ROSTOCK SEAWOLVES BASKETBALL

Erste Niederlage der Wölfe

Im Spitzenspiel zwischen dem Regionalliga-Spitzenreiter EBC ROSTOCK SEAWOLVES und dem drittplatzierten SSV Lok Bernau kassierten die Hanseaten ihre erste Saisonniederlage. Sie verloren mit 70:82 vor 597 Zuschauern in der OSPA | Arena. Im ersten Viertel lagen die Hausherren bereits zweistellig in Rückstand, kämpften sich aber zurück und konnten die Führung bis zum Beginn des letzten Abschnitts behaupten. Danach lief der Offensivmotor Bernaus heiß und so fuhren die Brandenburger einen letztlich verdienten Sieg ein, bei dem Alexander Rosenthal mit insgesamt 17 Punkten und acht Rebounds der spielentscheidende Mann war. Teamkollege Nick Novak war Bernaus Topscorer mit 19 Zählern. Bei den SEAWOLVES sammelten Jens Hakanowitz (20 Punkte, 13 Rebounds) und Ivo Slavchev (13/11) jeweils ein Double-Double. Sven Hellmann sammelte 19 Punkte. Keith Radcliff beendete das Spiel mit 13 Zählern und fünf Korbvorlagen. Die EBC ROSTOCK SEAWOLVES wünschen dem Bernauer Spieler Friedrich Lotze eine schnelle Genesung, damit er seine Mannschaft bald wieder auf dem Feld unterstützen kann.

EBC ROSTOCK SEAWOLVES gegen SSV Lok Bernau 70:82 (46:45)

Am Nikolaus-Tag setzte Cheftrainer Sebastian Wild auf seine bewährte Startformation mit Zbigniew Owczarek, Sven Hellmann, Keith Radcliff, Ivo Slavchev und Kapitän Jens Hakanowitz. Die Gäste aus Bernau sicherten sich den Sprungball, doch für die ersten Zähler des Abends sorgte Keith Radcliff nach einem SEAWOLVES-Ballgewinn. In den ersten drei Minuten lief für die Rostocker im eigenen Revier noch wenig zusammen. Immer wieder suchte Bernau den Weg zum Korb und kam dadurch zu einfachen Punkten; nach drei Minuten stand es 4:10. Mit Energie und Leidenschaft sorgte Ivo Slavchev mit sieben Zählern in der Anfangsphase dafür, dass der Rückstand nicht weiter anwuchs. Im Gegenteil: Die SEAWOLVES glichen nach einem 10:4-Lauf aus, so dass es nach fünf Minuten 14:14 stand. Nach einer Auszeit trat Jens Hakanowitz an die Linie und brachte seine Farben wieder in Führung (16:14). Bernau zeigte sich von der Aufholjagd der Hausherren aber unbeeindruckt. Angeführt von Alexander Rosenthal, der zwei Dreipunktewürfe verwandelte, erspielten sich die Brandenburger die erste zweistellige Führung des Abends nach einem 14:1-Lauf (17:28, 9. Min). Auch eine zwischenzeitliche Auszeit von Coach Wild konnte den Lok-Express nicht aufhalten. Bis zum Ende des ersten Abschnitts verkürzten die SEAWOLES auf 21:30.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts packten die Gastgeber ihre aggressive Zonenverteidigung aus und erzwangen auf diese Weise einen leichten Bruch im Spiel der Bernauer. Zugleich suchten sie den Weg zum Korb und konnten so auf 25:30 (12. Min) verkürzen. Nun waren die SEAWOLVES endgültig gewillt, ihr Revier nicht kampflos herzugeben. Zusätzliche Energie brachte der verletzte Jörn Boghöfer (Bänderriss), der sein Team zusammen mit den fast 600 Zuschauern anfeuerte. Radcliff traf zwei Dreier in Folge und der Rückstand betrug in der 16. Spielminute nur noch drei Zähler (37:40). Mit seinen athletischen Bewegungen und cleveren Finten fand auch Sven Hellmann besser ins Spiel. Per Korbleger verkürzte er wenig später auf 39:40. Jubel brandete in der Wolfshöhle auf, als Radcliff seinen dritten Dreier des Viertels zum 42:42 (18. Min) einnetzte. Bis zur Halbzeit kämpften sich die SEAWOLVES in Führung (46:45).

Der SSV Lok Bernau startete in die zweite Hälfte ohne Friedrich Lotze, der sich am Ende des zweiten Abschnitts verletzte. Es dauerte über zweieinhalb Minuten, ehe Bernau die ersten Zähler nach dem Seitenwechsel erzielen konnte. Zuvor traf Hellmann einen Dreipunktewurf zur 51:47-Führung seines Teams. In der Defensive standen die SEAWOLVES felsenfest und erlaubten den Gästen nur fünf Zähler bis zur 25. Minute (55:50). Nur knapp drei Minuten später lagen aber plötzlich die Bernauer wieder in Führung (55:56). Prompt wechselte die Führung wieder nach drei Punkten von Hellmann, ehe Rosenthal für Bernau aus der Nahdistanz zum 58:58 ausglich. Zwölf Sekunden vor dem Ende des dritten Viertels besorgte David Markert per Korbleger die 60:58-Führung.

Das Team von Coach René Schilling startete mit einem 6:0-Lauf in das Schlussviertel. Erst in der 32.Minute zappelte ein Korbleger von Hakanowitz im Gästekorb. Es deutete sich eine hochdramatische Schlussphase an, doch es sollte anders kommen. Ein spektakulärer Block vom SEAWOLVES-Kapitän beeindruckte die Gäste wenig, als Rosenthal daraufhin zweimal aus dem Feld zum 63:70 (37. Min) einnetzte. Nick Novak brachte Bernau mit einem weiteren Distanzwurf drei Minuten vor Schluss mit acht Punkten in Führung (65:73). Gegen Rosenthal war die Defense der SEAWOLVES nicht gewappnet, denn er sorgte mit einem weiteren Dreier für den 67:76-Zwischenstand zweieinhalb Minuten vor dem Ende. Bei den SEAWOLVES lief in der Schlussphase nicht mehr viel zusammen, so dass die Rostocker die erste Saisonniederlage einstecken mussten. Das Spiel endete mit 70:82.

Die auffälligsten Akteure der SEAWOLVES waren Jens Hakanowitz (20 Punkte, 13 Rebounds), Sven Hellmann (19 Pkt) und Ivo Slavchev (13 Pkt, 11 Reb). Bei den Gästen sammelte das Duo Nick Novak (19 Pkt) und Alexander Rosenthal (17 Pkt, 8 Reb) zusammen 38 Punkte.

Das nächste Heimspiel der SEAWOLVES findet am Samstag, 18. Januar 2014 um 19.30 Uhr gegen die Bodfeld Baskets statt. Zuvor spielen die Rostocker zweimal auswärts – am 14. Dezember beim Bramfelder SV und am 11. Januar beim ASC 46 Göttingen.

Punkteverteilung pro Viertel: 21:30, 25:15, 14:13, 10:24
Statistik >> hier

Für die EBC ROSTOCK SEAWOLVES punkteten:
Hakanowitz (20 Punkte, 13 Rebounds), Hellmann (19 Punkte), Kilian (-), Markert (5), Mokrys (-), Owczarek (-), Radcliff (13 Punkte, 5 Assists), Slavchev (13 Punkte, 11 Rebounds), Stöhr (-), Stüdemann (-)