ROSTOCK SEAWOLVES BASKETBALL

SEAWOLVES gewinnen hochklassiges erstes Finale

Die ROSTOCK SEAWOLVES haben das erste Finalspiel gegen die ScanPlus Baskets Elchingen mit 94:93 (43:49) gewonnen. Vor der Rekordkulisse von 4.550 Zuschauern in der StadtHalle Rostock kontrollierten die Gäste aus Bayern das Spiel vor der Halbzeit. Nach der Pause drehten die Hausherren die Partie, zogen zweistellig davon und verteidigten die Führung bis zum Ende, um den hauchdünnen Sieg davonzutragen. Darian Cardenas war mit 21 Punkten Topscorer der Wölfe, denen am kommenden Samstag in Elchingen ein Unentschieden reicht, um die ProB-Meisterschaft 2018 zu sichern, da die Summe der erzielten Punkte aus beiden Finalspielen über den Titelgewinn entscheidet.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen ScanPlus Baskets Elchingen 94:93 (43:49)

Beide Teams lieferten von der ersten Minute an Basketball auf hohem Niveau vor einer beeindruckenden Kulisse in der StadtHalle Rostock. Nie zuvor haben 4.550 Zuschauer ein Basketball-Event in Rostock besucht. Die Gastgeber setzten sich mit 4:0 (2. Min) ab, ehe Elchingen zu den ersten Punkten kam. Nach dem 11:6 (4. Min) für die Wölfe fanden die Gäste aus Bayern besser ins Spiel und konnten nach einem Dunk von Brian Butler erstmals in Führung gehen (13:15, 8. Min). Coach Ralf Rehberger wechselte viel; so kamen bereits im ersten Abschnitt Daniel Lopez und Zaire Thompson zu Einsatzzeit und trugen sich in die Punkteliste ein. Mit einem spektakulären Buzzerbeater von der Mittellinie vom Elchinger Guard Stefan Fekete endete das erste Viertel.

Das hohe Tempo aus den Anfangsminuten konnten die SEAWOLVES im zweiten Durchgang nicht beibehalten. Auf der Gegenseite traten nun die Elchinger aufs Gaspedal. Der 38-jährige Kapitän Marin Petric steuerte acht Punkte bei und half seinem Team, sich auf bis zu neun Zähler (30:39, 15. Min) abzusetzen. Erstmals überhaupt ließ es darauf Noah Kamdem in der StadtHalle krachen; der 19-jährige Athlet wuchtete einen Fehlwurf von Chris Frazier mit beiden Händen in den Korb – es war der Beginn eines ersten Aufbäumens der Wölfe. Darian Cardenas, Frazier und Jordan Talbert punkteten und verkürzten 20 Sekunden vor der Halbzeit auf 43:47.

Nach dem Seitenwechsel verteidigten die Wölfe vehement ihr Revier. Mit einem 13:0-Lauf starteten sie ins dritte Viertel und hatten das im Basketball viel zitierte Momentum auf ihrer Seite. Elchingen blieb fünf Minuten lang ohne Punkt. In der 26. Minute stopfte Dennis Teucher den Ball zum 60:53 in die Reuse. Zwei Minuten später stand es 65:55, als Jordan Talbert auf der Bank platznahm – und Ivo Slavchev seine letzte Minuten im SEAWOLVES-Trikot erhielt. In der Pause nach dem ersten Viertel waren er und Tim Vogt unter stehenden Ovationen verabschiedet worden. Mit zwölf Punkten Vorsprung (71:59) starteten die SEAWOLVES ins Schlussviertel.

In den letzten zehn Minuten lief Gäste-Guard Filmore Beck heiß; er verwandelte insgesamt fünf Dreier und hatte damit maßgeblichen Anteil daran, dass Elchingen mit 34 Punkten im Schlussakkord die Partie noch einmal offen gestaltete. Die SEAWOLVES blieben bis zur letzten Sekunden bissig und konnten letztlich einen hauchdünnen Vorsprung in einem hochklassigen ersten Finalspiel über die Zeit retten.

SEAWOLVES-Coach Ralf Rehberger nach dem Spiel: „Es war ein Megaspiel vor einer unfassbaren Kulisse. Beide Teams haben hochklassigen Basketball gezeigt. Es war ein toller Rahmen, um die Saison zuhause abzuschließen. Nun fahren wir nach Elchingen und wollen versuchen, dort die Meisterschaft zu gewinnen.“

Das zweite Finale zwischen den ROSTOCK SEAWOLVES und den ScanPlus Baskets Elchingen wird am kommenden Samstag, 5. Mai, um 19:00 Uhr in Elchingen (in der Nähe von Ulm) ausgetragen. Das Spiel wird per Livestream auf der Website der Elchinger übertragen.

Viertelstände (HRO-ELC): 26:25, 17:24, 28:10, 23:34

Ausführliche Statistik

Punkteverteilung

Rostock: Borekambi (9), Buchholz (nicht eingesetzt), Butorac (6), Cardenas (21), Frazier (10), Kamdem (4), Lockhart (13), Lopez (2), Slavchev (0), Talbert (13), Teucher (10), Thompson (3).

Elchingen: Alispahic (0), Beck (21), Butler (16), Fekete (8), Graves (8), Krstanovic (2), Kuhn (12), Lescault (14), Petric (8), Rozic (nicht eingesetzt), Vucica (4).