ROSTOCK SEAWOLVES BASKETBALL

Großer Kampf ohne Happy End vor neuer Rekordkulisse

Jordan Talbert vs. Artland Dragons

Die ROSTOCK SEAWOLVES haben die modernisierte StadtHalle mit einem großen Basketballfest, präsentiert von der OstseeSparkasse Rostock, wiedereröffnet. Vor der Rekordkulisse von 3.761 Zuschauern endete eine Aufholjagd gegen die Artland Dragons in einer Zitterpartie. Am Ende unterlagen die Wölfe denkbar knapp mit 80:81 (36:45). In der Schlussminute krallten sich die SEAWOLVES die erste Führung seit der Anfangsphase, Freiwürfe von Gäste-Guard Pierre Bland (22 Punkte) besiegelten letztlich die bittere Heimniederlage. Jordan Talbert beendete die Partie mit einem Double-Double (25 Punkte, 12 Rebounds) für die SEAWOLVES, die nach drei Spieltagen in der Tabelle der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord auf dem sechsten Platz stehen.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen Artland Dragons 80:81 (36:45)

Die ersten Punkte der Partie erzielte Bill Borekambi nach tollem Pass von Brandon Lockhart. Anschließend übernahmen die Artland Dragons die Spielkontrolle und trafen acht ihrer ersten neun Würfe zur ersten zweistelligen Führung des Spiels (11:21, 6.). Die Hausherren legten daraufhin in der Verteidigung eine Schippe drauf und erlaubten den Quakenbrückern bis zum Viertelende nur noch zwei Punkte. Im Gegenzug sorgte ein 9:0-Lauf wieder für eine offene Begegnung.  

Im zweiten Durchgang enteilten die Drachen erneut und erarbeiteten sich einen komfortablen Vorsprung durch gut herausgespielte Würfe. Bei den Wölfen hielt Kapitän Jordan Talbert sein Team mit 17 Punkten vor der Halbzeit im Rennen, wenngleich die Gäste mit starken Wurfquoten (5/9 Dreier, 14/28 aus dem Feld) einen Neun-Punkte-Vorsprung (36:45) mit in die Kabine nahmen.

Nach dem Seitenwechsel wuchs die Gäste-Führung noch weiter an (40:55, 22. Min). Rostock kämpfte weiter und brachte den Rückstand wieder in den einstelligen Bereich. Im Schlussviertel lief alles auf ein dramatischen Ende hinaus. Die SEAWOLVES arbeiteten sich Punkt um Punkt heran, Tim Vogt und Brandon Lockhart steuerten jeweils sechs Zähler zur Aufholjagd bei. 62 Sekunden vor Schluss brachte Jeffrey Martins Korbleger die SEAWOLVES erstmals seit den Anfangsminuten in Führung, die StadtHalle bebte vor Begeisterung. Leider holte sich Artland die Führung an der Freiwurflinie zurück; Pierre Bland traf zwei Mal. Mit dem letzten Angriff hatten die Wölfe die Chance auf den Sieg, konnten sich unter dem Korb aber nicht durchsetzen. Drachen-Center Leon Bahner trat 0,7 Sekunden vor Schluss an die Linie, verwarf beide Male. Den Rebound fing Noah Kamden, doch sein Wurf von hinter der eigenen Dreipunktelinie traf nur den Ring.  

SEAWOLVES-Coach Ralf Rehberger nach dem Spiel: „Es war super, vor solch einer tollen Kulisse zu spielen. Das Spiel hat alles gezeigt, was den Basketballsport ausmacht. Dass wir am Ende die Chance auf den Sieg haben und knapp verlieren, lag vor allem an unserer Leistung in der ersten Halbzeit, in der wir Artland haben spielen lassen und sie leichte Körbe erzielen konnten. Wir haben defensiv zu wenig Druck erzeugt. Das haben sie dann gut ausgespielt. Dass es besser geht, haben wir in der zweiten Halbzeit gezeigt. Dass wir am Ende zwei, drei Chancen liegengelassen haben, um das Spiel tatsächlich noch zu drehen und zu gewinnen, ist schade. Wir haben uns somit nicht belohnt für diese Aufholjagd. Aufgrund der ersten Halbzeit hat Artland verdient gewonnen.“

Nun spielen die SEAWOLVES zweimal auswärts, am 15. Oktober in Wedel und am 21. Oktober in Cuxhaven. Das nächste Heimspiel findet am Samstag, 28. Oktober, um 19:30 Uhr in der StadtHalle Rostock ausgetragen. Karten gibt es online auf tickets.seawolves.de, im Fanshop und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Viertelstände (HRO-ART): 20:23, 16:22, 27:23, 17:13

Ausführliche Statistik

Punkteverteilung

Rostock: Borekambi (10), Cardenas (2), Frazier (9), Kamdem (3), Lockhart (17), Lopez (0), Martin (6), Talbert (25), Slavchev (0), Teucher (0), Thompson (2), Vogt (6).

Artland: Bahner (12), Bland (22), Calvin (12), Dierickx (6), Döding (3), Lavrinovicius (0), Lieser (11), Poska (nicht eingesetzt), Prasuhn (0), Rockmann (13), Zaletskiy (2),