ROSTOCK SEAWOLVES BASKETBALL

SEAWOLVES bezwingen Tabellenführer Schalke 04 erneut

Die ROSTOCK SEAWOLVES haben beim FC Schalke 04 Basketball mit 68:64 (29:21) gewonnen und den Tabellenführer der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord zum zweiten Mal in dieser Saison besiegt. Damit festigten sie den sechsten Tabellenplatz. Früh gingen die Wölfe zweistellig in Führung, mussten im dritten Viertel das Spiel wieder an sich reißen und behielten in der Schlussphase die Nerven für den siebten Saisonsieg. Neben Brandon Lockhart (22 Punkte) punkteten drei weitere Spieler der SEAWOLVES zweistellig. In den letzten Sekunden entschied Dennis Teucher mit drei verwandelten Freiwürfen die umkämpfte Partie. 

FC Schalke 04 Basketball gegen ROSTOCK SEAWOLVES 64:68 (21:29)

Die SEAWOLVES starteten hungrig und aggressiv ins Spiel. In der Anfangsphase setzten sie den Spielplan von Coach Rehberger konsequent um, die Hausherren zu schweren Würfen zu zwingen und in den Passwegen zu wildern. Schalke 04 verlor im ersten Abschnitt fünf Mal den Ball, die SEAWOLVES nutzten dies mehrfach für einfache Punkte. In den ersten fünfeinhalb Minuten sammelte Brandon Lockhart allein zehn Zähler und verhalf den Wölfen zur ersten zweistelligen Führung des Abends (14:4, 6. Min). Trotz einer Schalker Auszeit und eines Aufbäumens des ehemaligen Rostockers Shawn Gulley erhöhte Tim Vogt mit fünf Punkten in Folge den SEAWOLVES-Vorsprung auf elf Zähler bis kurz vor dem Viertelende (20:9, 9. Min). 

Schalke 04 legte daraufhin einen 6:0-Lauf hin; Courtney Belger zog häufiger zum Korb für einfache Zähler. Auch aufgrund der Rebound-Überlegenheit der Hausherren, die in der ersten Halbzeit elf Offensiv-Rebounds einsammelten (Rostock: 3), blieb das Spiel offen. Zur Mitte des zweiten Durchgangs verwandelte Darian Cardenas einen Dreier aus der Ecke nach Anspiel von Jordan Talbert zur 27:15-Führung. Dennoch gehörten den Gastgebern die letzten Minuten vor dem Kabinengang, so dass es mit einem 29:21-Vorsprung für Rostock in die Halbzeit ging.

Mit viel Feuer starteten die Hausherren nach dem Seitenwechsel ins dritte Viertel. Ein 9:2-Lauf der Schalker gestaltete die Partie wieder offen. Angeführt vom Offensiv-Duo Belger und Gulley kamen die Knappen ins Rollen und erspielten sich eine Fünf-Punkte-Führung (41:36, 27. Min). Zu diesem Zeitpunkt saß SEAWOLVES-Guard Brandon Lockhart mit drei Fouls auf der Bank. Nach einer Auszeit kam der US-Amerikaner zurück in die Partie und drückte ihr sogleich eindrucksvoll den Stempel auf: Der 27-Jährige war hauptverantwortlich für einen 13:0-Lauf der Wölfe, verbuchte sechs Punkte, eine Vorlage und einen Ballgewinn innerhalb kürzester Zeit – und die Gäste aus Rostock hatten sich die Führung zurückgeholt. Mit 49:43 starteten die SEAWOLVES in den letzten Abschnitt.

Wenngleich die Begegnung nichts für Liebhaber offensiven Basketballs war, so sollte noch ein dramatisches Schlussviertel folgen. Die Wölfe zogen zunächst durch einen 8:0-Lauf auf 57:48 ( Min) davon. 3:21 Minuten vor Spielende leuchtete sogar ein zweistelliger Vorsprung (60:50) von der Anzeigetafel. Doch die Entscheidung war längst noch nicht gefallen. In der Schlussminute sorgte Gulley mit sechs Zählern dafür, dass es noch einmal eng wurde; 23,2 Sekunden vor Schluss traf er einen Dreier – und die Wölfe führten nur noch mit einem Punkt (65:64). Anschließend behielt Dennis Teucher die Nerven an der Freiwurflinie. Der 21-jährige SEAWOLVES-Forward traf drei von vier Freiwürfe für die Entscheidung in diesem Krimi. 

Der 68:64-Auswärtssieg der ROSTOCK SEAWOLVES war der vierte Auswärtssieg der laufenden Saison. Für den FC Schalke 04 Basketball war es die erste Heimniederlage im Kalenderjahr 2017. 

SEAWOLVES-Coach Ralf Rehberger nach dem Spiel: „Es war ein sehr gefährliches Spiel, ein sogenanntes Sleeping Game. Es ging hoch und runter. Beiden Teams ist nicht wirklich viel gelungen. Es war nicht so schön anzuschauen. Wir haben gut ins Spiel gefunden, im zweiten Viertel war Schalke insgesamt besser und beim offensiven Rebound absolut dominierend. Das hat uns extrem weh getan. Obwohl im dritten Viertel viele Körbe fielen, war es auch nicht wirklich schön. Ich war aber froh, dass wir es geschafft haben, den Lauf von Schalke direkt zu kontern und eine Sechs-Punkte-Führung wieder herzustellen. Das hat uns etwas Stabilität verliehen. Am Ende kämpfen wir das Spiel zu Ende. Beide Teams haben Big Plays gemacht. Ich glaube, dass wir es am Ende auch nicht unverdient über die Zeit gebracht haben.“

Am nächsten Sonntag (17.12.) um 16:00 Uhr treten die SEAWOLVES im letzten Heimspiel des Jahres in der StadtHalle Rostock an. Dann sind die Cuxhaven Baskets zum großen Weihnachtskracher, präsentiert von der Ostsee-Zeitung, zu Gast. Karten gibt es online auf tickets.seawolves.de, im Fanshop und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Viertelstände (S04-HRO): 11:20, 10:9, 22:20, 21:19

Ausführliche Statistik

Punkteverteilung

Rostock: Borekambi (4), Cardenas (11), Frazier (5), Kamdem (nicht eingesetzt), Lockhart (22), Lopez (0), Martin (nicht eingesetzt), Talbert (2), Slavchev (nicht eingesetzt), Teucher (12), Thompson (nicht eingesetzt), Vogt (12).

Schalke 04: Belger (15), Carney (8), Friederici (2), Gulley (19), Kajondji Kadima (0), Manzur (9), Peters (2), Szewczyk (7), Sperber (0), Volk (2).