Pokalfight im Norden: SEAWOLVES in Hamburg gefordert

Nur 125 Tage liegen zwischen dem letzten Spieltag der regulären Saison 2025/2026 und dem ersten Pflichtspiel der neuen Spielzeit. Das Besondere: Sowohl am 10. Mai als auch am 11. September stehen sich die ROSTOCK SEAWOLVES und die Veolia Towers Hamburg gegenüber. Die beiden Nordclubs treffen am Freitag, 11. September, um 20:00 Uhr im Netto BBL Pokal aufeinander, live zu sehen auf DYN.

Die SEAWOLVES gehen mit Zuversicht ins Pokalderby, haben sie doch zum Abschluss der Saisonvorbereitung beim Deutschen Meister ALBA Berlin eine beeindruckende Vorstellung aufs Parkett gelegt. Beim 84:68 fielen die Dreier in den Korb und die Rebounds in die eigenen Reihen – zwei Aspekte, die auch gegen Hamburg wichtig sein werden. Aus der Hoheit am Brett, vor allem auch offensiv hinsichtlich zweiter Wurfchancen, resultierten 16 Würfe mehr. Das kann gegen die Hamburger ein Schlüssel sein, hatten die Towers doch selbst im Test gegen die Rostocker während der Vorbereitung auch eine deutliches Plus bei den Wurfversuchen im Vergleich zu den Wölfen.

Während die Rostocker in fünf Tests drei Siege einfahren konnten, weisen die Hamburger eine ausgeglichene Bilanz aus sechs Vorbereitungsspielen auf.

Im Sommer haben die Towers acht neue Spieler unter Vertrag genommen, darunter den langjährigen Rostocker Publikumsliebling Sid-Marlon Theis (2020-2026), den athletischen David Muenkat (Würzburg) sowie interessante Imports wie Mathys Kandugia (Nantes), Noah Thomasson (Torun) oder Zakai Zeigler (Nanterre). Bei den Rostockern hingegen stießen Zach Copeland, Artur Konontšuk, Johnathan Stove, Todd Withers und Philipp Hartwich neu zum Kader.

„Wir freuen uns, dass die Saison endlich losgeht nach der langen Vorbereitungszeit. Wir müssen im Pokal auswärts gegen Hamburg bestehen. Das ist ein sehr, sehr schweres Los in der ersten Runde, da Hamburg nach dem Umbruch eine neue Mannschaft zusammengestellt hat, die sehr physisch verteidigen kann, sehr groß und athletisch ist. Nichtsdestotrotz will unsere Mannschaft alles geben, um in die nächste Runde einzuziehen. Sie hat während der Vorbereitungszeit sehr hart gearbeitet und ist sehr gut zusammengewachsen. Während der Vorbereitung hatten wir ein paar Sorgen. Neben der Nationalmannschaftspräsenz von Artur Konontšuk gab es auch ein, zwei, drei kleine Verletzungen. Somit werden die Spieler wahrscheinlich noch etwas mehr Zeit brauchen werden, um ihren Rhythmus zu finden“, sagt Coach Przemyslaw Frasunkiewicz. „Für uns zählt es, in Hamburg geschlossen als Mannschaft aufzutreten, so hart wie möglich zu spielen und so diszipliniert, wie es derzeit möglich ist, den Spielplan umzusetzen, damit wir als Mannschaft für den Club in die nächste Runde einziehen können.“

In Hamburg werden am Freitag etwa 200 SEAWOLVES-Fans erwartet, die im gecharterten Bus oder privat anreisen, um ihr Team im ersten Härtetest der neuen Spielzeit lautstark zu unterstützen. Der Gewinner dieses Pokalderbys trifft am 18. Oktober in eigner Halle im Achtelfinale auf den FC Bayern München Basketball.