ROSTOCK SEAWOLVES BASKETBALL

Wahnsinn! SEAWOLVES im Halbfinale

Die ROSTOCK SEAWOLVES setzten sich vor der Rekordkulisse von 939 Zuschauern in der OSPA | Arena mit 88:82 (46:46) gegen die White Wings Hanau durch und stehen nach dem 2-1-Seriensieg im Play-Off-Halbfinale der 2. Basketball-Bundesliga ProB. In einer hart umkämpften Partie schenkten sich beide Teams nichts. Die Gastgeber konnten sich nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit (46:46) zum Ende des dritten Abschnitts auf acht Zähler absetzen, doch Hanau wusste fünf Minuten vor Schluss zum 72:72 auszugleichen. Yannick Anzuluni (31 Punkte) und Sven Hellmann (15 Pkt) führten die SEAWOLVES in der Schlussphase auf die Siegerstraße. Jarrell Crayton (11 Pkt, 8 Reb), David Markert (10 Pkt) und Tim Vogt (9 Pkt) zeigten ebenfalls starke Leistungen. Bei den Gästen kam Cardell Mc Farland auf insgesamt 30 Punkte.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen HEBEISEN WHITE WINGS Hanau 88:82 (46:46)

Die Stimmung in der ausverkauften OSPA | Arena war von der ersten Minute an großartig und bildete den perfekten Rahmen für ein Entscheidungsspiel auf allerhöchstem Niveau. Sowohl offensiv als auch defensiv zeigten beide Teams ihre Klasse und dass sie in diesem letzten Aufeinandertreffen bis zum Ende alles in die Waagschale werfen würden, um das Parkett als Sieger zu verlassen. Während bei den Gästen aus Hanau der US-Aufbauspieler Cardell Mc Farland in der ersten Halbzeit seine ersten sieben Würfe aus dem Feld traf und allein 23 Punkte erzielte, folgte ihm SEAWOLVES-Topscorer Yannick Anzuluni nach dem Seitenwechsel und netzte selbst 21 Zähler seiner insgesamt 31 Punkte ein, darunter zehn von zehn verwandelten Freiwürfen.

In der ersten Hälfte konnte sich kein Team auf mehr als fünf Zähler absetzen. Dieser Vorsprung war jedoch nur von kurzer Dauer, denn nach zehn Minuten stand es 24:24, zur Halbzeit hatten beide Teams jeweils 46 Punkte erzielt.

Nach dem Seitenwechsel bissen die SEAWOLVES dann in der Verteidigung ordentlich zu und erlaubten den White Wings in den ersten viereinhalb Minuten nach dem Wiederbeginn keinen Korb, so dass sie sich mit 51:46 (22. Min) absetzen konnten. Zwei kleine Unaufmerksamkeiten genügten den Hanauern, um nach zwei Distanzwürfen wieder in Führung (51:52, 26. Min) zu gehen. Die SEAWOLVES blieben weiterhin aggressiv und ließen im gesamten dritten Durchgang nur elf Zähler der Gäste zu. Im Angriff übernahm nun Yannick Anzuluni das Kommando und lief heiß. Nach sechs Fehlwürfen von der Dreipunktelinie zappelten drei Dreier in Folge im Netz der White Wings.

Nach dem dritten Abschnitt trennten beide Teams acht Punkte (65:57, 30. Min), doch auf diesem Polster konnten sich die SEAWOLVES nicht lange ausruhen. Ein 13:5-Lauf brachte die Hessen zurück ins Spiel; in der 35. Minute glichen sie zum 72:72 aus. Es dauerte daraufhin mehr als drei Minuten, ehe erneut Zählbares im Korb der Wölfe landete. Das Rudel von der Ostsee war derweil nach einem 7:0-Lauf enteilt. In der Schlussphase verwandelten die SEAWOLVES insgesamt sechs Freiwürfe, nachdem Sven Hellmann mit seinem zweiten Dreier der Saison die Weichen längst auf Sieg gestellt hatte.

Hanau versenkte insgesamt 13 von 28 Dreipunktewürfe (46%), während die SEAWOLVES mit neun von 21 Versuchen (43%) dagegen hielten. Das Duell bei den Rebounds (37:34) konnten die Rostocker ebenso für sich entscheiden wie den Vergleich an der Freiwurflinie: Die Gastgeber verwandelten 23 von 26 Versuchen (88%), Hanau punktete nur in jedem dritten Versuch (5/15 FT, 33%).

„Wir haben ein intensives und emotionales Spiel erwartet. Die gesamte Serie war so. Im ersten Spiel der Serie hatten wir noch große Probleme, den Kampf anzunehmen. Wir haben letzten Samstag den Schalter gefunden, um etwas proaktiver zu agieren. Heute gab es ein sehr physisches und kampfbetontes Spiel. Das wussten wir vorher. Ich habe den Jungs vor dem Spiel gesagt, dass Hanau einmal in unsere Wolfshöhle kam und uns herumgeschubst hat und dass das kein zweites Mal passieren wird. Es war ganz wichtig, dass die Jungs dabei das Spielen nicht vergessen haben. Hanau ist ein qualitativ unheimlich starkes Team. Es ist beeindruckend, wie sie offensiv wie auch defensiv spielen. Wir mussten uns den Sieg hart erarbeiten und haben es am Ende verdient gewonnen“, sagte SEAWOLVES-Coach Sebastian Wild nach dem Spiel.

Am Samstag, den 11. April, um 19:30 Uhr steigt das erste Halbfinale gegen Baskets Akademie Weser-Ems / Oldenburger TB in der OSPA l Arena. Der Kartenvorverkauf startet am Mittwoch, den 8. April, um 14 Uhr auf www.tickets.seawolves.de.

Viertelstände (HRO-HAN): 24:24, 22:22, 19:11, 23:25

Ausführliche Statistiken zum Spiel

Punkteverteilung der ROSTOCK SEAWOLVES

Yannick Anzuluni (31), Jarrell Crayton (11), Jens Hakanowitz (5), Sven Hellmann (15), Tobias Lange (0), Daniel Lopez (5), David Markert (10), Zbigniew Owczarek (0), Ivo Slavchev (2), Tim Vogt (9).

Fotos vom Spiel gegen die Hebeisen White Wings Hanau

Fotograf: Tobias Hahn

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