Uhr in der Wolfshöhle erwartet. DYN überträgt live auf 18:15 Uhr.
Nach drei Siegen in Folge sind die SEAWOLVES das heißeste Teams, das in dieser Woche in die Play-Ins startet. Während RASTA Vechta (7. der Tabelle) die VET-CONCEPT Gladiators Trier (8.) empfängt, müssen die Ludwigsburger nach ihrer dritten Pflichtspielniederlage in Folge in Rostock antreten.
Die Barockstädter unterlagen jüngst den Basketball Löwen Braunschweig (97:98), dem FC Bayern München (78:86) und am 34. Spieltag den Fitness First Würzburg Baskets (58:75). Die 58 Zähler bedeuteten für die Ludwigsburger die zweitwenigsten Punkte in einem Spiel in dieser Saison (Tiefwert: 47 Punkte am 29.12.2025 in Berlin). Im Spiel gegen Würzburg traf das Team von Coach Mikko Riipinen lediglich 27,4 Prozent aus dem Feld, in drei von vier Vierteln erzielten sie nicht mehr als 15 Zähler.
Das Tal der schwachen Trefferquoten hatten die SEAWOLVES vor ihrer aktuellen Siegesserie durchschritten. In dieser Phase waren sie auch in die Ludwigsburg zu Gast. Am 25. April trafen die Wölfe lediglich 31 Prozent aus dem Feld bei der deutlichen 61:75-Niederlage in der Heimat der RIESEN. Anders hingegen war das Hinspiel in Rostock Mitte Dezember. Damals kämpften beide Teams bis in die Verlängerung, die die Rostocker dank „Mr. Crunchtime“ TJ-Crockett (28 Punkte) mit 96:89 für sich entscheiden konnten. Ob der SEAWOLVES-Topscorer (16,7 PpS) am Dienstag mitwirken kann, ist offen. Zuletzt verpasste er zwei Spiele aufgrund muskulärer Probleme im Oberschenkel.
Am Dienstag sind die Karten neu gemischt. Die Hauptrunde 2025/26 ist passé, die Postseason startet. Das Trend-Barometer spricht angesichts der letzten Spiele für die SEAWOLVES, doch in K.O.-Spielen kann bekanntlich alles passieren. Vor allem müssen die Rostocker die Wirkungskreise der gefährlichen Ludwigsburger Guards Stefan Smith, Traveon Buchanan und des ehemaligen SEAWOLVES-Spielers Terrell Harris (2018/19) eindämmen; sie legen zusammen 40,9 Punkte pro Spiel auf – fast 50 Prozent aller RIESEN-Punkte (82,4).
„Wir sind sehr glücklich, dass wir in die Play-Ins gekommen sind. Die Mannschaft hat eine unglaubliche Leistung im Endspurt hingelegt und verdient das Ticket gezogen, um weiterhin um die Playoffs zu kämpfen. Der erste Schritt dafür ist das Heimspiel gegen Ludwigsburg. Wir hatten zwei intensive Spiele in der Saison gegen die RIESEN. Sie spielen unglaublich physisch und sind geprägt durch ihre sehr dominanten Guards und ihren sehr guten Werfer Elijah Hughes. Für uns geht es darum, innerhalb von 48 Stunden die Intensität zu finden. Es gibt nicht viel Zeit zur Erholung und zur Vorbereitung. Daher sind wir umso glücklicher, dass wir dieses Spiel zu Hause vor unserem unfassbaren Publikum spielen werden. Wir setzen auf die großartige Unterstützung unserer Fans, damit wir den nächsten Schritt gehen können“, sagt Przemyslaw Frasunkiewicz.
Tickets für das erste Heimspiel der Rostocker Postseason-Geschichte gibt es online auf tickets.seawolves.de und an den bekannten Vorverkaufsstellen. Die Halle und die Abendkasse öffnen um 17:00 Uhr.
