ROSTOCK SEAWOLVES BASKETBALL

2. Halbzeit war der Unterschied

Am gestrigen Sonntag, 09.02.2014, waren die EBC ROSTOCK SEAWOLVES zu Gast bei den Hannover Korbjägern und trafen auf einen motivierten und stark aufspielenden Gastgeber. Nach guter 1. Halbzeit, bei der allerdings die Würfe nicht ihr Ziel fanden, kamen die Wölfe dann in den letzten beiden Abschnitten immer besser in die Partie und rissen das Spiel an sich. Beste Werfer waren Sven Hellmann mit 26 Punkten und 75% Trefferquote, Keith Radcliff 21 P. und Jens Hakanowitz 17 Zähler. Es bleibt weiter spannend im Rennen um den Titel, denn die beiden Top-Teams der Liga konnten am Wochenende punkten. Die Warnowstädter haben dabei knapp die Nase vorn und führen das 12er-Feld mit 14 Siegen bei 2 Niederlagen an.

Zu Beginn standen Radcliff, Hakanowitz, Hellmann, Owczarek und Diakite auf dem Platz, die allerdings erst in der 4. Minute den ersten Punkt für die Wölfe machten. Vorher war der Korb auf beiden Seiten wie vernagelt. Erst nach einem 3er von Hannover, antworteten die Rostocker mit sechs schnellen Punkten zur 6:3 Führung. Generell starteten die Niedersachsen mit einer eher großen Aufstellung, um sich Vorteile auf den Flügelpositionen zu sichern, was aber nicht aufging, da der EBC trotz schlechter Wurfausbeute in der Verteidigung gut agierte. Auch die Niedersachsen standen in den eigenen Reihen eng und agierten mit einer Zonenverteidigung, welche den Rhythmus der Rostocker von Anfang an versuchte zu stören. (1. Viertel 14:14)

Im 2. Abschnitt waren die Hausherren sehr aktiv und vor allem Wilson (8 Zähler) und Kakad (7) wirbelten ordentlich. Insgesamt ließen die SEAWOLVES 27 Punkte zu, was eindeutig zu viele waren. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit trafen die Korbjäger 7/8 Freiwurfe, so dass der Rückstand der Ostseestädter zum Pausentee auf neun Punkte anwuchs. Die schlechte Wurfausbeute war in diesen zehn Minuten zeichnend für den Rückstand. Dank zweier Distanzwürfe von Stüdemann und Hellmann, blieb der Vorsprung einstellig, aber der Blick auf die Anzeigetafel verriet, dass der Gegner eindeutig zu viele Punkte gemacht hat. (Halbzeitstand 41:32 für Hannover)

In der Pause hatte Coach Wild die zum Ende des 2. Abschnitts ansteigende Form seiner Schützlinge aufgegriffen und die Ansprache entsprechend gestaltet. Auch stellte der Trainer seinen Backcourt um und brachte David Markert im Aufbau und Radcliff sowie Hellmann rückten auf die Flügel, um ihnen mehr Entfaltungsmöglichkeiten in der Offensive zu geben. Dieser Schachzug erwies sich als sehr lukrativ und die zweite Hälfte startete mit einem 13:4-Lauf für die Nordlichter. In der 23. Minute war dann der Ausgleich beim Stand von 45:45, der auch die alles entscheidende Wende in der Partie bedeutete. Das Gespann Radcliff (12P) / Hellmann (8) sorgte mit insgesamt 20 von 33 Zählern im vorletzten Viertel für eine deutliche Überlegenheit der Rostocker und  ein erfolgreicher Buzzer Beater von Radcliff brachte dann den Viertelendstand von 61:65 für die SEAWOLVES.

Im letzten Spielabschnitt fehlte dann den Korbjägern etwas die Substanz, um dem immer noch anhaltenden hohem Tempo der Rostocker entgegenzuwirken. Zwar waren Hakanowitz und Diakite mit jeweils vier Fouls belastet, doch alle Bankspieler machten einen super Job und hielten die Intensität weiter hoch. „Kompliment an das Hannoveraner Team! Sie waren sehr gut eingestellt auf uns und haben lange mitgehalten”, Coach Wild zur Leistung der Gastgeber.

Viertelstände: 14:14, 27:18, 20:33, 14:26

Kader EBC ROSTOCK SEAWOLVES 2013/2014:
Sven Hellmann (26), David Markert (7), Keith Radcliff (21), Jörn Boghöfer (7), Zbigniew Owczarek (2), Jens Hakanowitz 17), Dominik Breitschuh (-), Axel Stüdemann (4), Mahamoud Diakite (13), Niccolo Croci (-)