ROSTOCK SEAWOLVES BASKETBALL

Heimserie reißt gegen Uni-Riesen Leipzig

Die ROSTOCK SEAWOLVES mussten im fünften Heimspiel der Saison 2014/2015 die erste Niederlage einstecken und verloren vor 857 Zuschauern in der OSPA | Arena mit 72:85 (30:40) gegen die Uni-Riesen Leipzig. Die Gäste aus Sachsen kontrollierten das Spiel ab dem Ende des ersten Viertels, setzten sich zweistellig ab und verwalteten den Vorsprung bis zum Spielende. Die SEAWOLVES bleiben weiterhin Tabellenzweiter. Sven Hellmann (14 Punkte) und Tim Vogt (11) punkteten zweistellig bei den Rostockern. Falko Theilig dirigierte das Spiel der Uni-Riesen mit 13 Zählern und zehn Korbvorlagen.

ROSTOCK SEAWOLVES – Uni-Riesen Leipzig 72:85 (30:40)

Eine Basketballweisheit besagt, dass meist das Team gewinnt, das die Rebounds kontrolliert. Leipzig lieferte den passenden Beleg dafür mit einem souveränen Auswärtssieg in der Hansestadt dank einer überlegenen Rebound-Bilanz: Die Uni-Riesen pflückten elf Offensiv-Rebounds mehr als die Rostocker (14:25) und hatten insgesamt die Hoheit an den Brettern (31:48). Aus den eingesammelten Abprallern nach eigenen Fehlwürfen erzielten die Gäste 28 Punkte.

Dabei sah es im ersten Durchgang nach einem offenen Schlagabtausch aus. Yannick Anzuluni und Sven Hellmann erzielten zusammen acht der ersten zehn SEAWOLVES-Zähler. Bereits nach zweieinhalb Minuten hatten die Gastgeber eine 10:3-Führung inne. Leipzig gab nach einer Auszeit die passende Antwort und ging nach einem 10:2-Lauf binnen kürzester Zeit mit einem Punkt in Führung (12:13, 7.). Danach waren die Wölfe wieder am Drücker. Die eingewechselten Ivo Slavchev, David Markert und Jens Hakanowitz brachten die SEAWOLVES mit 20:14 (9. Min) nach vorn. Dieses Polster schmolz innerhalb von 68 Sekunden auf einen Zähler (22:21, 10. Min). Als schließlich Leipzigs Sascha Ansehl per Dreier zum 22:24-Stand traf, zeichnete sich bereits ab, dass Leipzig sich nicht durch zuletzt drei Niederlagen in Folge einschüchtern lassen wird.

Bis zur Mitte des zweiten Abschnitts blieb es spannend, wenngleich sich Rostock die Führung nicht mehr zurückholte. Ohnehin gelang es den SEAWOLVES bis zum Ende nicht mehr, die Leipziger Systeme nachhaltig zu stören und selbst im Angriff zum Abschluss zu kommen. Im Gegenteil: Leipzig spielte konzentriert und geduldig, fand dadurch den offenen Mitspieler und verwandelte auf diese Weise viele offene Würfe. Falls ein Schuss doch mal daneben ging, kamen sehr oft Hände der Uni-Riesen an den Ball für eine wiederholte Wurfchance. Bei den Gastgebern lief im zweiten Durchgang wenig zusammen; lediglich acht Punkte kamen zustande, da in den letzten drei Minuten vor der Pause nichts Zählbares mehr durch die Reuse fiel. Bis zur Halbzeit setzten sich die Gäste somit auf zehn Punkte (30:40) ab.

Nach dem Seitenwechsel starteten die SEAWOLVES mehrere Comeback-Versuche. Jedoch blieb den Raubtieren das Glück des Tüchtigen verwehrt, Leipzig zeigte sich bissiger und kämpfte energisch um jeden Ball. Das taten zwar auch die Rostocker, allerdings mit dem Nachteil, dass sie meist nicht in Ballbesitz kamen. Nach dem Start des Schlussviertels lagen die Uni-Riesen mit 18 Zählern (51:69, 31. Min) vorn. Ein unmittelbar daran anknüpfender 7:0-Lauf der Wölfe, bei dem Tim Vogt fünf Punkte erzielte, ließ die Fans in der Heimstätte der SEAWOLVES leise hoffen, doch die Abgezocktheit der Leipziger tat ihr Übriges. Der Rückstand wollte nicht schrumpfen. 2:20 Minuten vor dem Ende gelang es den SEAWOLVES durch ihren Kampfgeist, die Differenz einstellig zu gestalten (69:78, 38. Min). Die Wölfe konnten den Rückstand aber bis zum Ende nicht weiter reduzieren. Als Kapitän Jorge Schmidt 72 Sekunden vor Schluss einen Dreier (69:83) traf, war das Spiel entschieden. Rostocks Aufbäumen fruchtete nicht mehr und Leipzig beendete seine Durststrecke von drei Niederlagen in Folge.

Sieben Spieler der ROSTOCK SEAWOLVES erzielten gegen die Uni-Riesen Leipzig mindestens acht Punkte, darunter Sven Hellmann (14 Pkt) und Tim Vogt (11). Bei den Gästen knackten fünf Akteure das Zehn-Punkte-Plateau, Chris Flores trug sich mit 17 Zählern in die Statistik ein.

Schon am 30. November um 16 Uhr treten die SEAWOLVES erneut zu Hause an. Dann sind die seit sechs Partien ungeschlagenen SC Itzehoe Eagles zu Gast. Tickets gibt es auf www.tickets.seawolves.de.

Zitat von Coach Sebastian Wild: „Wir haben offensiv nicht das beste Spiel geliefert und das Rebound-Duell mit 31:48 verloren. Leipzig hat zwei Rebounds mehr in der Offensive als in der Defensive geholt, das ist absolut inakzeptabel. Aus 25 Offensiv-Rebounds hat Leipzig 28 Punkte erzielt. Wir haben zum Ende nochmal Moral gezeigt und versucht, uns heranzukämpfen, doch immer wenn wir einen kleinen Hoffnungsschimmer hatten, gab es wieder ein Negativerlebnis, manchmal war es einfach auch etwas unglücklich. Wir haben zwar gekämpft bis zum Ende, doch Leipzig hatte immer die passende Antwort.“

Ausführliche Statistiken zum Spiel

Viertelstände (HRO:LEI): 22:24, 8:16, 21:24, 21:21

Punkteverteilung der ROSTOCK SEAWOLVES

Yannick Anzuluni (8), Jarrell Crayton (8), Jens Hakanowitz (9), Sven Hellmann (14), Tobias Lange (0), Daniel Lopez (8), David Markert (4), Zbigniew Owczarek (2), Ivo Slavchev (8), Tim Vogt (11).

Fotos vom Spiel gegen Uni-Riesen Leipzig

Fotografen: Tobias Hahn / Sebastian Heger

no images were found