
Die ROSTOCK SEAWOLVES haben bei den Basketball Löwen Braunschweig mit 82:83 (34:46) verloren. Es war die zweite knappe Auswärtsniederlage in Folge. Vor 72 Stunden waren sie in Ludwigsburg mit 78:81 unterlegen. In Braunschweig lagen die Wölfe nach schwachem Start früh mit 17 Zählern zurück und kämpften sich nach dem Seitenwechsel zurück ins Spiel. Kurz vor Schluss verpassten die Wölfe den Ausgleich und mussten die Niederlage an der ehemaligen Wirkungsstätte von Topscorer TJ Crockett Jr. (18 Pkt) hinnehmen. Devin Askew kam auf 20 Punkte für die Löwen.
Basketball Löwen Braunschweig gegen ROSTOCK SEAWOLVES 83:82 (46:34)
Nach holprigem Start und vielen Ballverlusten auf beiden Seiten fanden die Gastgeber besser ins Spiel. Devin Askew erzielte sieben der ersten neun Braunschweiger Zähler. Rostock lag nach sechs Minuten mit 8:14 zurück. Die SEAWOLVES erlaubten den Löwen vermehrt zweite Wurfchancen und trafen die eigenen Würfe nicht, sodass sie am Ende des ersten Viertels deutlich im Hintertreffen lagen (13:30).
Zu Beginn des zweiten Viertels traf Artur Konontsuk den ersten Dreier für sein Team – im siebten Versuch. Die Wölfe zeigten sich nun aggressiver und fanden durch einen 8:0-Lauf besser in ihre Offensive (21:30, 14. Min). Fünf Zähler in Folge von TJ Crockett Jr. brachten die Rostocker wieder in Schlagdistanz (26:32, 16. Min), doch unmittelbar darauf konterten die Braunschweiger mit vier schnellen Punkten (26:36, 16. Min). Mit einem 34:46-Rückstand gingen die Wölfe in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel suchten die Wölfe Wege, ihre Duftmarke im Revier der Löwen zu setzen. Doch die Braunschweiger blieben weiterhin die spielbestimmende Mannschaft. Ein Dreipunktespiel Konontsuks und ein Layup von Robin Amaize verkürzten den Rostocker Rückstand auf fünf Zähler (50:55, 25. Min). Prompt folgte ein 10:0-Lauf der Hausherren und die Rostocker mussten sich erneut zurück ins Spiel arbeiten. Die SEAWOLVES lagen im dritten Durchgang weiter zweistellig zurück (55:68, 28. Min). Vor dem Start ins letzte Viertel stand es 61:70 aus Rostocker Sicht.
Zu Beginn des Schlussviertels verkürzte Amaize auf fünf Zähler (65:70, 32. Min), Crockett sorgte mit weiteren fünf Zählern dafür, dass das Spiel wieder offen war 70:72 (35. Min). Die Braunschweiger blieben vorn, bauten ihren Vorsprung erneut leicht aus, zumal es den Rostockern weiter an Wurfglück aus der Distanz haperte (73:81, 38. Min).
In der Schlussphase punkteten Zach Copeland und Amaize in Korbnähe; 92 Sekunden vor dem Ende trennte beide Team lediglich ein Ballbesitz (78:81). 24 Sekunden vor Schluss ahndeten die Unparteiischen ein Goaltending für Rostock, sodass die Wölfe nur noch einen Zähler zurück lagen (80:81). Der Braunschweiger Guard Askew traf sodann zwei Freiwürfe zum 80:83 bei 16 Sekunden verbleibender Spielzeit. Die SEAWOLVES-Spieler Konontsuk und Crockett Jr. versuchten jeweils einen Dreier zum potenziellen Ausgleich, doch der Ball fiel nicht durch den Ring. Der Tipin von Todd Withers in letzter Sekunde änderte zwar das Resultat, konnte jedoch die Rostocker Niederlage auch nicht abwenden.
Zahlen, bitte!
Die Rostocker erarbeiteten sich im gesamten Spiel 16 Feldwürfe mehr. Von 74 Feldwurfversuchen landeten 32 im Korb der Braunschweiger (43%; davon 8/33 Dreier). Bei Braunschweig war die Quote besser (27/58 FG; davon 7/19 3FG).
Stimmen zum Spiel
Przemyslaw Frasunkiewicz (Head Coach Rostock): „Wir sind schwach ins Spiel gestartet, und Braunschweig hatte einen sehr guten Start und konnte sich einen großen Vorsprung erspielen. Es hat uns viel Kraft gekostet, wieder ins Spiel zu kommen, und am Ende hatten wir die Chance, durch unsere Dreier den Ausgleich zu erzielen. Das hat aber nicht geklappt. Insgesamt bin ich mit unserer ersten Halbzeit gar nicht zufrieden, und wir müssen ein paar Dinge in unserem Spiel ändern. Aber mir hat gefallen, wie wir uns in der zweiten Halbzeit zurück gekämpft haben.“
Ramon Diaz (Head Coach Braunschweig): „In den ersten 10 bis 15 Minuten haben wir hervorragende Arbeit geleistet. Wir haben unseren Plan und alle Details perfekt umgesetzt. Diese starke Anfangsphase hat uns die Möglichkeit gegeben, mit einem kleinen Vorsprung in die letzte Minute zu gehen. Allerdings waren wir schon sehr müde. Rostock hat uns an unsere Grenzen gebracht, denn sie sind eine sehr physische Mannschaft, die vor allem in der Verteidigung sehr gut spielt. Sie haben viel geswitcht und uns dadurch kaum die Möglichkeit gegeben, unseren Stil – den Ball zu bewegen und als Team zu spielen – durchzusetzen. Dadurch wurden wir zu mehr Eins-gegen-Eins-Situationen gezwungen, und diese haben wir nicht gut genug gelöst. Das ist ein Punkt, an dem wir uns weiterentwickeln müssen, damit wir in solchen Mismatch-Situationen besser reagieren können. Aber diese Mannschaft ist etwas Besonderes. Die Jungs sind Kämpfer und haben einen Weg gefunden, bis zur letzten Sekunde zu kämpfen. Darauf müssen wir aufbauen und gleichzeitig weiter daran arbeiten, das zu entwickeln, was uns als Mannschaft ausmacht.“
So geht’s weiter
Am Dienstag startet für die SEAWOLVES die Saison im BKT EuroCup mit einem Auswärtsspiel. In Belgrad treffen sie um 19:00 Uhr auf Hapoel Jerusalem (live auf MagentaSport). Das nächste BBL-Spiel steht am 3. Oktober im Kalender, wenn die SEAWOLVES bei den Veolia Towers in Hamburg gefordert sind – live auf DYN ab 16:15 Uhr. Am 6. Oktober sind die Rostocker wieder in eigener Halle im Einsatz. Um 20:00 Uhr ist Riga Zelli im BKT EuroCup zu Gast. Tickets gibt es online auf tickets.seawolves.de.
Viertelstände (BRA-HRO): 30:13, 16:21, 24:27, 13:21
Punkteverteilung:
Rostock: Amaize (14), Baggette (0), Copeland (6), Crockett Jr. (18), Hartwich (0), Klassen (0), Konontsuk (16), Lansdowne (4), Leuchten (6), Lockhart (4), Stove (7), Withers (7).
Braunschweig: Askew (20), Bangala (7), Edwards (5), Eklou (nicht eingesetzt), Green (8), Haase (10), Laar (nicht eingesetzt), Reaves (15), Schröder (5), Wahren (nicht eingesetzt), Zylka (13).