ROSTOCK SEAWOLVES BASKETBALL

Artland-Krimi endet mit Niederlage nach doppelter Verlängerung

Die ROSTOCK SEAWOLVES mussten sich bei den Artland Dragons mit 101:105 nach zweifacher Verlängerung geschlagen geben. Damit rutschten die Wölfe auf den sechsten Tabellenplatz in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord ab. In einem hitzigen Spiel vor 2.216 Zuschauern konnten sich zwar die Wölfe im ersten Viertel zweistellig absetzen, im weiteren Spielverlauf blieb es jedoch ein Duell auf Augenhöhe mit Playoff-Charakter. Sechs SEAWOLVES punkteten zweistellig, bei den Dragons ragte US-Guard Pierre Bland mit 28 Punkten, elf Assists und neun Rebounds heraus.

Artland Dragons gegen ROSTOCK SEAWOLVES 105:101 2OT (47:47, 82:82, 92:92)

Die ersten zwei Minuten gehörten den Gastgebern, die die ersten fünf Punkte der Partie erzielten. Chris Frazier traf daraufhin einen Dreier aus der Ecke und startete damit einen 14:0-Lauf der SEAWOLVES, bei denen Dennis Teucher stark aufspielte. Der Vorsprung wuchs zweistellig an (16:6, 7. Min), ehe die Dragons zurück ins Spiel fanden. Vor allem durch Freiwürfe und defensiven Druck kämpften sich die Hausherren wieder heran.

Die 21:16-Führung nach dem ersten Abschnitt schmolz im zweiten Durchgang ein und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zwischen beiden Teams. Die Führung wechselte sechs Mal, acht Mal waren beide Teams im zweiten Viertel punktgleich. Auf SEAWOLVES-Seite hielt Brandon Lockhart seine Farben mit neun Punkten im Rennen; bei den Dragons war es US-Guard Pierre Bland, der die Offensive dirigierte. Zur Halbzeit hatten beide Teams 47 Punkte auf ihrem Konto – und insgesamt 29 Fouls begangen (daraus resultierten insgesamt 38 Freiwürfe).

Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel weiter des Messers Schneide. Kein Team konnte sich wesentlich absetzen. Darian Cardenas ragte im dritten Durchgang mit zehn Punkten heraus. Im Schlussviertel erzielte Tim Vogt acht Zähler. Doch es waren die Dragons, die 3:13 Minuten vor dem regulären Spielende mit sechs Punkten führten. Die SEAWOLVES blieben bissig und retteten sich durch Jordan Talberts Korbleger 13 Sekunden vor Schluss in die Verlängerung.

2,6 Sekunden vor dem Ende der ersten Verlängerung traf Dino Butorac zwei Freiwürfe zum erneuten Ausgleich. In der zweiten Extraschicht ging der Ball anfangs unter den Korb der Dragons, die zu diesem Zeitpunkt bereits ohne ihre beiden ausgefoulten Center Leon Bahner und Yasin Kolo haushalten mussten. Talbert und Vogt erhöhten den Vorsprung auf vier Zähler (101:97, 48. Min). Danach waren es die Dragons, bei denen Pierre Bland einen schweren Dreier traf und die Hausherren sich wenig später die Führung durch Freiwürfe zurückholten. Brandon Lockhart zog drei Sekunden vor Ende zum Korb für den potenziellen Ausgleich, doch Andre Calvin blockte seinen Wurf ans Brett. Mit den anschließenden Freiwürfen stellte der US-Forward der Dragons den Endstand her.

Jeweils drei Spieler auf beiden Seiten (Rostock: Cardenas, Frazier, Vogt; Artland: Bahner, Kolo, Liyanage) mussten das Spiel vorzeitig mit fünf Fouls beenden. Insgesamt pfiffen die Unparteiischen 62 Fouls, es gab 78 Freiwürfe.  

SEAWOLVES-Coach Ralf Rehberger nach dem Spiel: „Ich denke, dass heute keine Mannschaft eine Niederlage verdient hat. Es war ein hochklassiges Basketballspiel auf hohem Niveau. Es war geprägt von großen Fehlern in den entscheidenden Phasen des Spiels. Für uns ist es sehr unglücklich und es tut sehr weh. In der entscheidenden Phase haben wir zu viele Offensiv-Rebounds abgegeben und zu viele Ballverluste produziert. Sonst kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen.“

Am kommenden Samstag, den 20. Januar, um 19:30 Uhr spielen die ROSTOCK SEAWOLVES gegen LOK Bernau in der StadtHalle Rostock. Karten gibt es online auf tickets.seawolves.de, im Fanshop (Lange Str. 20) oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Viertelstände (ART-HRO): 16:21, 31:26, 19:20, 16:15, 10:10, 13:9

Ausführliche Statistik

Punkteverteilung

Rostock: Borekambi (2), Butorac (6), Cardenas (15), Diestelhorst (4), Frazier (12), Kamdem (13), Lockhart (16), Lopez (nicht eingesetzt), Talbert (11), Slavchev (nicht eingesetzt), Teucher (9), Vogt (13).

Artland: Bahner (8), Bland (28), Calvin (19), Döding (0), Kolo (6), Lavrinovicius (6), Lieser (10), Lyanage (8), Mesghna (0), Prasuhn (nicht eingesetzt), Rockmann (20), Zaletskiy (0).