SEAWOLVES verlieren Playoff-Fight in Jena

Die ROSTOCK SEAWOLVES haben zum ersten Mal in den Playoffs 2022 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ein Spiel verloren. Im 2. Spiel der Halbfinalserie gegen Medipolis SC Jena unterlagen die Wölfe auswärts mit 87:97 (46:49). Damit konnten die Thüringer die “Best-of-Five”-Serie zum 1-1 ausgleichen. Gabriel de Oliveira (17 Punkte), Jordan Roland (15) und Nijal Pearson (12) punkteten zweistellig für Rostock. Bei Jena kam das Duo Jonathan Kazadi und Alex Herrera zusammen auf 40 Punkte und neun Rebounds.

Medipolis SC Jena gegen ROSTOCK SEAWOLVES 97:87 (49:46)

Die 2.023 Zuschauer in der SparkassenArena Jena – darunter mehr als 80 mitgereiste SEAWOLVES-Fans – sahen von Beginn an einen packenden Playoff-Fight. Jordan Roland erzielte die ersten acht Zähler für Rostock. Jena zeigte sich im Vergleich zur Niederlage zum Halbfinalauftakt wesentlich wacher und konzentrierter. Zur Mitte des ersten Abschnitt erspielten sich die Gastgeber ein kleines Polster, das bis zum Viertelende nach einem Dreier von Moritz Plescher auf acht Zähler (21:29, 10. Min) anwuchs.

Auch im zweiten Abschnitt schenkten sich beide Teams nichts. Die Wölfe bissen sich ins Spiel und gestalteten die umkämpfte Partie wieder offen. Während auf Rostocker Seite der Deutsch-Brasilianer Gabriel de Oliveira bis zur Halbzeit zehn Punkte erzielte, war der X-Faktor auf Jenaer Seite der Schweizer Nationalspieler Jonathan Kazadi (14 Pkt bis zur Pause).

Zur Halbzeit behaupteten die Saalestädter eine Drei-Punkte-Führung (46:49), die jedoch nach Wiederbeginn wechselte: Ein 7:0-Lauf der SEAWOLVES drehte kurzzeitig das Blatt zugunsten der Rostocker. Nachdem sich allerdings De Oliveira bei einem Dunk verstopfte, schwappte das Momentum wieder zurück zu Jena. Die Thüringer hielten dem Rostocker Druck stand und brachten Rostock bis zum Viertelende mit acht Zählern ins Hintertreffen (60:68, 29. Min).

Auch im Schlussviertel behielten die Hausherren die Nerven – trotz einer schwachen Freiwurfquote im gesamten Spiel (15/28). Allerdings halfen den Jenaern ihre Gier in Brettnähe. Insgesamt elf Offensiv-Rebounds ermöglichten den Thüringern zweite Wurfchancen. Dunks von Stephan Haukohl und Alex Herrera brachten die Halle ins Spiel und die SEAWOLVES-Fans kurzzeitig zum Schweigen. Jena war im Flow und drückte dem Spiel seinen Stempel auf. Rostock konnte zumeist über Freiwürfe verkürzen (80:84, 37. Min). Am Ende klammerte sich Medipolis SC Jena ans Momentum. Routinier Brandon Thomas traf 2:11 Minuten vor dem Ende einen Dreier zum 80:91 aus Rostocker Sicht, der letztlich die Entscheidung brachte und für Jena den 1-1-Serienausgleich bedeutete.

Head Coach Christian Held nach dem Spiel: “Wir sind nicht Himmelhoch jauchzend nach einem Sieg und auch nicht zu Tode betrübt bei einer Niederlage. Wir müssen das Spiel jetzt analysieren. Mit Sicherheit waren die Offensiv-Rebounds ein Faktor. Jena hat aus meiner Sicht viele gute Schlüsse aus dem ersten Spiel gezogen. Wir haben erwartet, dass sie extrem physisch rauskommen werden und konnten dem heute in der Form, wie wir es uns vorgestellt haben, in der ersten Halbzeit wenig entgegensetzen. Am Ende wird es schwer, wenn man einem Rückstand hinterher rennt. Das hat Jena clever gemacht und am Ende verdient gewonnen. Für uns hat sich nichts geändert. Wir müssen schauen, dass wir das nächste Spiel gewinnen. Der Support unserer Fans war heute mega. Wir hoffen, dass es in Spiel 3 am Dienstag genauso sein wird.“

Am Dienstag (10.5.) um 19:30 Uhr treffen beide Teams in Rostock in Spiel 3 aufeinander. Die Partie wird vom Premiumsponsor ScanHaus Marlow präsentiert. 2.500 Tickets sind bereits verkauft. Karten sind online erhältlich auf tickets.seawolves.de oder am Spieltag an der Abendkasse der StadtHalle Rostock ab 18:00 Uhr.

Viertelstände (JEN-HRO): 29:23, 20:23, 19:17, 29:24

Ausführliche Statistik

Punkteverteilung

Rostock: Carter (5), de Oliveira (17), Gloger (7), Jost (5), Loesing (9), Montgomery Jr. (2), Nelson (6), Pearson (12), Roland (15), Schmundt (nicht eingesetzt), Theis (9).

Jena: Alberton (0), Bank (0), Brauner (9), Chapman (3), Haukohl (10), Herrera (21), Kazadi (19), Plescher (3), Radojicic (11), Simmons (4), Thomas (13), Wolf (4).