Terrell Harris sichert den Sieg in Heidelberg

Terrell Harris sicherte den ROSTOCK SEAWOLVES mit einem Freiwurf in der letzten Sekunde einen 82:81-Auswärtssieg bei den MLP Academics Heidelberg vor 1.123 Zuschauern. Nach einer starken ersten Halbzeit, in der die SEAWOLVES einen Elf-Punkte-Vorsprung herausspielten, drehte sich das Blatt nach dem Seitenwechsel. Mit zehn Punkten Rückstand starteten die Rostocker ins Schlussviertel und bewiesen Moral in einer dramatischen Schlussphase. Yannick Anzuluni (19) und Terrell Harris (17) waren die Rostocker Topscorer. Bei Heidelberg kam Shyron Ely auf 22 Zähler. 

MLP Academics Heidelberg gegen ROSTOCK SEAWOLVES 81:82 (34:37)

In der ersten Halbzeit bestimmten die Gäste aus Rostock das Spielgeschehen. Martin Bogdanov dirigierte die Offensive für den verletzten Tony Hicks (Sprunggelenk) und verteilte allein im ersten Viertel vier Assists. In Angriff und Verteidigung lief es bei den Wölfen wie aus einem Guss. Bis auf Darian Cardenas punkteten alle Rostocker in den ersten zwanzig Minuten. Die Ausgeglichenheit wurde mit einer zwischenzeitlichen Elf-Punkte-Führung (28:17, 14. Min) belohnt. Doch das Polster schmolz bis zur Pause auf drei Punkte (37:34).

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Heidelberger, wer der Herr im Hause ist. Shyron Ely übernahm die Partie und netzte im dritten Viertel 13 seiner insgesamt 22 Punkte ein. In der ersten Hälfte hatte die Rostocker Defensive den Heidelberger Topscorer bei lediglich zwei Punkten gehalten. Die Gastgeber überrollten die Wölfe und entschieden das dritte Viertel mit 28:15 für sich. Mit einem zweistelligen Rückstand (52:62) starteten die SEAWOLVES in die letzten zehn Minuten.

Auch sechs Minuten vor Schluss trennten beide Teams zehn Zähler voneinander (63:73, 34. Min). Doch die Wölfe gaben sich nicht auf und bewiesen Moral. Bei einem 10:0-Lauf innerhalb von nur zweieinhalb Minuten punkteten Yannick Anzuluni (3), Darian Cardenas (2), Terrell Harris (2) und Martin Bogdanov (3).

Die Crunchtime kündigte sich an, und plötzlich betrat Ely wieder die Bühne. Mit ablaufender Uhr punktete der US-Swingman. Einen Angriff später verwandelte Teamkollege Eric Palm einen Dreier über die ausgestreckten Arme Anzulunis mit Ertönen der Sirene – 78:83. Rostock kam daraufhin erneut zu Punkten, doch Ely traf 66 Sekunden vor Schluss zur erneuten Drei-Punkte-Führung der Heidelberger (77:80).

Nach einer Rostocker Auszeit zog Bogdanov zum Korb und verkürzte auf einen Zähler Rückstand (79:80). Anzuluni kämpfte nach einem gescheiterten Heidelberger Wurf liegend um den Ball und hängte Niklas Würzner das fünfte Foul an. Die Nummer 20 der SEAWOLVES traf sicher von der Linie und brachte seine Farben 31,9 Sekunden vor dem Ende wieder in Front (81:80). Phillipp Heyden glich 9,1 Sekunden vor Schluss per Freiwurf aus, so dass ein letzter Rostocker Angriff über den Ausgang der Partie entscheiden sollte: Terrell Harris zog zum Korb, wurde im Luftkampf gefoult und verwandelte in der letzten Sekunde einen Freiwurf zum 6. Auswärtssieg der Saison. Die knapp 50 SEAWOLVES-Fans in der Halle feierten anschließend zusammen mit ihren Wölfen einen weiteren Sieg auf fremdem Parkett.

SEAWOLVES-Coach Milan Škobalj nach dem Spiel: „Wir haben gut in der ersten Hälfte gespielt. Unser Ziel war es, Shyron Ely aus dem Spiel zu nehmen. Das ist uns gelungen. Ich habe in der Halbzeit gesagt, dass er besser spielen wird. Das hat er im dritten Viertel mit elf Punkten in Folge im dritten Viertel bestraft. Dann hat Heidelberg uns mit einer Zonenverteidigung überrascht und wir haben unsere offenen Würfe nicht getroffen. Dadurch konnten sie das Spiel drehen und zweistellig davonziehen. Ich habe meinen Spielern dann gesagt, dass sie nichts überstürzen und konzentriert spielen sollen. Wir haben konsequent verteidigt und wurden mit dem Sieg belohnt.“

Am 14. Dezember reisen die ROSTOCK SEAWOLVES zum Nordderby zu den Hamburg Towers. Für das Spiel in Hamburg ist das Gästekartenkontigent bereits komplett ausgeschöpft – es werden etwa 300 SEAWOLVES-Fans, darunter drei Fanbusse, live vor Ort sein. Karten für das nächste Heimspiel gegen Tübingen gibt es auf tickets.seawolves.de oder an den bekannten Vorverkaufsstellen. Alle Güstrower sind dann herausgefordert bei der OSPA-Städtewette.

Viertelstände (HRO-HD): 12:19, 22:18, 28:15, 19:30

Ausführliche Statistik

Punkteverteilung

Rostock: Alte (6), Anzuluni (19), Bogdanov (11), Cardenas (9), Clay (7), Frazier (3), Harris (17), Hicks (nicht eingesetzt), Jost (7), Talbert (3), Teucher (nicht eingesetzt).

Heidelberg: Aichele (nicht eingesetzt), Brunnenkant (nicht eingesetzt), Ely (22), Heyden (9), Liyanage (0), Ney (10), Oppland (12), Palm (17), Schmitt (0), Schöpe (nicht eingesetzt), Smith (9), Würzner (2).