ROSTOCK SEAWOLVES BASKETBALL

SEAWOLVES verlieren in letzter Sekunde

Ein Treffer in letzter Sekunde brachte die ROSTOCK SEAWOLVES um den ersten Auswärtssieg des neuen Jahres. Der Tabellenführer von der Ostsee unterlag bei der Baskets Akademie Weser-Ems / Oldenburger TB nach einem Dreipunktewurf von Preston Wynne in allerletzter Sekunde mit 68:71 (36:35). Die Wölfe mussten neben der Niederlage auch den Ausfall von Tim Vogt verkraften, der sich im dritten Viertel eine Platzwunde an der Augenbraue zuzog und im Krankenhaus behandelt werden musste.

Baskets Akademie Weser-Ems / Oldenburger TB – ROSTOCK SEAWOLVES 71:68 (35:36)

300 Zuschauer sahen ein Spiel mit dem besseren Ausgang für die Gastgeber. 3,1 Sekunden waren beim Stand von 68:68 noch zu spielen, als die Baskets Akademie Weser-Ems / Oldenburger TB in Ballbesitz war. Der Einwurf landete über Dominic Lockhart in den Händen von US-Guard Preston Wynne, der gut einen Meter hinter der Dreipunktelinie hochstieg und im Zurückfallen den Ball Richtung Korb warf. Ohne Ringberührung zischte der Ball durch den Korb und besiegelte eine unglückliche Niederlage der ROSTOCK SEAWOLVES.

Es dauerte sechseinhalb Minuten im ersten Viertel, ehe die Gäste von der Ostsee die ersten Punkte erzielten. Zu diesem Zeitpunkt lag Rostock bereits mit 0:12 zurück, konnte jedoch bis zum Ende des Abschnitts auf 9:18 verkürzen. Die gewohnt aggressive Verteidigung brachte im zweiten Durchgang auch endlich die Angriffsmaschinerie ins Rollen, so dass die Wölfe kurz vor der Halbzeit die erste Führung des Abends (36:35, 20. Min) erkämpften.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich das Duell, das die SEAWOLVES im Hinspiel noch mit 91:70 gewannen, zu einem Krimi; dreimal sollte bis zum Spielende noch die Führung wechseln, sieben Unentschieden sollte es geben.

Eine Schrecksekunde gab es in der Mitte des dritten Viertels, als SEAWOLVES-Guard Tim Vogt und der Oldenburger Aufbauspieler Arthur Zaletskiy auf Höhe der Mittellinie unglücklich mit den Köpfen zusammenprallten. Während der Spieler der Gastgeber nach kurzer Zeit mit einem Verband weiterspielen konnte, musste Vogt mit einer tiefen Platzwunde an der rechten Augenbraue im Krankenhaus behandelt werden. Wie lange der Rostocker Guard ausfallen wird, ist ungewiss.

Trotz dieses Schocks und der verringerten Rotation fletschten die Wölfe weiter die Zähne, blieben im Spiel und hatten sogar beim Stand von 68:68 die Chance, das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden. 3,1 Sekunden vor Schluss registrierten aber die Statistiker den 24. Ballverlust der Wölfe. Nach einer Auszeit folgten der Oldenburger Einwurf und der Gamewinner von Preston Wynne. Der US-Guard der Oldenburger verfehlte zuvor sechs Würfe von der Dreipunktelinie, da er, wie auch seine Teamkollegen Leo Niebuhr und Jan Niklas Wimberg, frühzeitig in Foulprobleme kam. Dadurch erhielten andere Spieler wie der Jugendnationalspieler Stefan Wess mehr Einsatzzeit, die er für 19 Punkte (5/7 Dreier) nutzte.

Der Topscorer des SEAWOLVES war Yannick Anzuluni mit 20 Zählern, sieben Rebounds und drei Blocks. Ivo Slavchev erzielte mit 14 Punkten und zwölf Rebounds ein Double-Double, zudem spielte er vier Korbvorlagen.

Das nächste Spiel der ROSTOCK SEAWOLVES findet am 17. Januar 2015 um 19:30 Uhr gegen die Dresden Titans am Stadtwerke-Tag in der OSPA | Arena statt.

Zitat von Coach Sebastian Wild: „Glückwunsch an Oldenburg. Sie haben das Spiel am Ende mit Kaltschnäuzigkeit und einem guten Game Winning Shot gewonnen. Es war der einzige Dreier, den Wynne im Spiel getroffen hat. Wir haben uns vorher selbst in die Situation gebracht. Von daher war es ein sehr unglücklicher Ausgang eines sehr spektakulären und intensiven Spiels gewesen auf sehr hohem Niveau von beiden Teams.“

Viertelstände (OLD:HRO): 18:9, 17: 27, 16:15, 20:17

Punkteverteilung der ROSTOCK SEAWOLVES

Yannick Anzuluni (20), Jörn Boghöfer (nicht eingesetzt), Jarrell Crayton (6), Jens Hakanowitz (6), Tobias Lange (2), Daniel Lopez (5), David Markert (9), Zbigniew Owczarek (1), Ivo Slavchev (14), Tim Vogt (5).

Fotos vom Spiel gegen die BAWE / Oldenburger TB

Fotograf: Tobias Hahn

no images were found